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Waldbewirtschaftung zur Senkenerhöhung?
Mit dem Kyoto-Protokoll ist eine neue Waldfunktion ins Blickfeld gerückt: der Wald als Kohlenstoffspeicher. Diese neue Waldfunktion beinhaltet jedoch Konfliktpotential. Die Schweiz
entschied sich, „Waldsenken durch Waldbewirtschaftung“ im Kyoto-Protokoll (Art.
3.4) anrechnen zu lassen. Die Forststatistik und das Landesforstinventar weisen
steigende Holznutzungsmengen auf, und dieser Nutzungstrend scheint anzuhalten.
In einer von der WSL durchgeführten Studie wurden verschiedene
Waldbewirtschaftungsszenarien und deren Einfluss auf die langfristigen
Holznutzungsmengen und die Senkenfunktion des Waldes untersucht. Im Zentrum stand dabei folgende Frage: In welchen Regionen ist sowohl
eine gesteigerte Holznutzung als auch eine Kohlenstoff-Senkenbildung bis zu
einem gewissen Grad zu vereinbaren und wo liegen die Grenzen? Die Szenarien
erstrecken sich von einer reduzierten Waldpflege und entsprechender
Senkenbildung bis hin zu einem Vorratsabbau mit entsprechender Quellenwirkung. Möglichkeiten und Grenzen verschiedener Schweizer RegionenDie Modellrechnungen wurden einerseits für die gesamte Schweiz erstellt und
andererseits für zwei grundsätzlich unterschiedliche Regionen: Mittelland und
Alpen. Die Resultate zeigen, dass gesamtschweizerisch für eine gewisse Zeit
sowohl die Holznutzung leicht gesteigert als auch eine Kohlenstoff-Senke
gebildet werden könnte. Im Alpenraum jedoch, wo die Bewirtschaftung oft ökonomisch
nicht gewinnbringend wäre, ist nur eine limitierte Senkenleistung möglich. Diese
Wälder weisen meist einen deutlich geringeren Zuwachs auf als Bestände im
Mittelland. Zudem werden sie zur Aufrechterhaltung der Schutzfunktionen meist minimal
gepflegt. Im Mittelland zeigen die Resultate, dass eine starke Erhöhung der
Erntemengen zu einer Kohlenstoffquelle und oft auch zu einem leichten Absenken
des langfristigen Zuwachses führen würde. Die WSL-Studie kommt zum Schluss,
dass sich
Bei einer starken nationalen Steigerung der Nutzungsmengen ist es unerlässlich, die regionale Entwicklung von Vorrat und Zuwachs im Auge zu behalten, um eine allfällige Übernutzung zu verhindern. In weiteren Untersuchungen sollten Wechselwirkungen mit anderen Waldfunktionen wie die Erhaltung der Biodiversität, aber auch Waldschäden und die Auswirkungen von Klimaänderungen vermehrt berücksichtigt werden.
In einer
BAFU Studie wurden nebst den hier präsentierten CO2-Effekten der
Waldwirtschaft auch die Substitutions- und Lagereffekte verschiedener Holzverwendungsszenarios
untersucht. Diese Studie zeigt, dass sich die CO2-Effekte
der Schweizer Holzwirtschaft mit folgenden Empfehlungen optimieren lässt:
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