|
Biodiversität
Landschaftsentwicklung
Management von Naturgefahren
Nachhaltige Ressourcennutzung
Waldökosysteme
Forschungseinheiten
Im Fokus
Mitarbeitende
Organisation
Aufgaben
Standorte
Geschichte
Jobs und Karriere
Kontakt und Anfahrt
Lawinengefahrenkarte für die Codelco Andina Kupfermine in ChileDie Codelco Andina Mine befindet sich in der Nähe des Aconcagua rund 80 km nördlich von Santiago. Der Tagbaubereich liegt im Cajon del Rio Blanco auf 3500-4000 m ü.M. Rund 20 km der Zufahrtstrasse sind lawinengefährdet (Abb. 1). Für ein Ausbauprojekt der Mine wurde das SLF beauftragt, eine Lawinengefahrenkarte auszuarbeiten.
Da zumindest Teile der Mine seit 1959 betrieben werden, sind etliche grosse Lawinen bekannt und aufgezeichnet. Aufgrund einer umfassenden Geländeanalyse konnte das SLF im Untersuchungsperimeter gegen 150 Anrissgebiete ausscheiden. Um die Lawinengefährdung zu bestimmen, wurden auch Lawinenberechnungen durchgeführt. Dazu wurde das am SLF entwickelte zweidimensionale RAMMS-Modell verwendet, mit dem Fliesslawinengeschwindigkeiten und Fliesshöhen flächig berechnet werden können. In Testlawinenzügen konnten wir die Berechnungsparameter verifizieren. Auf Gefahrenkarten werden extreme Lawinenereignisse dargestellt. Als Intensitätsgrenzen wurden in Anlehnung an die Schweizer Richtlinien 30 kPa für rotes Gefahrengebiet (inkl. Auslauf 10-jähriger Lawinen) und 3-30 kPa für blaues Gefahrengebiet definiert. Gebiete mit einer Restgefährdung, z.B. steile, ausgehobene Felsabbrüche in der Mine, wurden gelbem Gebiet zugeteilt. Das Beispiel in Chile hat gezeigt, dass die RAMMS-Lawinenberechnungen mit der Möglichkeit für Darstellungen in GIS (z.B. Karte mit maximalenLawinengeschwindigkeiten, Abb. 2) gute Grundlagen für die Ausarbeitung von Gefahrenkarten darstellen. Wichtig sind jedoch immer auch Begehungen vor Ort, die Berücksichtigung von vergangenen Lawinenereignissen und eine kritische Interpretation der Berechnungsresultate.
Kontakt |