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Forschung in NaturwaldreservatenEin Kooperationsprojekt von WSL, ETH und BAFU
Vorbemerkung: Eine ausführliche Darstellung ist unter www.waldreservate.ch zu finden. Der Schweizer Wald wird seit Jahrhunderten intensiv genutzt. Die verbleibenden Urwaldreste (Abb. 1) sind verschwindend klein. Im Rahmen seiner Strategie "Waldbiodiversität" unterstützt der Bund seit 1991 (Revision Waldgesetz) die Schaffung von Naturwaldreservaten. Diese Flächen sollen über Jahrzehnte wieder Urwäldern ähnlich werden. Gegenwärtig sind rund 10'708 ha Schweizer Wälder (= 0,87% der Waldfläche) als Naturwaldreservate eingerichtet; dazu kommen der Bewirtschaftung entzogene Wälder in Komplexwaldreservaten. Doch wie entwickelt sich der Wald in diesen Reservaten? Gibt es tatsächlich Unterschiede zu bewirtschafteten Wäldern? Worin bestehen diese? Auf diese Fragen sucht der Bund eine Antwort, um die Wirkung seiner Reservatspolitik zu prüfen. Doch auch die Forschung ist an Naturwaldreservaten sehr interessiert: Es sind einzigartige Freilandlaboratorien, in denen zum Beispiel Fragen zu Waldentwicklung und Biodiversität untersucht werden können. Langjährige Forschung neu aufgerolltDie ETH erforscht schon seit 1948 die Waldentwicklung in Schweizer Naturwaldreservaten (Abb. 2), und die WSL untersucht ebenfalls seit rund 80 Jahren die Walddynamik in Reservaten, namentlich im Nationalpark und seit kurzem auch im Sihlwald und in den ukrainischen Karpaten. Die Professur für Waldökologie der ETH Zürich, die Eidgenössische Forschungsanstalt WSL und das Bundesamt für Umwelt bündeln nun ihre gemeinsamen Interessen in einem langfristig ausgerichteten Forschungsprojekt. ZieleEinerseits werden die vorhandenen Daten zur Waldentwicklung in den 39 ETH-Naturwaldreservaten ausgewertet und die Ergebnisse in der Schweiz und weltweit bekannt gemacht. Andererseits wird eine standardisierte, praktikable Methode für ein Schweizer Naturwaldmonitoring entwickelt. Dabei wird ein Teil der ETH-Reservate weiter beobachtet. Der Wert der Daten-Zeitreihen der bisherigen ETH-Reservate nimmt mit jeder neuen Inventur zu. Zusätzlich werden Reservate ins Beobachtungsprogramm aufgenommen, die es zweckmässig ergänzen. Die Verantwortung für die Datenaufnahme in den Reservaten liegt in Zukunft bei der WSL, in der Forschung arbeiten ETH und WSL zusammen. Um die Kantone einzubeziehen, wurde eine Begleitgruppe gebildet. Interne Projektmitarbeiter
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