[WSL] Forschung Dienstleistungen Neues

Otto Ulrich Bräker
WSL CH-8903 Birmensdorf
Professur Forsteinrichtung und Waldwachstum ETH Zürich
Skript: Prof. Dr. Peter Bachmann
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Inhalt Script:
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundlagen des Waldwachstums
3 Wachstum des einzelnen Baumes
4 Bestandeswachstum
5 Beeinflussung des Baum- und Bestandeswachstums
6 Wachstumsmodelle
7 Entwicklung im Forstbetrieb
Literaturverzeichnis
Glossar
Repetitorien
Lösungen

Waldwachstum I/II
Index - Inhalt
Glossar

Quellen: Professuren Waldwachstum, Waldbau, LFI-WSL

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Ableger, Marcotte - Margotta - Rooted branch
Mit dem Mutterbaum verbundener Ast, der sich bei Bodenkontakt bewurzelt hat.
Altersklasse, classe d'âge - classe di età
Zusammenfassung aller gleichaltrigen Bestände einer Produktions- oder Verwaltungseinheit zu Klassen von 10 oder 20 Jahren als Grundlage für die forstliche Nachhaltigkeitskontrolle in schlagweisen Hochwäldern.
Anflug, Dispersion des graines légères - Sementazione degli semi leggeri - Natural seeding of light seed
Verbreitung der leichten, geflügelten Samen.
Ansprache, appréciation - valutazione
Gutachtliche Beurteilung eines Merkmals unter Berücksichtigung der Definitionen der Aufnahmeanleitung, z.B. LFI.
Anzeichnung, Martelage - Martellata - Marking
Markierung der zu fällenden Bäume.
Astigkeit [fein-/grobastig], Branches [A b. fines/grossières] - Ramosità - Branchiness (Branching)
Art, Häufigkeit und Stärke der im Stamm eingewachsenen Äste.
Astung (Wert-, natürliche A.) [stehend], Elagage (E. artific., Ebranchage) - Potatura (Spalcatura) - Pruning
Verlust bzw. Entfernung der unteren Äste einer Krone auf natürliche Art und Weise infolge Lichtmangel oder im Rahmen einer beiläufigen Pflegemassnahme, die sich auf die Z-Bäume beschränken und in der Stangenholz-Stufe begonnen sein soll.
Aesung, Nourriture du gibier (Viandis) - Pastura - Browsing (Feeding)
Natürlich gewachsene pflanzliche Nahrung der vorwiegend pflanzenfressenden Wildarten.
Auenwald, Forêt riveraine (F. alluviale) - Bosco ripario (B. di golena) - Alluvial forest
Wald, der auf periodisch überschwemmten Böden stockt.
Aufforstung, Afforestation - Imboschimento (Rimboschimento) - Afforestation
Künstliche Bewaldung eines nichtforstlichen Terrains.
Aufschlag, Dispersion des graines lourdes - Sementazione degli semi pesanti - Natural seeding of heavy seed
Verbreitung der schweren Samen.
Augusttrieb (proleptischer T.), Pousse proleptique (P. d'août) - Getto di agosto (G. agostano) - Lammas shoot (Proleptic shoot)
Im August oder später gebildeter zweiter Höhentrieb in Analogie zum > Johannistrieb.
Ausaperung, Fonte des neiges - Scioglimento delle nevi - Snow melt
Vollständiges Wegschmelzen des Schnees am Ende des Winters.
Ausbesserung (Nachbesserung), Regarnissage - Risarcimento delle fallanze - Interplanting (Beating up)
Bepflanzung von Blössen in einem Jungwaldbestand.
Aushieb, Arbre à enlever (Coupe) - Concorrente da togliere - Extraction (Cutting)
Bei einem Pflegeeingriff zu entfernender Baum.
Auslese, Sélection - Selezione - Improvement by selection
Pflegeeingriff zur Verbesserung der Eigenschaften eines Bestandes durch direkte oder indirekte Förderung der Auslesebäume (i.d.R. Zukunftsbäume).
negative A. (Säuberung) , S. négative (Nettoiement) - Selezione negativa (Ripulitura) - Negative s. (Cleaning)
Indirekte Förderung der Auslesebäume durch Entfernung von schlechtveranlagten Bäumen.
positive A. (Begünstigung) , S. positive (Dégagement) - Selezione positiva - Positive selection
Direkte Förderung der bestveranlagten Bäume (Auslesebäume, i.d.R. Zukunftsbäume) durch Entfernung von deren schärfsten Konkurrenten.

