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Potenziale, Bereitstellung und Nutzung
Waldholz ist eine erneuerbare Ressource und wird
nachhaltig produziert. Das heisst unter anderem, langfristig nicht mehr als den
Zuwachs zu nutzen und Umweltschäden zu vermeiden. Das Waldholz-Potenzial ist begrenzt und seine Verfügbarkeit unsicher. Die Angebotsseite - Leistungsfähigkeit der forstlichen ProduktionDie gesamte nachhaltig nutzbare Holzmenge
im Schweizer Wald beläuft sich auf ca. neun Millionen Kubikmeter pro Jahr. Als
Waldenergieholz können – vorsichtig geschätzt – jährlich rund drei Millionen
Kubikmeter bereitgestellt werden. Diese Potenzialangaben alleine sagen jedoch
nichts aus über die eigentliche Verfügbarkeit, weil die Nutzung in der Regel wirtschaftlich sein muss, weil weil die Nutzungsinteressen der Waldeigentümer unterschiedlich sind und sich unterschiedliche
Verwerter für denselben Rohstoff interessieren. Eine gewisse Mehrnutzung von Waldenergie- und Industrieholz ist gegenüber dem Status quo wie folgt möglich:
Für eine intensivierte Holznutzung benötigt das forstliche Management gute Grundlagen:
Weiterführende Informationen
Die Nachfrage - Thesen zur langfristigen Entwicklung der HolzverwendungAngesichts
des weltweiten Ressourcen- und Energiehungers werden Waldenergieholz
wie auch andere Holzsortimente knapp. Ein beträchtlicher Teil der
aktuell für die energetische Verwendung in Frage kommenden
Holzsortimente eignet sich auch als Industrieholz, insbesondere für die
Produktion von Zellstoff und Spanplatten. Biomasse als einzige
erneuerbare Ressource für organischen Kohlenstoff ist zunehmend auch für
die chemische Industrie von grosser Bedeutung. Zusätzlich kann in
Holzprodukten wie in Holzhäusern und Möbeln langfristig CO2 gebunden werden. Aus
diesen Überlegungen heraus hat die stoffliche Nutzung von Holz Vorrang
vor der energetischen Nutzung. Grundsätzlich drängt sich eine so
genannte Kaskadennutzung auf, welche zuerst eine stoffliche und
anschliessend eine energetische Holznutzung vorsieht. Hinzu kommt, dass
der Anteil von Holz an der Energie-Bedarfsdeckung gering und sein
Einsatz möglicherweise nicht zwingend notwendig ist. Einsparung und
Effizienz sowie der Einsatz anderer regenerativer Energien sind
wirkungsvoller und deshalb wichtiger. Letztlich bestimmt jedoch die
Nachfrage auf den Märkten, ob der Rohstoff Holz in die stoffliche oder
die energetische Verwendung wandert.
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