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Rindenläuse (Cinara
cembrae) an Arve
| In Aufforstungen mit Arve (Pinus cembra) sind häufig
grosse Kolonien von Rindenläusen an Ästen und Stämmen
zu beobachten. An der oberen Waldgrenze (1800 bis 2100 m ü. M.)
bilden die Läuse nur noch auf warmen, geschützten Kleinstandorten
grössere Populationen. An schattigen Nordhängen oder windexponierten
Kuppen finden sich nur vereinzelte Exemplare. Das Entstehungspotential
der Läuse korreliert eng mit den jährlichen Klimaschwankungen
zwischen Mai und September. In einem kühlen, feuchten Sommer
entstehen nur kleine Kolonien. Eine warme, trockene Witterung fördert
Massenvermehrungen. |
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| Die Pflanzensaftsauger benötigen ein Jahr, um ihren Lebenszyklus
komplett zu durchlaufen. Nach dem Überwintern der Eier auf den
Nadeln der Wirtsbäume schlüpfen im Frühjahr, trotz
Schnee und Nachtfrösten, die ersten Larven (Fundatrices).
Diese Läuse entwickeln sich zu den Stammmüttern der Kolonie.
Im Laufe des kurzen Bergsommers werden Geschlechtstiere gebildet.
Typisch für Cinara cembrae ist die Ausbildung geflügelter
als auch ungeflügelter Männchen. Die grösste Anzahl
Läuse saugten Ende Juli und Anfang August an Stämmen und
Ästen der Arven. Beschützt, gehegt und gepflegt werden die
Arvenläuse durch Gebirgsameisen (Formica aquilonia), welche
ihren Lohn in Form von Honigtau erhalten. Die letzte Generation der
Rindenläuse sind männliche und weibliche Individien. Die
eierlegenden Läuse verlassen im August die Kolonie und kleben
ihre Eier an die Innenseite der Nadeln ihrer Wirtsbäume. |
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Während der Vegetaionsperiode vermehren sich
die Rindenläuse lebendgebährend.
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Frisch abgelegte Eier sind hellbraun, nach einigen
Tagen werden sie glänzend schwarz.
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Bei einer Massenvermehrung können Rindenläuse das Wachstum
junger Arven beeinflussen. Pilzerkrankungen (Triebsterben
Gremmeniella sp.) und Läusebefall waren häufig
an den gleichen Bäumen zu beobachten. Eine Annahme ist, dass
die Läuse Pilzsporen auf benachbarte Wirtspflanzen übertragen
können.
Die klimatischen Bedingungen an der Waldgrenze sind für die
Arvenläuse limitierend. Oft kann der Lebenszyklus der Läuse
nicht auf allen Standorten abgeschlossen werden und nur wenige Kolonien
überleben.
| Zeichnungen: |
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Mihailo Grbic,University of Belgrade
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| Bilder: |
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Ulrich Wasem |
Eidgenössische Forschungsanstalt WSL
8903 Birmensdorf
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