Auslesebaum (Elitebaum), Arbre d'élite - Albero scelto - Selected tree (Elite tree)
Baum, der bei Pflegeeingriffen auf Grund seiner Qualität, Vitalität und Stabilität gefördert werden soll.
Auslesedurchforstung, Eclaircie sélective - Diradamento selettivo - Selective thinning
Pflegeeingriff im Stangenholz- und Baumholzstadium, bei welchem die Auslesebäume (i.d.R. Zukunftsbäume mit den gewünschten Eigenschaften) mittels positiver Auslese, durch Entnahme ihrer stärksten Konkurrenten, gefördert werden.
Austrieb, Débourrement - Getto (Cacciata) - Flush (Shooting)
Aufbrechen der Knospen im Frühling.
autochthon, autochthone - autoctono - autochthonal
Auf einem bestimmten Standort heimisch.
Azidität (Bodenazidität), acidité (du sol) - acidità (del suolo)
Säuregrad des Bodens, ausgedrückt durch den pH-Wert (Wasserstoffionen-Konzentration).
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Basalfläche (Grundfläche), surface terrière - area basimetrica
Stammquerschnittsfläche eines Baumes in 1,3 m Höhe (BHD-Messstelle) bzw. Summe der Stammquerschnittsflächen aller Bäume eines Bestandes.
Baumart, essence - specie arborea
Pflanzenart mit verholztem, aufrechtem Stamm, die bei ungestörtem Wachstum eine Höhe von mehr als 5 m erreicht (nach WT und LdF).
dominierende , essence dominante - specie arborea predominante
Baumart mit der grössten Basalfläche auf einer Probefläche.
fremdländische, essence étrangère - specie arborea esotica
Baumart, welche nicht zur heutigen natürlichen Baumartengarnitur Mitteleuropas gehört, also nicht autochthon ist. Eigentliche Exoten stammen aus einem andern Kontinent (z. B. Douglasie), naturalisierte Exoten wurden vor Jahrhunderten bis Jahrtausenden eingeführt (z. B. Edelkastanie, Nussbaum).

Baumartenwahl, Choix des essences - Scelta della specie - Choice of tree species
Pflegeeingriff im Stangenholz- und Wahl der Baumarten, mit denen verjüngt oder die gefördert werden sollen.
Baumgrenze (obere B.), Limite (supérieure) des arbres - Limite della vegetazione arborea - Treeline
Grenze bis zu welcher verholzte Pflanzen in Baumform vorkommen.
Baumholz, Futaie (stade de développement) - Fustaia (stadio di sviluppo) - Timber tree
Bestände mit Oberdurchmesser von 30 cm und mehr.
schwaches/mittleres/starkes B. , jeune/moyenne/vieille f. F. - giovane/adulta/matura - young/middle-aged/old t. t.
Schwaches B. mit Oberdurchmesser von 31 - 40 cm
Mittleres B. mit Oberdurchmesser von 41 - 50 cm
Starkes B. mit Oberdurchmesser von 51 cm und mehr

