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Liste der geschützten xylobionten Insekten

Insekten im Totholz

Totholzinsekten beschleunigen den Kreislauf

Holz mit Frassgängen
Holz mit Frassgängen (Callidium)
 
Pogonocherus hispidulus
Wimperbock (Pogonocherus hispidulus)

Der Abbau des Holzkörpers durch Mikroben wird durch die schützende Rinde verzögert. Einbohrlöcher und Frassgänge von Insekten schaffen jedoch Eintrittspforten für Pilze und Bakterien, welche das Holz zersetzen können. Man schätzt, dass ohne Insekten der Holzabbau doppelt so lange dauern würde. Insekten sind somit wichtige Glieder in der Recyclingkette des Holzes. Sie tragen dazu bei, dass die im Holz gespeicherte Energie und die Nährstoffe schneller freigesetzt werden und dem System Wald wieder zur Verfügung stehen.

Xylobionte Insekten

Totholz wird von vielen Insekten besiedelt. Zu den Xylobionten – wörtlich "die im Holz Lebenden" – zählen nicht nur Arten, die sich direkt von Rinde oder Holz ernähren. Es sind Insekten, die in irgendeiner Phase ihres Lebens auf totes oder absterbendes Holz angewiesen sind oder sich von anderen Totholz-Organismen ernähren.

Dazu gehören einerseits Arten, die sich direkt von Rinde oder Holz ernähren wie beispielsweise die Bockkäfer. Anderseits gibt es Insekten, die als Zweitbesiedler die von den Holzfressern geschaffenen Höhlen und Gänge für ihre eigenen Bruten benützen, ohne sich vom Holzsubstrat selber zu ernähren. Dies sind zum Beispiel verschiedene Wildbienenarten. Verschiedene Fliegen- und Mückenlarven leben von den in den Bohrgängen wachsenden Pilzen oder Bakterien, oder sie ernähren sich von Mulm, abgestorbenem Material und Insektenkot. Baumschwämme an totem Holz wiederum beherbergen eine spezialisierte Käfer- und Fliegenfauna. Eine Vielzahl von räuberischen und parasitischen Insekten ernährt sich von den im Holz lebenden Tieren. Dazu gehören zum Beispiel räuberische Käfer oder Schlupfwespen.

Sehr wichtig für die Bodenfruchtbarkeit sind die winzigen Springschwänze (Collembola). Sie bauen zusammen mit Bakterien und Pilzen das vermoderte Holz zu Humus ab. Verschiedene Insekten benützen Totholz lediglich als Unterschlupf oder nisten wie die Hornissen in Höhlen alter oder toter Bäume.

Wichtige Totholzinsektengruppen:

Gefährdete Arten

 

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