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Forschung und Wirkungskontrolle in Schweizer Naturwaldreservaten

Ein Kooperationsprojekt von WSL, ETH und BAFU

Aktuell:
  • Die Finanzierung des Bundes für die Schweizer Reservatsforschung für die Periode 2016-2019 wurde gesichert.
 
  • 2015 sind Inventuren in den Reservaten La Niva, Murgtal, Les Follatères, Mettlenrain-Höchi und Tamangur geplant.
 
   
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Abb. 1 - Das Naturwaldreservat Scatlè bei Brigels im Kanton Graubünden
 
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Abb. 2 - Totholz: wichtiges Habitat in Naturwaldreservaten

Fotos: P. Brang (WSL)


Der Schweizer Wald wird seit Jahrhunderten intensiv genutzt. Die verbleibenden Urwaldreste (Abb. 1) sind verschwindend klein. Im Rahmen seiner Strategie "Waldbiodiversität" unterstützt der Bund seit 1991 (Revision Waldgesetz) die Schaffung von Naturwaldreservaten. Diese Flächen sollen über Jahrzehnte wieder Urwäldern ähnlich werden. Ende des Jahres 2011 sind rund 29'087 ha Schweizer Wälder (= 2,5% der Waldfläche) als Naturwaldreservate eingerichtet; dazu kommen Komplexwaldreservate, in denen ein Teil des Waldes mit Naturschutzzielen bewirtschaftet wird.

Doch wie entwickelt sich der Wald in diesen Reservaten? Gibt es tatsächlich Unterschiede zu bewirtschafteten Wäldern? Worin bestehen diese? Auf diese Fragen sucht der Bund eine Antwort, um die Wirkung seiner Reservatspolitik zu prüfen. Doch auch die Forschung ist an Naturwaldreservaten sehr interessiert: Es sind einzigartige Freilandlaboratorien, in denen zum Beispiel Fragen zu Waldentwicklung und Biodiversität untersucht werden können.

Langjährige Forschung neu aufgerollt

Die ETH erforscht schon seit 1948 die Waldentwicklung in Schweizer Naturwaldreservaten (Abb. 2), und die WSL untersucht ebenfalls seit rund 80 Jahren die Walddynamik in Reservaten, namentlich im Nationalpark und seit kurzem auch im Sihlwald und in den ukrainischen Karpaten. Die Professur für Waldökologie der ETH Zürich, die Eidgenössische Forschungsanstalt WSL und das Bundesamt für Umwelt haben 2006 ihre gemeinsamen Interessen in einem langfristig ausgerichteten Forschungsprojekt gebündelt.

Ziele

Einerseits werden die vorhandenen Daten zur Waldentwicklung in den 39 ETH-Naturwaldreservaten ausgewertet und die Ergebnisse in der Schweiz und weltweit bekannt gemacht. Andererseits wurde eine standardisierte, praktikable Methode für ein Schweizer Naturwaldmonitoring entwickelt. Dabei wird ein Teil der ETH-Reservate weiter beobachtet. Der Wert der Lanzeitdaten der bisherigen ETH-Reservate nimmt mit jeder neuen Inventur zu. Zusätzlich werden Reservate ins Beobachtungsprogramm aufgenommen, die es zweckmässig ergänzen.

Buch "Waldreservate. 50 Jahre natürliche Waldentwicklung in der Schweiz"

Das Buch zeigt auf, wie die Walddynamik in den Schweizer Naturwaldreservaten seit 1960 abgelaufen ist, worin ­Naturwälder sich von bewirtschafteten Wäldern unterscheiden und inwiefern sie wieder zu Urwäldern werden. Es stützt sich dabei auf Resultate aus 50 Jahren Forschung in Schweizer Naturwaldreservaten und macht diese hiermit erstmals einem breiten Publikum zugänglich. Dabei werden 14 Naturwaldreservate porträtiert.

Kurzbeschreibung auf der Website des Haupt-Verlages

Kolloquium an der ETH und Buchvernissage

Am 14. November 2011 fand an der ETH Zürich im Rahmen der Montagskolloquien des ITES ein Kolloquium zur Reservatsforschung statt. --> Weitere Informationen.


       
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