Baumkrone houppier - chioma dell¹albero
Benadelter bzw. belaubter Teil des Baumes zwischen Kronenansatz (erster grüner Ast, ohne Berücksichtigung der Klebäste) und Baumwipfel (oberster Trieb des Baumes).
Beschirmungsgrad, Degré de couverture - Grado di copertura - Canopy density
Anteil der durch einen Baumbestand im Grundriss beschirmten Fläche (Synonym: Deckungsgrad).
Bestand, Peuplement - Popolamento (Soprassuolo) - Stand (Crop, Stock)
bezeichnet einen Waldteil, der sich durch seine Baumartenzusammensetzung, sein Alter seine Struktur oder seine ökologischen Verhältnisse von seiner Umgebung wesentlich unterscheidet. Er ist so gross, dass eine selbständige, langfristige Zielsetzung möglich ist ( > 50 Aren). Der Bestand bildet in der Regel die kleinste Inventur- und Planungseinheit. Die Bäume eines Bestandes schützen sich gegenseitig gegen verschiedene Einwirkungen, sie stehen aber auch in gegenseitiger Konkurrenz um Licht, Wasser und Nährstoffe.
Füllbestand , Peuplement auxiliaire - Popolamento ausiliare - Auxiliary Stand
Alle Begleitbäume der Auslesebäume in der Oberschicht.
gleichaltriger/gl.förmiger B. , P. équienne/uniforme - P. coetaneo/uniforme - even-aged/uniform stand
Einschichtiger Waldbestand.
Hauptbestand , Peuplement principal - Soprassuolo principale - Dominant stand
Oberschicht; alle Bäume, die mehr als 2/3 der Oberhöhe erreichen.
Nebenbestand , Peuplement accessoire - Soprassuolo accessorio - Secondary stand (S. crop)
Gesamtheit der Bäume eines Bestandes, die maximal 2/3 der Oberhöhe erreichen und i.d.R. dienende Funktion aufweisen.
Bestandesdichte, Densité du peuplement - Densità del soprassuolo - Stand density
Anzahl Stämme in der Oberschicht eines Waldbestandes im Vergleich zu einem gleichaltrigen, normal gepflegten Waldbestand.
Bestandesdichteindex (SDI), indice de densité du peuplement (SDI) - indice della densità del popolamento (SDI) - Stand density index
Aus der Stammzahl pro ha (z.B. Bäume ab 12 cm BHD) und dem Mitteldurchmesser (dg) berechnetes Mass für die Dichte einer Bestockung. Weitgehend unabhängig von der Standortsbonität, von der Baumartenzusammensetzung und vom Bestandesalter.
Bestandeshöhenkurve, zeigt die Abhängigkeit der Bestandeshöhe vom Bestandesmitteldurchmesser. Diese Kurve erfährt in gleichförmigen Beständen mit dem Alter eine Verlagerung, weil Bäume desselben Durchmessers in verschiedenen Altern unterschiedlichen sozialen Schichten angehören. Mit zunehmendem Alter wird der Kurvenverlauf flacher. Der Wachstumsgang der Mittelhöhe erfolgt treppenförmig infolge rechnerischer Verschiebungen bei Durchforstungseingriffen
Bestandespflege, soins au peuplement, entretien - cure colturali (al popolamento)
Sammelbegriff für alle waldbaulichen Massnahmen zwischen Bestandesbegründung und Räumung: (Jungwald-)Pflege, Auslese-, Gebirgswald-, Lichtwuchs- und Überführungsduchforstungen und Pflege des Nebenbestandes.
Bestandesschluss, Fermeture du peuplement - Chiusura - Crown closure
Zustand in welchem die Kronen eines Bestandes in gegenseitigem Kontakt stehen.
Bestandesstabilität (Stabilität), stabilité du peuplement (stabilité) - stabilità del popolamento (stabilità)
Beständigkeit eines Bestandes gegenüber störenden Einflüssen (gegen mechanische Belastungen überwiegend durch abiotische Faktoren z.B. Wind, Schnee usw.).
Bestandesstruktur, Structure du peuplement - Struttura del soprassuolo - Structure of stand
Horizontaler und vertikaler Bestandesaufbau (einschichtige, mehrschichtige, stufige und rottenförmige Strukturen), geometrisch und biologisch.
Bestockung, Massif forestier - Aggregato - Stocking (Growing stock)
Gesamtheit der Waldbäume (oder Sträucher), die auf einer bestimmten Waldfläche wachsen (stocken).
(dauernd) aufgelöste, peuplements clairsemés - soprassuolo (perennemente) aperto
weist aufgrund der Standortsbedingungen oder als Folge der Nutzungsart einen Deckungsgrad zwischen 20 und 60% auf, z. B. Wytweiden, Bestockungen an der oberen Waldgrenze.
Bestockungsgrad, Degré de plénitude (de couvert) - Indice di densità - Stand density index
Verhältniszahl, die sich aus der effektiven Stammgrundfläche eines Bestandes in 1.3 m ab Boden verglichen mit dem entsprechenden Tabellenwert einer Ertragstafel ergibt.
