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Windwurf und Waldverjüngung

Bedeutung von Lothar für den Einfluss des Wildes auf die Waldverjüngung

Auf den durch Lothar entstandenen Blössen wird sich in den kommenden Jahren die Nahrungsgrundlage des Schalenwildes stark verbessern. Das Wild wird in seinem Bestand zunehmen.

Trotzdem ist in einer ersten Phase eine Entschärfung verbissbedingter Verjüngungsprobleme zu erwarten, insbesondere in Gebieten mit grösseren Flächenschäden.

Auf Sturmflächen > 20 ha entwickelt sich nach einigen Jahren ein derart grosses Nahrungsangebot für das Wild, dass dieses trotz erhöhtem Bestand mit dem Verbeissen nicht mehr nachkommt. Die Wiederbewaldung auch mit verbissempfindlichen Baumarten ist hier durch Wild nicht in Frage gestellt.

Liegengelassenes Sturmholz vermindert die Zugänglichkeit der Sturmflächen für das Schalenwild. Dadurch wird der Verbiss reduziert und verzögert. Verjüngungsgünstige Stellen, die gleichzeitig für das Wild ganz unzugänglich sind, kommen allerdings auf den ungeräumten Flächen kaum vor.

Engpässe im Nahrungsangebot und damit erhöhte verbissbedingte Verjüngungsprobleme sind in der weiteren Umgebung von Sturmwürfen erst in späteren Jahren zu erwarten, wenn der Jungwald auf den heutigen Kahlflächen der Reichweite des Wildes entwachsen sein wird.

Wild und Waldverjüngung