Langfristige Waldforschung – The Zermatt Initiative
Wälder spielen eine Schlüsselrolle in der Umwelt und für die Gesellschaft. Dies betrifft die Versorgung mit Holzprodukten, Erholung, Wasser, Lebensräume, Kohlenstoff-Senke und andere Umweltleistungen. Wälder sind Lebensgemeinschaften, die von grossen, langlebigen Bäumen dominiert werden, die weniger als andere Organismen von kurzfristigen Störungen beeinflusst werden und folglich langfristige Umwelttrends widerspiegeln können.
Folglich ist es wichtig, das Funktionieren der Wälder zu verstehen und zu beobachten, am besten mit Dauerversuchsflächen. Es hat sich gezeigt, dass Versuchsflächen eine praktische und wirtschaftliche Methode sind um Waldentwicklung zu beobachten; mit ihnen es ist möglich, nicht erwartete, langfristige Änderungen zu entdecken [1] , die auf die Waldgesundheit und die Baumvitalität hinweisen.
Wir empfehlen deshalb eine geeignete Anzahl von Dauerversuchsflächen [2] in jedem wichtigen Waldtyp zu erhalten [3]. Bestehende vor langem eingerichtete Versuchsflächen [4] sind von besonderer Bedeutung und sollten weitergeführt werden.
[1] Siehe Growth trends in European Forests. [2] Im Idealfall sind solche Versuchsflächen repräsentativ und homogen (in der Regel zwischen 0,1 und 1 ha Fläche), sollten nach einem dokumentierten, standardisierten Waldbau-Regime behandelt werden und sollten regelmässig gemessen einschliesslich bei jeder waldbaulichen Behandlung. Die Messverfahren sollten gut dokumentiert, und wenn möglich internationalen Standard-Protokolle entsprechen. [3] Zum Beispiel Holdridge-Zonen. [4] In Europa wurden viele versuchsflächen vor über 100 Jahren angelegt und können damit das Waldwachstum vor der aktuellen Zunahme an atmosphärischem CO2 reflektieren. Anderswo können Versuchsflächen, die erst wenige Jahrzehnte alt sind, zeitlichen Trends abbilden, die andernfalls möglicherweise nicht bemerkt würden.
Jerry Vanclay, Australia, Valerie LeMay, Canada, Peter Marshall, Canada, George Gertner, USA, Hubert Sterba, Austria, Markus Neumann, Austria, Thomas Ledermann, Austria, Jürgen Nagel, Germany, Arne Nothdurft , Germany, Andreas Zingg, Switzerland, (Zermatt April 2009)
|