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Können Steinschlagschutznetze Schneerutsche und Kleinlawinen stoppen?Steinschlagschutznetze sind optimiert, um grosse punktförmige Belastungen durch auftreffende Felsblöcke aufnehmen zu können. Das Ziel des Forschungsprojektes war, die Eignung von Steinschlagschutznetzen zum Auffangen von Schneerutschen und Kleinlawinen abzuklären und diese Systeme so zu optimieren, dass sie statische Schneedrucklasten und dynamische Lawinenlasten schadlos aufnehmen können.
Das Projekt ist in Zusammenarbeit mit dem alpS- Zentrum für
Naturgefahrenmanagement in Innsbruck, den Bergbahnen Fieberbrunn und Geobrugg
durchgeführt worden. Im Skigebiet von
Fieberbrunn in Österreich wurden zum Schutze eines Skiweges vor Schneerutschen
eine 15 m und eine 20 m lange Testverbauung mit einer Wirkungshöhe von je 5 m
erstellt. Das Tragwerkskonzept basiert auf einem Geobrugg-Steinschlagnetz mit
verkürztem Stützenabstand, schwächerem Netz (wegen Flächenlast), stärkeren
Bremsringen (grössere Ansprechkraft) und stärkeren Rückhalteseilen. In den vier
Versuchswintern konnten wertvolle Informationen über die Interaktion zwischen
Steinschlagschutznetzen und Schneerutschen gewonnen werden. Es konnten
erfolgreich Kleinlawinen gestoppt werden. Das Auffangvermögen des 5 m hohen
Steinschlagschutznetzes hat sich jedoch als zu gering erwiesen. Weiter wurde
festgestellt, dass an Standorten, wo mit Schneerutschen zu rechnen ist,
verstärkte Stützenfundamente erforderlich sind. Entscheidend für den wirkungsvollen Schutz sind
maximal mögliche Schneehöhe, zu erwartende Schneemasse, Höhe der Barriere und
die relative Position zum Schutzobjekt. Als Ergänzung zu den Versuchen in Fieberbrunn wurden
im Winter 2005/06 an weiteren Standorten in der Schweiz und in Österreich
Steinschlagschutznetze untersucht, die von Lawinen- und Schneedruckkräften
belastet wurden. Auf
der Grundlage der durchgeführten Untersuchungen konnte ein Bemessungskonzept
ausgearbeitet werden, das einen optimierten Einsatz von Steinschlagnetzen unter
Steinschlag-, Lawinen- und Schneedruckeinwirkungen ermöglicht. Einerseits
müssen die möglichen Einwirkungen infolge Schneedruck und Lawinen bestimmt
werden, andererseits müssen die dadurch verursachten Systemkräfte mit
denjenigen durch Steinschlag verglichen werden. Kontakt
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