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Hitzesommer (Bild: C. Schär) |
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Video des Projekts Drought-CH auf NFP61.CH |
Die
Klimafolgenforschung geht davon aus, dass Trockenheit und Hitzewellen in der
Schweiz im Zuge des Klimawandels zunehmen werden. Die extreme Trockenheit und
Hitzewelle des Jahres 2003 führte vor Augen, welche ökologischen, sozialen und
wirtschaftlichen Folgen ein solches Ereignis in der Schweiz haben kann. Es
wurde auch deutlich, dass die betroffenen Handlungsbereiche auf solche
Trockensituation (z. B. Wasserversorgung, Landwirtschaft, Energieproduktion,
Gesundheit, Tourismus) zum Teil unzureichend vorbereitet waren. Eine
Voraussetzung für die Vermeidung von Schäden im Sinne des Vorsorgeprinzips ist
der Zugang zu relevanten Informationen zur Früherkennung.
Ziel des Projektes ist
es, ein besseres Verständnis über die Entstehung und Auswirkungen von
Trockensituationen in der Schweiz zu gewinnen, um die Bereitstellung von Informationen
zur Früherkennung zu verbessern. Das Projekt umfasst naturwissenschaftliche und
sozialwissenschaftliche Arbeitspakete: Zum einen werden die Effekte von
Trockenheit auf Ökosysteme, Boden, Oberflächengewässer und Grundwasser durch
hydrologische und klimatologische Analysen untersucht. Zum anderen werden die
Auswirkungen und Kosten von Trockensituationen sowie der potentielle Nutzen von
frühzeitig bereitgestellten Informationen und möglichen Anpassungsstrategien
evaluiert. Zusammen mit Praxisakteuren aus verschiedenen wasserrelevanten
Handlungsfeldern wird ein Prototyp einer virtuellen Informationsplattform für
Trockenheit in der Schweiz entwickelt.
In der Forschungseinheit Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der WSL werden zwei Arbeitspakete bearbeitet:
Ziel ist, jene
Indikatoren für die Früherkennung zu identifizieren, die aus Sicht der
verschiedenen von Trockenheit betroffenen Nutzergruppen zentral sind. Damit
wird gewährleistet, dass die Informationsplattform für Trockenheit in der
Schweiz auch den Bedürfnissen der voraussichtlichen Nutzer/innen entspricht.
Neben den Indikatoren werden daher auch die Bedürfnisse und Anforderungen der
verschiedenen Nutzergruppen an die Bereitstellung von Informationen zur
Früherkennung erhoben.
In diesem Teilprojekt entwickeln wir operationelle Vorhersageinstrumente für Niedrigwasser und Schneewasser-Verteilung in der ganze Schweiz. Dazu verweden wir das Modell PREVAH angetrieben mit beobachteten und modellierten meteorologischen Variablen (COSMOLEPS, ECMWF EPS). Die aktuelle Schneewasser-Verteilung in den Alpen wird neu in das hydrologische Modell assimiliert.
In diesem Arbeitspaket
werden Art und Ausmass der potentiellen Auswirkungen von Trockenperioden sowie
der Nutzen von Früherkennung untersucht. Im Zentrum der Analyse steht, wie
wasserrelevante Nutzergruppen bisher mit Trockenperioden umgegangen sind,
welche Schäden in verschiedenen Trockenheitsszenarien entstehen können und
welchen Beitrag eine Informationsplattform zur Früherkennung und zur Vermeidung
von potentiellen Schäden leisten kann. Eine grobe Kostenabschätzung und
Evaluierung verschiedener Finanzierungsformen für den Betrieb einer virtuellen
Informationsplattform ergänzen die Untersuchung des ökonomischen Nutzens
der Früherkennung von Trockenperioden.
Basierend auf den Grundlagen, welche in den übrigen Teilprojekten erarbeitet werden, soll abschliessend ein Prototyp für eine Internet-basierte Informations-Plattform zur Früherkennung von Trockenheit entwickelt werden.
Forschungseinheit Wirtschafts-
und Sozialwissenschaften:
Forschungseinheit
Gebirgshydrologie und Wildbäche:
Schweizererischer Nationalfonds (SNF), Nationales
Forschungsprogramm NFP 61: "Nachhaltige Wassernutzung" >>>