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Die Waldbrandfläche

ein Meer aus gelben Blüten
Ein gelbes Meer aus Blüten des Färberwaid (Isatis tinctoria). Später im Jahr bilden sich dunkle Schoten, die früher zur Herstellung der Farbe Indigo dienten.
Foto: Alex Bunge
 
 
 

Der grösste Schweizer Waldbrand der letzten 30 Jahre bricht am Abend vom 13. August 2003 in der Nähe von Leuk aus. Innert kürzester Zeit steht der ganze Berg in Flammen. Das Feuer bedroht Leuk, die Gemeinden Guttet, Feschel, Albinen, und zahlreiche Weiler in der Umgebung. 260 Personen müssen zeitweilig evakuiert werden. In nur einer Nacht zerstört das Feuer über 300 ha Wald mit etwa 200'000 Bäumen. 

Das Feuer wütet während mehr als 10 Tagen. Dank grossem Einsatz von Feuerwehr, Zivilschutz, Polizei, Bergrettung, Forstleuten und Militär gerät das Feuer zwar schnell unter Kontrolle, doch die Löscharbeiten konnten erst einen Monat später eingestellt werden. Nach dem Brand werden erste Schutzmassnahmen gegen Steinschlag und Lawinen eingeleitet.  Das Feuer verursacht einen Sachschaden von 7,6 Mio Franken.

Ziemlich genau ein Jahr nach dem Brand finden Ermittler Brandbeschleuniger in der Waldbrandfläche und vermuten Brandstiftung. Kurze Zeit später wird ein 32-jähriger Oberwalliser festgenommen, der gesteht, nicht nur das Leuker Feuer, sondern 36 weitere Brände gelegt zu haben. Er wird zu einer psychiatrischen Therapie und zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt.

Die Vegetation kehrt zurück

Schnell beginnt sich die Vegetation wieder auszubreiten. Je nach Höhenlage, Brandintensität und Standort etablieren sich Flora und Fauna unterschiedlich. Entlang von feuchten Rinnen kehrt die Vegetation rasch zurück, auf trockenen Hangrippen und Kuppen dauert die Rückkehr länger. Doch bereits kurze Zeit nach dem zerstörenden Brand entfaltet sich eine eindrückliche Artenvielfalt. Inzwischen ist ein Grossteil des Waldbrandgebietes von einer dichten Vegetationsdecke überzogen, und erstrahlt in blühender Farbenpracht.