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Gesellschaftliche Wahrnehmung von Naturereignissen und insbesondere des Sturmes "Lothar"
Der Orkan Lothar fegte am 26. Dezember 1999 über die Schweiz und hinterliess deutliche Spuren im Wald und an Infrastrukturanlagen. Viele Menschen fühlen sich durch das Ereignis und die resultierenden Folgen mittel- oder unmittelbar betroffen. Je nach Art der erlebten Betroffenheit könnte dies das Umweltbewusstsein genauso wie den Umgang mit Natur beeinflussen. Noch ist unklar, welche Einstellungen gegenüber dem Sturmereignis und seinen Folgen in der Bevölkerung vorzufinden sind und worauf die Urteile beruhen. Das Erfassen dieser An- und Einsichten ist nicht nur im Kontext des Einzelphänomens Lothar genauso von wissenschaftlicher wie von praktischer Bedeutung, sondern generell für den Umgang mit Naturgefahren. Die Behörden sind in ihren Entscheidungen zusätzlich spezifisch mit den Interessen besonders Betroffener konfrontiert, sei es aus der Forstwirtschaft (Wald aufräumen) oder dem Umweltschutz (Totholz liegen lassen). Für einen adäquaten Umgang mit den angesprochenen Interessen und Bedürfnissen ist deren Kenntnis unabdingbar. Die Kenntnis der jeweiligen Interessenlagen und Beweggründe hilft Konflikte vorzubeugen respektive zu lösen. Damit die angesprochenen Ziele erreicht werden können, benötigen die Behörden deshalb das Wissen und das Verständnis über die Einstellungen der breiten Bevölkerung sowie der besonders involvierten Interessengruppen. In zwei Teilprojekten wird Hintergrundwissen zu den genannten Themen erarbeitet: Das Teilprojekt "Wahrnehmung der Bevölkerung - Bevölkerungsbefragung" erfasst die Einstellung der breiten Bevölkerung zu Lothar und grundsätzlich zu Natur und Naturereignissen. Im Teilprojekt "Wahrnehmung direkt betroffener Interessengruppen" werden Ansichten und Vorstellungen von verschiedenen Interessengruppen aufgezeigt.
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