Die Freizeit- und Erholungsfunktion des
Ökosystems Wald hat in den letzten Jahren eine Aufwertung erfahren. Ein nachhaltiges Waldmanagement und eine effektive, multifunktionelle
forstliche Planung erfüllen nicht nur die Funktionen Schutz und Nutzung, sondern fördern auch die Wohlfahrts- und Erholungsfunktion von Wäldern. Dafür braucht es nicht nur naturräumliche Informationen und Kenntnisse der
gesellschaftlichen Ansprüche, sondern auch das Verständnis davon, wie de facto
Entscheidungen zur Waldbewirtschaftung und zum Management der verschiedenen
Waldfunktionen getroffen werden.
Im Forschungsprojekt wird aus Perspektive der Governance-Forschung untersucht, welche Akteure, Institutionen (formale und informelle Regeln) und Koordinationsformen das Management von Freizeit und Erholung im Wald beeinflussen. So können die Governance-Strukturen und -Prozesse der Freizeit- und Erholungsnutzung von Wäldern ermittelt und hinsichtlich ihrer Wirksamkeit bewertet werden. Die Erkenntnisse sollen in einem Wissensmanagementtool gebündelt werden, zukünftig die Planungseffektivität erhöhen und ein nachhaltiges multifunktionelles Waldmanagement fördern.
Das Projekt untersucht Entscheidungsprozesse
der forstlichen Planung und der Freizeit- und Erholungsnutzung von Wäldern. Dabei werden im Einzelnen die folgenden Ziele verfolgt:
Das Projekt wird in der Gruppe Regionalökonomie und -entwicklung der Forschungseinheit Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der WSL bearbeitet.
Das Projekt wird u.a. vom Staatsekretariat für Bildung und Forschung (SBF) im Rahmen der COST Action FP0804 FORSYS finanziert.