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Programm-Module

Grafik: Module des Programms "Management Waldnutzung"

Abb. 1: Programm-Module

Das Programm ist modulartig aufgebaut. Das zukünftige „Haus Waldnutzung“ (s. Abb. 1) zeigt die vorgesehenen Module bzw. Bauelemente:

  • Das Management benötigt angesichts der zunehmenden Anforderungen an die Forstwirtschaft und der schnellen Veränderungen in ihrem Umfeld wegweisende Zukunftsvorstellungen. Das Modul Visionen bietet Raum für visionäre Ideen. Die Vorschläge dürfen und sollen unkonventionell sein und müssen sich nicht unbedingt in den nächsten paar Jahren realisieren lassen.
  • Die Organisationstrukturen und die betrieblichen Abläufe haben entscheidenden Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit der forstlichen Produktion bzw. der Betriebe. Sie sind tragende Elemente. Das Modul Organisationsstrukturen und Abläufe gibt Anwort auf die Frage, wie sich die Strukturen und Abläufe in der Waldbewirtschaftung verbessern lassen. Es liefert Lösungen und Konzepte für eine situationsgerechte Gestaltung der betrieblichen Strukturen und Abläufe. Besonders zu beachten sind die Verbesserungspotentiale der betriebs- und branchenübergreifenden Zusammenarbeit in der Wald- und Holzwirtschaft, insb. der Ansatz der virtuellen Unternehmung.

Licht ins Haus bringen die Fenster, welche weitere wichtige Aktionsfelder einer zukunftsfähigen Waldnutzung beinhalten:

  • Information wird auch in der Forstwirtschaft zum entscheidenden Produktionsfaktor. Führungsinformationssysteme ermöglichen es, die betrieblichen Entscheide und Abläufe zu verbessern. Das Modul Informationsmanagement liefert daher Konzepte und Prototypen zukunftstauglicher Führungsinformationssysteme für den Einsatz in Forstbetrieben. Im einzelnen sind Fragen zu beantworten, wie sie aufzubauen sind, wie sie auf die Organisation und die Logistik abgestimmt und in der Praxis realisiert werden können.
    • Kenngrössensysteme können nicht nur die aktuelle Unternehmenslage hochverdichtet darstellen, sondern sie dienen auch der Frühwarnung, indem sie helfen, Abweichungen von Sollwerten frühzeitig zu erkennen und nötige Korrekturen einzuleiten. Das Modul Kenngrössensysteme liefert somit die Grundlagen für Leistungsvereinbarungen und das Controlling wichtiger Managementbereiche (z.B. Kosten, Umwelt- und Sozialverträglichkeit). Gesucht sind Antworten auf Fragen, wie solche Kenngrössen für relevante Managementbereiche zu definieren und in ein Kenngrössensystem zu integrieren sind.
    • Das Managen der Waldnutzung besteht vermehrt in der Überwachung und Steuerung der betrieblichen Prozesse. Dies sowohl auf der strategischen wie auf der operationellen Ebene. Das heisst, Informationen analysieren, planen, entscheiden und kontrollieren. Voraussetzung ist, dass Modelle existieren, die relevante betriebliche Prozesse abbilden. Das Modul Steuerungsmodelle trägt dieser Tatsache Rechnung, indem es fehlende Entscheidungs- und Steuerungsmodelle für biologische und technische Prozesse liefert. Die Modelle sollten möglichst im praktischen Einsatz getestet sein. Ein wichtiges Beispiel stellt die Entwicklung von Wachstumsmodellen für Mischbestände dar.
    • Viele gute Lösungsansätze werden nicht umgesetzt, weil sie ohne die Betroffenen geplant oder für den praktischen Einsatz ungenügend aufbereitet und getestet wurden. Daher werden in einem eigenen Modul Demonstrationen integrierte, ganzheitliche Lösungsansätze als praktische Fallbeispiele entwickelt (Reengineeringprojekte). Sie sollen in den betreffenden Regionen soweit wie möglich umgesetzt werden.
  • Ein wesentliches Fundament des Forschungsprogrammes bildet die Kommunikation. Durch eine Kommunikationsplattform soll der Informationsaustausch und das Zusammenspiel zwischen den Modulen bzw. den Akteuren (Koordination, Synergien, Synthese, langfristige Zusammenarbeit) sichergestellt werden.

Allgemeine Programmbeschreibungen