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Schutzwaldmodell
Im Schutzwald stehen dem Bewirtschafter
verschiedene Managementstrategien zur Verfügung, zum Beispiel die Einleitung
der Verjüngung und Ergänzungspflanzungen nach Windwurf. Ein Prototyp eines
neuen Schutzwald-Simulationsmodells erlaubt es, den Nutzen und die Kosten
verschiedener Strategien langfristig abzuschätzen. Das Modell bildet wichtige
Eigenschaften und Prozesse von Schutzwäldern ab. Im Schutzwald (Abb. 1) ist es heute schwierig, Kosten und Nutzen von Managementstrategien langfristig abzuschätzen und verschiedene Strategien vergleichend zu bewerten. Ein Prototyp eines neuen Schutzwald-Simulationsmodells (Abb. 2) erlaubt solche Bewertungen. Aufbau in sechs ModulenDas Schutzwald-Simulationsmodell basiert auf einem modifizierten Markovketten-Ansatz und besteht aus sechs Modulen (Abb. 3, Brang et al. 2004, Brang et al. eingereicht):
Das Modell läuft in 10-Jahres Schritten über eine Periode von 150 Jahren. Ein systematisches Modifizieren der Modellparameter erlaubt es, die wichtigen Einflussfaktoren im Schutzwald herauszuschälen. Erste praktische AnwendungenDas Modell wurde auf vier Tagungsobjekte der Sommertagung 2006 der Gebirgswaldpflegegruppe angewendet, indem wir die Annahmen der Tagungsteilnehmer zur Bestandesentwicklung im Modell verwendeten. Die Simulationsergebnisse bestätigten teilweise die Einschätzung der Gruppen; es traten aber auch zu Überraschungen zu Tage. Überraschend war das gute Abschneiden eines Mischbestandes aus Lärche und Laubbäumen auf einem Buchenwaldstandort; hohe Störungsresistenz, fehlende Borkenkäfergefahr und rasche Verjüngung der Laubbäume führten dazu, dass hier die Schutzwirkung langfristig hoch sein dürfte. Kontakt
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