Link zu WSL Hauptseite Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL
 

Projekte zum Kernthema "Waldbrand im Wallis"

  • Vegetationsmonitoring
    Eine systematische Stichprobe mit Maschenweite von 125 m wurde im Jahr 2004 vermessen und verpflockt. Die Stichprobenflächen sind je 200 m2 gross. im Waldbrandgebiet und Die 154 quadratischen werden seit 2004 jährlich beprobt. Vegetationsdaten werden auf Arten- und Individuenebene erhoben. Auf einem Viertel jeder Stichprobenfläche erfolgen höhenspezifische Auszählungen der natürlichen Baumverjüngung. Zusätzlich zur Vegetationsaufnahme wurden pro Aufnahmequadrat einmalig je acht Bodenmessungen (Bodentiefe, Ascheauflage) vorgenommen.
  • Vegetation vor und nach dem Waldbrand
    Anlässlich einer Doktorarbeit fanden bereits 1996 Vegetationserhebungen im Gebiet statt (GÖDICKEMEIER 1998). An diesen Orten wird die Vegetation analog zur früheren Erhebung (eine stratifizierte Zufallsstichprobe eines grösseren Gebiets) in jeweils vier konzentrischen Kreisen neu erfasst.
  • Biodiversität von Wirbellosen
    Nach dem grossen Waldbrand von Leuk 2003 muss die Brandfläche von den meisten Insekten neu besiedelt werden. Wir untersuchen, wie schnell diese Wiederbesiedlung auf verschiedenen Höhenstufen erfolgt und welche Präferenzen die holzbewohnenden Insekten bei der Besiedlung der abgestorbenen Bäume haben.
  • Bodenuntersuchungen
    Auf der Grundlage der Waldvegetationskarte des Kantons Wallis (WERLEN 1995) wurden sechs horizontale Transekte durch die wichtigsten Waldtypen gelegt. Entlang der Transekte wurden insgesamt 25 Bodenprofile innerhalb und ausserhalb (als Referenz) des Waldbrandgebiets untersucht. Anhand von Vegetationsbedeckung, von Tiefen der verbrannten Fein- und Grobwurzeln (Ø < 2 mm und Ø 2 bis 20 mm) und Höhen der Brandspuren an den Baumstämmen wurden drei Brandintensitäten unterschieden, von leicht (1) bis stark verbrannt (3). Von allen mineralischen Horizonten wurden Proben zur Bestimmung von pH-Wert, Karbonat, C- und N-Gehalt, Kationenaustauschkapazität und Korngrössenverteilung entnommen.
  • Lokales Klimamodell
    Im zerstörten Waldgebiet wird seit 2005 die Temperatur stündlich unter (-10 cm), auf (0 cm) und über (2 m) dem verbrannten Boden, an 12 weit voneinander entfernten Orten zwischen 1000 und 2100 m ü.M., mit je fünf iButtons® aufgezeichnet. Die Ablesung und Neuprogrammierung erfolgt jährlich. Eine im selben Gebiet installierte Standard-Meteostation (1526 m ü.M.) liefert genaue Werte, welche zur Kontrolle der iButton®-Messungen dienen. Die regelmässigen Klimamessungen dienen zur Modellierung lokaler Klimawerte.
  • Luftbildüberwachung
    Zur Quantifizierung der Wiederbegrünung werden jeweils im Sommer Luftbilder, sowohl Falschfarben-Infrarot- wie auch Echtfarbenbilder in den Massstäben 1:5000 und 1:15 000, erstellt. Neben der Dokumentation erlaubt eine Luftbildinterpretation die flächendeckende Erfassung der aufkommenden Vegetation. Die Erhebungen werden mit dem repräsentativen Vegetationsmonitoring verknüpft.