Das Brutbild |
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Der Befall durch Buchdrucker kann anhand der Brutbilder
(-> Biologie) in losgelösten Rindenstücken befallener Fichten identifiziert
werden. Die längsverlaufenden, 2-3armigen Muttergänge deuten fast immer auf
diesen Käfer hin. Im Gegensatz zum weniger häufigen Kleinen Buchdrucker (Ips
amitinus) stehen die Larvengänge enger (3 mm Abstand) und die Rammelkammer ist
oft ganz im Bast versteckt.
Die vom Muttergang abzweigenden Larvengänge erinnern an die Zeilen eines Buches, was dieser Borkenkäferart ihren Namen gegeben hat. Bei starkem, regelmässigem Befall entsteht in der Rinde ein attraktives Muster. Dieses ästhetische Bild der Natur steht leider häufig im Konflikt mit den menschlichen Interessen. |
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Befall am Einzelbaum |
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BohrmehlDas aus der Einbohröffnung hinausgestossene, braune Bohrmehl sammelt sich bei liegenden Fichten um das Einbohrloch herum, bei Stehendbefall auf vorstehenden Rindenschuppen und am Stammfuss und ist ein untrügliches Zeichen für Borkenkäferbefall. Dies ist allerdings nur zu Beginn einer neuen Generation der Fall, ausserdem wäscht der Regen diese Spuren schnell wieder weg. |
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SpechttätigkeitSpechte als Vertilger von Holzinsekten entdecken schnell den Befall durch den Buchdrucker und beginnen, die sich unter der Rinde entwickelnde Brut heraus zu picken. Dazu schlagen sie mit ihrem Schnabel Rindenstücke weg. Die hellen sogenannten Rindenspiegel am Stamm und die am Boden liegenden Rindenschuppen sind gut sichtbar. Dies erleichtert auch die Kontrolle von Bäumen aus Distanz mit dem Feldstecher. |
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Verrötung / Abblättern der RindeIm Verlaufe der Entwicklung der Brut wird der Saftstrom in der Rinde unterbrochen, eingeschleppte Pilze verstopfen den Wasserfluss und die Krone beginnt zu verröten; der Baum stirbt ab. Im Sommer kann dieser Prozess so schnell sein, dass die Nadeln in fahlgrünem Zustand zu Boden fallen, bevor sie verbräunen. Die Rinde löst sich schliesslich durch den Reifungsfrass und blättert ab. Manchmal löst sich die Rinde schon, während die Krone noch grün ist. Dies kann im Frühjahr der Fall sein, wenn die Käfer am Reifungsfrass sind, die physiologische Aktivität des Baumes aber noch gering ist. |
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Befall im Bestand - das Käfernest |
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| Häufig werden mehrere benachbarte Bäume gleichzeitig befallen. Man spricht dann von einem Käfernest oder Befallsherd. Ob und wieweit sich ein solcher Herd ausdehnt, hängt von Witterung, Baumdisposition und den natürlichen Feinden ab. Der Befall kann sich mosaikartig im Gelände ausbreiten oder als Befallsfront weiterwandern. |
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Beispiel Gandbergwald
In der Schweiz ist der "berühmteste" und flächenmässig grösste Befall im unteren Sernftal bei Schwanden (GL) zu finden. Über 100 ha Fichten wurden hier 1994/95 ein Opfer des Buchdruckers. |
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Beispiel Bayerischer WaldIn Deutschland und weit darüber hinaus hat der grossflächige Buchdruckerbefall im Nationalpark Bayerischer Wald Berühmtheit erlangt. Zwischen 1992 und 2000 starben Fichten auf einer Fläche von 37 km2 ab. |
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