Modell einer Rottenaufforstung mit Fichte für Gebirgswaldaufforstungen   Bepflanzung einer potentiellen Aufforstungsfläche mit Kleinkollektiven im Schutzwald
Wald mit hoher Schutzfunktion
Eine Pflanzung ist dringlich, darum keine zeitliche Staffelung.
Wald mit geringer Schutzfunktion 
Zur Unterstützung der natülichen Verjüngung kann die Bepflanzung zeitlich Gestaffelt werden.
Bis 10 Jahre nach der Pflanzung
Mulden, Schneelöcher nicht bepflanzen
Waldbrandfläche oberhalb Müstair
Fichten gepflanzt mit einer Lochpflanzung auf Tellerberme (20 bis 30 Stück).
Bäume mit 70 cm Pflanzabstand
Pflanzungen auf Geländerhöhungen
Die Ansicht nach der Pflanzung  ( Einzelbäume
in
Teilrotten) auf verjüngungsfreundlichen Kleinstandorten.
Das Anwuchs und Jungwuchsstadium nach dem Pflanzschock.
Die Freiflächen sind für Naturverjüngung, Bodenschürfungen,  Saaten oder spätere Pflanzungen bestimmt.
10 bis 40 Jahre nach der Pflanzung
Die Randbäume sind anfällig auf Wildschäden
Einzelbäume schliessen sich zum Kollektiv
Zusammenschluss der Einzelbäume
Aufforstung oberhalb Andermatt
Gegen  Schneebewegungen können einzelne Rotten gut geschützt werden
Zusammenschluss der Einzelbäume zu Klein-kollektiven. Die Bäume trotzen nun den Witterungsbedingungen im Schutz einer Gruppe.
Pflanzungen sind immer unterhalb von Verbauungen anzuordnen.
Bei ausbleiben der natürlicher Verjüngung können weitere Lücken mit Pflanzungen geschlossen werden.
40 bis 80 Jahre nach der Pflanzung
Schutzfunktion erreicht
Rottenpflege in einer homogenen Aufforstung
Ausformen einer rottigen Struktur
Rottenpflege
Reichlich Äsungsangebot für Wildtiere vorhanden
Zusammenschluss der Kleinkollektive zu den endgültigen Rotten. Eine erste Pflege der Rotten wird nötig.
Begünstigen der natürlichen Verjüngung. Mit einer  Pflege der Rotten erhalten wir eine stabile Struktur.
Das unregelmässige Mosaik von Baumgruppen beeinflusst die Schneeablagerung und die Ausaperung positiv.
80 bis 120 Jahre nach der Pflanzung
Hohe Schutzfunktion erreicht
Hohe  Biodiversität
Gut strukturierter, stabieler Gebirgswald
Flächig  aufgeforsteter Bestand
Licht und Wärme erreichen den Boden
Frühzeitig werden ganze Rotten genutzt und die Verjüngung eingeleitet, damit wir die obtimale Bestandesstruktur erhalten.
Labiles, homogenes, dunkles Baumholz anfällig auf Windwurf und Borkenkäfer.
Die ökologische Vielfalt und das Äsungs-angebot für Wildtiere bleiben erhalten. Stark reduzierte Anfälligkeit gegen Windwurf.


Bestehende, ältere Rottenaufforstungen in der Schweiz

 
Luftbild

Rottenaufforstung Fengst

Jahr der Aufforstung 1964
Kollektivdurchmesser 8 Meter
Pflanzabstand 0.7 Meter

Zu dichter Pflanzabstand

Rottenaufforstung Martina

Jahr der Aufforstung ca. 1950
Kollektivdurchmesser 5 Meter
Pflanzabstand 0.2 Meter

Zu grosse Rottendurchmesser

Rottenaufforstung Prodavos

Jahr der Aufforstung 1977
Kollektivdurchmesser 13 Meter
Pflanzabstand 0.6 Meter

Aufforstung mit Lawinenverbau

Rottenaufforstung Kirchberg bei Andermatt

Jahr der Aufforstung 1957-1970
Kollektivdurchmesser 4 Meter
Pflanzabstand 0.7 Meter

Waldbrandfläche

Rottenaufforstung Müstair

Jahr der Aufforstung 1984-1985
Kollektivdurchmesser 3-4 Meter
Pflanzabstand 0.8 Meter


Ulrich Wasem
Eidg. Forschungsanstalt WSL
8903 Birmensdorf
Bilder:
U. Wasem
W. Schönenberger

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