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Projektdauer: 1995 - 1996

Wirkung von reduzierter UV-B-Srahlung auf Pflanzen

Foto 1
UV-B hinterlässt in der epikutikulären Wachsschicht der Pappelblätter Schmelzspuren (Pfeil). Die Pappel ist unter einem Dach gewachsen, welches für 72 % der UV-B Strahlung durchlässig ist.
 
Foto 2
Zum Vergleich: totale UV-B Filterung

Fotos: REM-Labor WSL

Die Zerstörung der stratosphärischen Ozonschicht (führt zu stärkerer UV-B-Strahlung in Reinluftgebieten) einerseits und die Zunahme troposphärischen Ozons und der Smog-Wolkenbildung (führen zur Abnahme der UV-B-Strahlung) andererseits erfordern neue Kenntnisse über die Reaktionen der Pflanzen auf die UV-B-Strahlung.

Als Ergänzung zu ausländischen Experimenten mit erhöhter UV-B Strahlung haben wir deshalb die natürliche UV-B-Strahlung ganz oder teilweise mittels verschiedener Plexiglasfilter herausgefiltert. Reduzierte UV-B-Srahlung führte bei Pappeln zu grösserer Belaubungsfläche, mehr Assimilationsstärke und grösserem Wachsestergehalt an der Blattoberfläche, aber zu einem geringerem Anthozyangehalt. Interessante Aspekte dürften sich aus dem Vergleich zwischen den Anthozyanidingehalten unter reduzierter UV-B-Strahlung und denen unter erhöhtem CO2, Ozon und Schwermetallen ergeben.

Publikation

  • Günthardt-Goerg M.S., 1996: Leaf surface features (Populus x euramericana and Populus tremula) developed under lowered or ambient UV-B radiation. Plt. Biol. Abstracts, SEB Ann. Meeting. J. Exp. Bot. 47 (suppl.): 58.
  • Poster zur Publikation (PDF, 160 KB, englisch)

Kontakt

Stichworte UV-B Strahlung, epikutikuläre Wachsschicht, Epidermis, Anthozyan