[active_canker] [hypovirulent_canker]
Active (left) and hypovirulent (right) cankers on European chestnut.

Entwicklung des Kastanienrindenkrebses


Ursula Heiniger (Projektleiterin)

English

Inhaltsverzeichnis:

Problemstellung

Ziel des Projekts

Methode

Laufende und geplante Arbeiten

Publikationen

Weitere Informationen

Beteiligte

Problemstellung

Alle Kastanienwälder der Alpensüdseite sind vom Kastanienrindenkrebs Cryphonectria parasitica befallen. Italienische und eigene Untersuchungen zeigten, dass die Krebsentwicklung sich im Laufe der Zeit verlangsamt und die hypovirulente Form des Erregers sich ausbreitet. Demgegenüber wird aus der Praxis gemeldet, dass der Kastanienrindenkrebs zunimmt.

Ziel des Projekts

Mit Langzeitbeobachtungen soll die Dynamik der Krebsentwicklung beschrieben werden: Veränderung der Krebsintensität, Zu- oder Abnahme von oberflächlichen und aktiven Krebsen. Mit der Charakterisierung von isolierten C. parasitica-Stämmen soll gezeigt werden, ob die Verbreitung von hypovirulenten Stämmen die Krebsentwicklung erklärt oder ob weitere Faktoren (Ontogenie der Bäume, Witterung, Standort etc.) eine Rolle spielen. Der Einfluss des Standortes, der Exposition und der Bestandesstruktur etc. auf die Krebsentwicklung wird im Flächenvergleich ermittelt.

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Methode

Auf der LWF-Flächen mit Kastanienbestockung (Novaggio), werden alle Krebse kartiert, angesprochen und gemessen. Zusätzlich werden aus ausgewählten Krebsen C. parasitica Isolate gewonnen und deren Typ (weiss oder orange, resp. hypovirulent oder virulent; siehe Abb. 1a) und die vegetative Kompatibilitäts-(v-c; siehe Abb. 1b und 1c) Gruppe bestimmt. Die Messungen und Isolationen werden jährlich wiederholt.

Die Messresultate werden mit Erhebungen auf den Dauerbeobachtungsflächen der Gruppe Phytopathologie in Lumino und Gnosca (TI) verglichen.

[<I>Cryphonectria parasitica</I> culture] Abb. 1a Abb. 1b Abb. 1c

Laufende und geplante Arbeiten

Die Methode wurde in den Flächen Lumino und Gnosca (Bissegger, 1993) entwickelt.

1996-1998: Jährliche Messungen der Krebse, C. parasitica Isolation und Charakerisierung
1999: 4. jährliche Messung der Krebse, C. parasitica Isolation und Charakerisierung, Auswertung der Daten, Publikationen

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Publikationen

Bissegger M. 1993. Populationsstruktur und -dynamik von Cryphonectria parasitica in Schweizer Edelkastanienwäldern (Castanea sativa). Diss. ETH-Z. Nr. 10275.

Bissegger M., Rigling D., Heiniger U. 1997. Population structure and disease development of Cryphonectria parasitica in European chestnut forests in the presence of natural hypovirulence. Phytopathology 87: 50-59. (abstract)

Conedera M. 1991. La situazione del cancro corticale del castagno (Cryphonectria (Endothia) parasitica (Murr.) Barr.) al Sud delle Alpi (Svizzera meridionale). Schweiz. Z. Forstwes. 142: 283-298.

Heiniger U., Bissegger M. 1994. Population structure of Cryphonectria parasitica in Swiss Chestnut stands. In: Proc. Am. Chestnut Symp. Mortgantown, V. W. 1992: 143-147.

Heiniger U., Rigling D. 1994. Biological control of chestnut blight in Europe. Ann. Rev. Phytopathology 32: 581-599.

Weitere Informationen

Weitere Projekte zum Kastanienrindenkrebs
  • WSL Projekt 3.95.976 Kastanienrindenkrebs in Weggis, Phytosanitäre Massnahmen und Bekämpfung mit Hypovirulenz.
  • WSL-Projekt 3.96.1026: Die Bedeutung der Holzlagerung von Kastanie für die Epidemiologie der virusinduzierten
  • Hypovirulenz beim Kastanienrindenkrebs (Cryphonectria parasitica). WSL-Projekt 3.96.1036: Ausbreitung und Stabilität des Cryphonectria Hypovirus (CHV) bei Cryphonectria parasitica.

Beteiligte

Projekt 6.95.944 "Entwicklung des Kastanienrindenkrebses"

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