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IFKIS-HydroInformationssysteme für hydrologische NaturgefahrenHochwasser und Murgänge verursachen in der Schweiz fast jährlich Schäden in Millionenhöhe. Prävention allein, v. a. raumplanerische und bauliche Massnahmen, genügt nicht. Um die Auswirkung von solchen Ereignissen im Ernstfall weiter zu begrenzen, braucht es Sicherheitskonzepte (Beurteilungsgrundlagen, Frühwarnung…) und Interventionspläne (Alarmierung, Sperrung, Evakuierung, Schadenwehr…). Dazu benötigen die lokalen Sicherheits- und Einsatzverantwortlichen rasch verfügbare Angaben zu Niederschlag und Abfluss aus ihrem Gebiet sowie zu Vorhersagen möglicher Entwicklungen. Basierend auf den Erfahrungen mit IFKIS*) in der Lawinenwarnung wurde deshalb IFKIS-Hydro als Frühwarn- und Informationssystem für hydrologische Gefahren entwickelt. Es hat sich seit 2004 in verschiedenen Gebieten zu einem wertvollen Hilfsmittel zur Bewältigung von hydrologischen Naturgefahren in kleinen Einzugsgebieten entwickelt. IdeeIFKIS-Hydro ist als Informations-Plattform konzipiert, in der gebietsspezifische Informationen zu Wetter, Niederschlag, Abfluss, automatischen Warnsystemen (z. B. Murgang) und Prognosen zusammengefasst werden. Dazu kommen die Meldungen der Beobachter vor Ort, um für das betreffende Gebiet bestmögliche Angaben über das aktuelle und absehbare Hochwasser- und Murganggeschehen zu erhalten. Beobachter
Automatische MessstationenLiegen die Beobachtungsstandorte nahe den möglichen Schadensgebieten, lässt sich mit Beobachtungen nicht immer eine genügende Vorwarnzeit erzielen. In diesem Fall sind automatische Messda-ten aus rückgelagerten Gebieten hilfreich. Dafür kann z. B. auf die Messstationen der Lawinenwarnung zurückgegriffen werden, die grösstenteils bereits mit Niederschlagsmessern ausgerüstet sind. Das Netz der Regenmessstationen wird ständig ausgebaut und weitere Ergänzungen sind vorgesehen. Prognosen und ModelleDurch die Vorhersage möglicher Entwicklungen wird Zeit für Interventions-massnahmen gewonnen. Deshalb spielen Wetter- und Niederschlagsprognosen eine wichtige Rolle. In Einzugsgebieten mit einer gewissen Mindestgrösse können auch Abflussprognosemodelle einen zusätzlichen Zeitgewinn bringen. Benutzeroberfläche von Ifkis-Hydro
InfoManager
NachhaltigkeitErfahrungen aus Unwetterereignissen sind flüchtig. IFKIS-Hydro soll deshalb das Erfahrungswissen langfristig sichern und für künftige Anwendungen bereithalten. So entwickelt sich ein besseres Verständnis der Zusammenhänge im jeweiligen Gebiet und zukünftige Ereignisse können mit den gesicherten Erfahrungen anhand des Ereigniskatasters bewertet werden. EinsatzgebieteIFKIS-Hydro wird bislang in verschiedenen Regionen der Kantone Bern, Glarus, Zürich und Wallis sowie im Fürstentum Liechtenstein eingesetzt. Weitere Projekte sind in Vorbereitung.
IFKIS-SihlDurch die Bauarbeiten am Bahnhof Löwenstrasse wurde die Abflusskapazität der Sihl um ca. 40% reduziert (kritische Bauphase 2008 - April 2011), was zu einer markanten vorübergehenden Verschärfung des Hochwasserrisikos um den Hauptbahnhof führte. Aus diesem Grund wird seit September 2008 für die Stadt Zürich und das Sihltal ein operationelles Hochwasservorhersagesystem eingesetzt. Mittels täglich durchgeführten Modellierungen können so Hochwasserereignisse frühzeitig erkannt werden. Um die Hochwasserspitzen und Volumina
berechnen zu können wird das hydrologische Modell PREVAH mit dem hydraulischen Modell FLORIS
gekoppelt. Die Wetterdaten werden dabei aus verschiedenen atmosphärischen
Vorhersagemodellen gewonnen. So sind nützliche Vorwarnzeiten von zum Teil bis
zu 5 Tagen möglich. (Weiterführende Informationen) *) IFKIS = Interkantonales Frühwarn- und Kriseninformationssystem Kontakt
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