Ökonomische und ökologische Bedeutung des Buchdruckers




Während einzelne absterbende oder tote Bäume zu einem gesunden Ökosystem Wald gehören, kann sich bei einer Massenvermehrung des Buchdruckers das Absterben ganzer Bestandesteile für den Menschen als Nutzer des Waldes negativ auswirken.

Die Entwicklung der Zwangsnutzungen seit 1984 und die aktuelle Käfersituation können auf den Seiten von Waldschutz Schweiz abgerufen werden.

 

Ökonomische Bedeutung

   
Holzproduktion

Müssen befallene Fichten in Wirtschaftswäldern aus Gründen des Waldschutzes (Zwangsnutzungen) in grossem Stil gefällt werden, ist dies ein einschneidender Eingriff in die langjährige waldbauliche und damit auch finanzielle Planung der Forstbetriebe und Waldbesitzer. Bei Massenvermehrungen nach Stürmen vom Ausmass eines Vivian oder Lothar kann dieses Holz auf dem schon übersättigten Markt nur schlecht abgesetzt werden. Ausserdem werden durch den Käfer oft Bläuepilze ins Splintholz eingeschleppt, die den Holzwert verringern.

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Schutz

Gerade in Gebirgsgegenden bieten viele Fichtenwälder Schutz für Siedlungen und Verkehrswege gegen verschiedene Naturgefahren (Lawinen, Steinschlag, Rutsche). Werden diese Wälder stark von Käferbefall durchlöchert, ist diese Waldfunktion nicht mehr gewährleistet.

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Erholung

Abgestorbene Waldpartien werden von den meisten Menschen als ungemütlich, krankhaft, bedrohlich, negativ empfunden. Werden die befallenen Bäume geschlagen, ist es "nicht mehr Wald". In beiden Fällen ist der Erholungswert für Ausflügler, Sportler oder Touristen stark geschmälert.

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Ökologische Bedeutung

Wälder sind keine statischen Gebilde. Sie entwickeln sich ständig, Bäume sterben natürlicherweise ab, neue wachsen nach. Totholz gehört zu einem gesunden Wald. Die Borkenkäfer spielen eine vielfältige Rolle in diesem System.

   
"Waldgesundheit"

Ausserhalb von Massenvermehrungszeiten befallen die Buchdrucker nur geschwächte, absterbende Bäume. Durch die Elimination von kränkelnden Individuen wird die "Bestandesfitness" erhöht.

 
Nährstoffumsatz

Dank den Frassgängen wird die Rinde und das Holz vorbereitet für den Abbau durch Mikroorganismen und Pilze. Die Nährstoffe werden somit wieder verfügbar. Die Käfer sind also ein wesentliches Glied im Nährstoffkreislauf des Waldes.

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Nahrung

Die Käfer und Larven sind Teile von Nahrungsketten, z.B. als Nahrung von räuberischen und parasitischen Insekten oder Spechten.

 
Neue Lebensräume

In den Gängen von Borkenkäfern leben neben den natürlichen Gegenspielern eine Vielzahl von Nutzniessern, die von den Löchern, den Gangsystemen, den eingeschleppten Pilzen, dem Kot oder dem Bohrmehl profitieren. Pilze, Würmer, Milben, Käfer, Fliegen etc. finden hier Lebensraum und Nahrung (vgl. Bedeutung des Totholzes).

Unter der zerfressenen Rinde überwintern Asseln, Tausendfüsser, Schnecken, Spinnen und viele Insekten.

In die durch abgestorbene Fichten entstandenen Baumlücken dringt mehr Licht und Wärme ein, viele Pflanzen- und Tierarten profitieren davon. Der Wald kann sich an dieser Stelle verjüngen - mit Pionier- oder anderen Baumarten.

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