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KLIWAWA - Verbesserung der Klimaabhängigkeit der Wachstumsfunktion für Szenarienanalysen der Waldentwicklung (Holznutzungspotential, Nachhaltigkeit)ProjektteamDr. Esther Thürig (WSL), Projektleiterin Brigitte Rohner (WSL), PostDoc Dr. Pascale Weber (WSL), wiss. Mitarbeiterin Dr. Heike Lischke (WSL), wiss. Mitarbeiterin Dr. Dirk Schmatz (WSL), wiss. Mitarbeiter Edgar Kaufmann (WSL), wiss. Mitarbeiter Dr. Matthias Dobbertin (WSL), wiss. Mitarbeiter Andreas Zingg (WSL), wiss. Mitarbeiter Dr. Peter Waldner (WSL), wiss. Mitarbeiter ProjektdauerSeptember 2010 – September 2014 ForschungshintergrundDie Schweizer Waldwirtschaft wird wegen dem Klimawandel mit veränderten Wachstumsverhältnissen im Wald konfrontiert. Wegen des gesteigerten Holznutzungstrends und internationaler Verpflichtungen (Kyoto Protokoll) werden Potenzialabschätzungen und Nachhaltigkeitsüberlegungen immer wichtiger. Bisherige Modellsimulationen zu Holznutzungspotenzialen gingen von konstanten Umweltbedingungen aus. Durch sich ändernde klimatische Bedingungen müssen bisherige Abschätzungen zukünftiger Handlungsmöglichkeiten und möglicher Auswirkungen mit Vorsicht genossen werden. Zukünftige Abschätzungen des Waldwachstums sollten sich ändernde Umweltbedingungen berücksichtigen. Die Schwierigkeit liegt jedoch darin, die Auswirkung des Klimawandels vom Einfluss anderer Faktoren (z.B. Konkurrenz, Bestandes- und Baumalter, Standortbedingungen, Management und Störungen) zu unterscheiden. ForschungszielIn diesem Projekt sollen verbesserte Beschreibungen der Umweltabhängigkeiten für die Modellierung des Baum- und Bestandeswachstums hergeleitet werden. Der Einfluss von Temperatur, Niederschlag und Stickstoff auf das Wachstum wird mittels vorhandener Datengrundlagen analysiert, voneinander und von weiteren Einflüssen separiert, und Abhängigkeitsfunktionen für Waldwachstumsmodelle (MASSIMO) werden erarbeitet. Hypothesen
ForschungsansatzEs werden folgende Daten benötigt und zusammengestellt:
Diese Daten werden allenfalls interpoliert oder mittels geeigneter Methoden flächendeckend modelliert. Zudem werden auf dieser Datengrundlage wachstumsrelevante bioklimatische und biogeochemische Variablen hergeleitet. Im weiteren Vorgehen werden iterativ Funktionen formuliert, basierend auf statistischen und physiologischen Grundlagen, und Parameter geschätzt: Wachstum = f(Klima, N-Eintrag, Bodenparameter, Wasserverfügbarkeit). Die Funktionen werden in Modelle (MASSIMO) eingebaut und durch inverse Modellierung feiner abgestimmt, respektive rekalibriert. Als nächste Schritte werden die Modelle mit unabhängigen Daten validiert und Sensitivitätsanalysen der Funktionen durchgeführt. Die adaptierten Funktionen werden schliesslich zusammen mit den Resultaten aus verwandten Projekten zu Baumarten (Projekt PorTree), Störungen (WSL, Gruppe Ressourcenanalyse) und Nutzungsszenarien (WSL, Gruppe Ressourcenanalyse) im Modell MASSIMO integriert. Erwartete ResultateDurch die Erweiterung des Modells MASSIMO mit Resultaten aus dieser Studie und unter Einbezug der Resultate anderer Projekte können zukünftige Waldentwicklungsszenarien und Holznutzungspotenziale unter Einbezug von Klimaänderungen besser abgeschätzt werden. PraxisrelevanzDie erstellten Szenarien und Potenziale leisten einen Beitrag zur langfristigen Planung der Holznutzung in der Schweizer Wald- und Holzwirtschaft. Die Szenarien dienen zudem als Grundlage für die internationalen Verhandlungen im Rahmen des Kyoto Protokolls. Zusammenarbeit/Vernetzung- Projekt "PorTree" (WSL) - Projekt „Physiologische Reaktionen von Bäumen auf den Klimawandel“ (WSL) - Projekt 'Standortsensitivität' (BAFU) (Weber, Walthert) - Projekt „MEPHYSTO“ (WSL) - Cost Action E52 'Growth potential and drought sensitivity of beech close to the dry distribution limit' (Rigling, Bugmann, Walthert, Weber) - Cost Action FP0703 'ECHOES, Expected Climate Change and Options for European Silviculture' (Dobbertin) - Cost Action FP0603 „Forest models for research and decision support in sustainable forest management“ - Cost Action FP1001 “Usewood”
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