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Projektdauer: 2004 - 2007

Ermittlung der regionalen Freiraum-Erholungsnutzung (Wald und Offenland) im periurbanen Raum

Erholungsgebiet
Periurbanes Erholungsgebiet
Foto: B. Degenhardt (WSL)

Mit der Zunahme der Freizeit ist Freiraumerholung in den letzten Jahrzehnten immer wichtiger geworden. Dabei wird im periurbanen Raum der Druck auf Naherholungsräume (Offenland- und Wald-Erholungsräume innerhalb einer Region) immer grösser.

Um die Verdrängung der Naherholungsräume durch z.B. Strassenbau sowie Nutzungskonflikte durch die verschiedenen Naherholungsaktivitäten (z.B. Wandern, Spazieren gehen, Rad fahren) in periurbanen Räumen zu vermeiden, werden Instrumente regionaler Gesamtplanung benötigt, die räumlich explizite Informationen zu Nachfrage, Potential und Intensität der verschiedenen Nutzungen in der Region berücksichtigen. Für eine robuste Modellierung der Erholungsnutzung auf regionaler Ebene fehlt es bisher jedoch an genügend vertieften empirischen Erkenntnissen über die räumlichen und sozialen Kriterien, die das Erholungsverhalten bestimmen sowie Erkenntnisse, wie dieses Wissen effizient für die Prognose der regionalen Erholungsnutzung operationalisiert werden kann.

Das Ziel des vorliegenden Projektes ist es entsprechend auf regionaler Ebene

  • die räumlichen und sozialen Kriterien zu ermitteln, die das unterschiedliche Naherholungsverhalten bestimmen und
  • ein robustes und übertragbares Naherholungsmodell für Flächen und Weglinien zu entwickeln.

Die im Rahmen des Projektes gewonnenen Erkenntnisse sollen es erlauben, Nutzungskonflikte zwischen Freiraumerholung und anderen Nutzungsarten zu ermitteln und die Auswirkungen von Landnutzungsänderungen in der Region auf die Naherholungsnutzung zu simulieren.

Die Projektziele sollen über fünf Forschungsphasen erreicht werden: eine Induktionsphase (qualitative Interviews, Fokusgruppe), eine Deduktionsphase (repräsentative Befragung), eine Modellierungsphase (statistische Analysen, Implementierung in GIS), eine Validierungsphase (stichprobenweise Erfassung der tatsächlichen Erholungsnutzung, Abgleich mit statistischen Erwartungswerten) und einer Umsetzungsphase (Erstellen von Erholungsnutzungskarten, Merkblätter, Publikationen).

Das Projekt ist in die europäische COST-Aktion E33 eingebunden und in das Programm "Landschaft im Ballungsraum" der WSL integriert.

Pressetexte

Lob für den Naherholungsraum, Einwohnerzeitung Stadt Frauenfeld, Nr. 32 - Frühling 2009, 21.03.2009, S.6. http://www.frauenfeld.ch/documents/frauenfeld_ch_2005_05.pdf

Frauenfeld steht der Schweiz Modell, Thurgauer Zeitung, 08.02.2007, S.23. http://extern.thurgauerzeitung.ch/custom/link/default.cfm?tree=12&vorlage=3

Beteiligte

Projektleitung: Dr. Matthias Buchecker
Projektbearbeitung: Dipl.-Psych. Barbara Degenhardt (Dissertation)
Fachliche Begleitung und Doktorvater: Prof. Dr. Heinz Gutscher
Finanzierung:
Bundesamt für Bildung und Wissenschaft, Bern BBW
Zusammenarbeit: Dr. Phillipe Duc
PD. Dr. Felix Kienast

Kontakt

Stichworte Freiraumerholung, GIS-Modell, Landnutzung, Sozialforschung, regionale Entwicklung, Naherholung, Nutzungskonflikt, Landschaftspräferenz, Offenland, Wald