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Handelbare Flächennutzungszertifikate in der Schweiz
Das Wichtigste in KürzeBeim Forschungsprojekt „Handelbare Flächennutzungszertifikate in der Schweiz“ handelt es sich um ein vom Schweizerischen Nationalfonds gefördertes und finanziertes Projekt, das im Rahmen einer Dissertation bearbeitet wird. Die Forschungsarbeit untersucht, inwiefern sich das Instrument "Handelbare Flächennutzungszertifikate (FNZ)" zur Reduktion des Flächenverbrauchs und Zersiedelung eignet. Kern des Instruments ist der Handel von begrenzten Rechten zur Bebauung von Flächen. Das Instrument wird mittels einer Agentenbasierten Simulation erforscht, in die zahlreiche georeferenzierte Daten einfliessen. Hintergrund und ProjektzielIn der Schweiz wird pro Sekunde ca. 1 m2 Land verbaut. Dies entspricht der Fläche von elf Fussballfeldern pro Tag oder zwei Mal der Fläche der Stadt Genf pro Jahr. Dieser hohe Flächenverbrauch widerspricht dem in Art. 1 des Raumplanungsgesetz (RPG) festgelegten Planungsziel eines haushälterischen Umgangs mit der Ressource Boden. Die bisher zur Erreichung dieses Ziels eingesetzten Raumplanungsinstrumente sind damit als wenig erfolgreich einzustufen. Daher sollten diese Raumplanungsinstrumente sinnvoll korrigiert und ergänzt werden. Für die Ergänzung der bestehenden Instrumente setzt das Forschungsprojekt „Handelbare Flächennutzungszertifikate in der Schweiz“ bei den bestehenden Bauzonenreserven an. Gemäss einer Studie vom Bundesamt für Raumentwicklung ARE reichen die heutigen Bauzonenreserven aus, um die Nachfrage nach Bauland der nächsten 25 Jahre zu decken. Allerdings liegen die Reserven weitgehend nicht am Ort der Nachfrage. Ziel des Forschungsprojekts ist es, in Ergänzung zu den bisherigen Raumplanungsinstrumenten einen Vorschlag für das Instrument der handelbaren Flächennutzungszertifikate zu entwickeln. Damit soll ein Weg aufgezeigt werden, wie mit Hilfe des Zertifikatshandels die vorhandenen Reserven (unbebaute Bauzonen) verschoben werden können und zwar dorthin, wo eine Nachfrage besteht. Dies trägt bei einer Plafonierung der Bauzonen auch zu einer Reduktion der Flächenneuinanspruchnahme bei. Was sind Flächennutzungszertifikate?
Flächennutzungszertifikate
(FNZ) sind ein mengensteuerndes, ökonomisches Instrument, vergleichbar mit dem
umweltökonomischen Instrument des Emissionszertifikats. Umweltökonomische
Instrumente lassen sich in fiskalische Instrumente (Steuern und Abgaben) sowie
in mengensteuernde Instrumente (handelbare Zertifikate oder Kontingente)
einteilen. Die mengensteuernden Instrumente verfolgen das Ziel, die
Umweltbelastung – im Falle der FNZ den Flächenverbrauch – auf eine vorab
festgelegte Menge an Emissionen oder nutzbarer Ressourcen zu senken. Der Preis für die Zertifikate bildet sich
durch Angebot und Nachfrage auf dem entsprechenden Markt. Die Flächennutzungszertifikate
in diesem Projekt beziehen sich auf ein Bebauungsrecht und nicht, wie ebenfalls
möglich, auf eine neue Einzonierung, eine erlaubte Nutzungsdichte oder
Stockwerkshöhe. Weitere Informationen (TDR in den USA) findet man z.B. hier: TDR: An Innovation Story Ansprechpersonen
Administrativer Rahmen und Bearbeitung des ProjektsDas Forschungsprojekt ist vom Schweizerischen Nationalfonds SNF für den Zeitraum 2009-2012 finanziert und wird als Dissertation an der EPFL (Doktorandenprogramm EDCE) eingereicht. Unterstützt und begleitet wird das Projekt von folgenden Forschungsgruppen bzw. Instituten:
Kurzinfo
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