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Forschungsmethoden


Das Saatgut stammt aus Bulgarien, der Türkei und den USA. Die Baumarten wurden in einem umfangreichen Prüfverfahren nach ökologischen und ökonomischen Kriterien ausgewählt; es wurde z.B. sichergestellt, dass eine Baumart nicht invasiv und nicht krankheitsanfällig ist und dass sie brauchbares Holz produziert. Bei der Auswahl der Baumarten wurde von einer Erwärmung um 2 °C ausgegangen. Die 6 Baumarten werden mit einer standortsheimischen Baumart verglichen, in Mutrux mit der Traubeneiche. Die Sämlinge wurden ab Herbst 2009 in Baumschulen angezogen und im Herbst 2012 ausgepflanzt.

Das experimentelle Design ist ein Blockversuch mit 7 Behandlungen (=Baumarten) und 3 Wiederholungen (s. Abb. 1). Die Versuchsfläche bei Mutrux ist rund 3 ha gross, jede der 21 Teilparzellen 0.29 ha. Der Pflanzverband ist 2 m x 2 m. Dieses Design erlaubt es, pro Baumart eine genügende Anzahl Bäume bis ca. ins schwache Baumholz zu beobachten.

Die vegetations- und bodenkundlichen Erhebungen sowie die Erhebungen an den gepflanzten Bäumen werden mit den Projektpartnern abgestimmt (Parameter, Erhebungsmethode, Zeitpunkt, erfasstes Kollektiv), damit die Daten vergleichbar sind. Der Fokus liegt auf dem Baumwachstum, der Mortalität, der Phänologie und auf Krankheiten und Schädlingen. Eine separate Studie wird zur Mykorrhizierung der Sämlinge bei Entnahme aus der Baumschule und ein Jahr später am Wuchsort durchgeführt.

 
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Plan Gastbaumarten-Versuchsflächen Mutrux
Abb. 1. Design der Versuchsfläche bei Mutrux (VD)