Gaswechsel und Wachstum von Koniferen unter erhöhtem CO2-Gehalt in der Umgebungsluft

Rudolf Häsler (Projektleiter)
Roman Zweifel
Arnold Streule

In den Alpen Zentraleuropas schützen viele Wälder Dörfer und Strassen vor Steinschlag und Lawinen. Deshalb ist es von Interesse zu Wissen wie Waldbäume auf den CO2-Anstieg in der Luft reagieren. Um über diese Probleme mehr zu wissen begannen in den letzten Jahren viele Langzeit-Begasungsversuche:

Fragen

Gibt es eine Änderung der Photosynthese- und Transpirationsraten unter erhöhtem CO2 Gehalt?

Gibt es eine Anpassung von Photosynthese und Transpiration an den CO2-Anstieg in der Umgebungsluft?

1. Gaswechsel und Wachstum junger Fichten (Picea abies)unter normaler und CO2-angereicherter Umgebungsluft

Fokus:

Das Wachstum und den Ökophysiologischen Effekt von Bäumen unter erhöhtem CO2 Gehalt in der Umgebungsluft zu verstehen.

Fünf junge Fichten (Picea abies) wurden 1993 in jedem der drei begasten FACE Versuchsflächen gepflanzt, und 4-5 auf den drei Kontrollflächen. Alle Bäume sind gesprossen vor dem Experiment. Die Untersuchungen begannen im Frühling 1994. Baumhöhe und Nadellänge wurden jedes Jahr gemessen. Mit eienem LiCor 6200 Porometer und einer Walz Miniküvette wurde der Gaswechsel die ganze Vegetationsperiode hindurch gemessen.

In Zusammenarbeit mit:

2. Gaswechsel von Zweigen ausgewachsener Koniferen auf subalpinen Flächen unter dem Einfluss erhöhter CO2 Konzentration in der Luft

Fokus:

Die Oekophysiologische Reaktion von Bäumen in einem Gebirgswald resp. an der Waldgrenze zu verstehen. Im besonderen interessiert die Reaktion von Netto-Photosyntheserate und Transpiration unter den veränderten Umweltbedingungen.

An der Waldgrenze (Versuchsfläche Stillberg) und in einem subalpinen Wald (Versuchsfläche Seehornwald) werden Zweige ausgewachsener Bäume in klimatisierten Gaswechselkammern während mehreren Jahren mit ungefähr 700 ppm CO2 begast. Die Begasung begann 1993 mit Zweigen die direkt in der Kammer eingeschlossen sind.

In Zusammenarbeit mit:

Prof. Dr. Hannes Flühler, Institute of Terrestrial Ecology

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