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Fiskalische Instrumente und FlächeninanspruchnahmeProjektinfo
Die Siedlungsfläche in der Schweiz hat sich in
den letzten beiden Jahrzehnten zu Lasten der Landwirtschaftfläche ausgedehnt.
Das Wachstum der Siedlungsfläche setzt
sich aktuell fort, wenn auch gemäss ersten Ergebnissen der Arealstatistik
2004/09 mit etwas niedrigeren Raten als in den 1980er und 1990er Jahren. Die gegenwärtige Siedlungsentwicklung ist
problematisch, weil sie zum einen hohe Wachstumsraten und hohe Bauzonenreserven
aufweist sowie teilweise ausserhalb der Bauzone stattfindet. Ausserdem ist es
für viele Kantone schwierig, den Sachplan Fruchtfolgeflächen einzuhalten. Zum
anderen ist die Siedlungsentwicklung problematisch, weil sie mit primären und
sekundären Folgen verbunden ist. Zu den primären Folgen gehören u.a. der
Verlust von Freiflächen und Kulturland, Zersiedlung und andere Veränderungen
der Siedlungsstruktur, Landschaftszerschneidung und Bodenversieglung. Zu den
sekundären Folgen zählen u.a. Beeinträchtigungen des Wasserhaushalts im Boden,
Veränderungen der Biodiversität, Beeinträchtigungen der Landschaftsästhetik,
Veränderungen von Boden- und Immobilienpreisen oder Folgekosten für die
Errichtung von Infrastrukturen. Diesen Befunden zur aktuellen Siedlungsentwicklung in der Schweiz stehen verschiedene Ziele des Bundes gegenüber. Im Raumplanungsgesetz ist festgelegt, den Boden haushälterisch zu nutzen, die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen, die Landschaft zu schonen und die Siedlungen in ihrer Ausdehnung zu begrenzen (RPG, Art. 1 und Art. 3). Bauzonen sollen innert 15 Jahren benötigt und erschlossen werden (RPG, Art. 15b). Der Schweizer Bundesrat setzt in seiner „Strategie Nachhaltige Entwicklung: Leitlinien und Aktionsplan 2008-2011“ das Ziel, „im Sinne einer Referenzgrösse [...] die Siedlungsfläche bei 400 m2 pro Kopf der Bevölkerung“ zu stabilisieren (derzeit 397 m2, Bundesrat 2008). Um diese Ziele zu erreichen, werden neben einer Reform der
traditionellen Instrumente der Raumordnung und Raumplanung zunehmend
marktwirtschaftliche Steuerungsmechanismen und vor allem die Anwendung
fiskalischer Anreizinstrumente geprüft. Offen ist jedoch derzeit, welche
Steuern und Subventionen eingesetzt oder modifiziert werden sollten, um das Wachstum der Flächeninanspruchnahme zu bremsen, und welche Wirkungen sie entfachen
können. Das vom Bundesamt für Umwelt BAFU beauftragte Projekt verfolgt drei Ziele:
Publikation
Projektteam WSLForschungseinheit Wirtschafts- und Sozialwissenschaften:
Kontakt
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