Bestockungsziel, But (de composition) du peuplement - Obbiettivo del soprassuolo fut. - Target growing stock
Beschreibt für eine Pflegeeinheit den im mittleren Baumholz angestrebten Bestockungsaufbau.
Betrieb [waldbaulicher], Régime - Governo - Silvicultural system
Dauernde Verbindung aller auf die waldbauliche Leistung gerichteter Produktionsmittel (Bestandesbegründung, -erziehung, -ausformung).
Betriebsart [Waldbautechnik], Genre de régime - Genero di Governo, sistema selvicolturale - Type of silvicultural system
Technik der Waldbehandlung, die durch eine bestimmte Art der Begründung, Erziehung, Pflege, Ernte und Verjüngung der Waldbestände gekennzeichnet ist und zu entsprechenden Waldstrukturen (Arten-, Alters- und Raumstruktur) führt. Abhängig von Aufbau und Bewirtschaftung werden verschiedene Betriebsarten unterschieden: > Niederwald, > Mittelwald, > Hochwald. Innerhalb des Hochwaldes werden die Betriebsformen schlagweiser Hochwald und Plenterwald unterschieden, innerhalb des schlagweisen Hochwaldes die Verjüngungsformen Kahlschlag, Schirmschlag, Femelschlag, Saumschlag und kombinierte Formen (nach RÖHRIG 1982).
Betriebsform [Waldbautechnik], Forme de régime - Forma di governo - Form of silvicultural system
Untergliederung der > Betriebsarten nach ihrer Verjüngungsart in Wälder mit > Kunst- und > Naturverjüngung und nach ihrer > Hiebsart. (z.B. schlagweiser Hochwald nach > Kahl-, > Schirm-, > Saum- und > Femelschlag).
Betriebsplan (BP), Plan d'aménagement (de gestion) - Piano d'assestamento (di gest.) - Management plan
Planung, in welcher die Hiebsmenge sowie die betrieblichen und waldbaulichen Massnahmen mittelfristig festgelegt werden.
Bewaldungsprozent, taux de boisement - tasso di boscosità
Anteil der Waldfläche an der Gesamtfläche einer Auswertungseinheit.
Beweidung, Pâturage - Pascolo - Grazing
Haustierhaltung auf Weiden oder im Wald (Weidwald).
Biodiversität (biologische Vielfalt), biodiversité - biodiversità
Die häufigste Verwendung umfasst die drei Aspekte genetische Vielfalt, Vielfalt der Arten und der Ökosysteme. Der Begriff steht damit praktisch gleichbedeutend für die Gesamtheit der belebten Natur.
Bioindikator, bioindicateur - bioindicatore
a) Arten, aus deren Vorkommen oder Eigenschaften auf andere Eigenschaften des Ökosystems geschlossen wird. Oft werden als Indikatoren bedrohte Arten (z. B. Auerwild) ausgewählt. b) Pflanzen und Tiere, die auf bestimmte Umwelteinflüsse besonders empfindlich reagieren, vgl. Indikatoren.
Biomasse ist die Menge an lebender ober- und unterirdischer, tierischer und pflanzlicher Substanz je Flächeneinheit (vereinfacht nach PELLINEN 1984 zitiert bei KRAMER 1988, S. 42). Als Messgrösse wird in der Regel die Trockensubstanz in Tonnen oder Kilogramm verwendet.
Biometrie, forstliche, Darstellung stochastischer (auf der Wahrscheinlichkeitsrechnung basierender) Beziehungen
Biotop, biotope - biotopo
Einheitlicher und dadurch von seiner Umgebung abgrenzbarer Lebensraum mit einer darauf abgestimmten Lebensgemeinschaft von Pflanzen und Tieren (Biozönose).
Biotopwert, valeur de biotope - valore quale biotopo
Ökologische Masszahl zur Beurteilung von Waldbeständen als Lebensraum für Tiere und Pflanzen anhand der Kriterien Naturnähe, Gehölzartenvielfalt und Strukturvielfalt. Synthese mehrerer ökologischer Indikatoren oder Indikatorengruppen zum Waldbestand.
Biozönose, biocénose - biocenosi
Lebensgemeinschaft aus Pflanzen und Tieren, die sich infolge ähnlicher Umweltansprüche und einseitiger oder gegenseitiger Abhängigkeiten in einem bestimmten Lebensraum (Biotop) dauerhaft hält und vermehrt.
Blösse, Trouée (Clairière, Vide) - Radura - Clearing [=large] /Gap [=small]
Nicht mit Waldbäumen bestockte Fläche innerhalb des Waldareals.
Bonität, Indice de fertilité - Feracità - Site index (S. quality class)
Mass für die örtliche Bodenfruchtbarkeit in bezug auf bestimmte Baumarten (gleichbedeutend mit Standortsgüte; Angabe durch Oberhöhe im Alter 50).
Böschung, talus - scarpata
Waldfläche mit eingeschränkten Bestockungsmöglichkeiten, z. B. Strassenböschungen.
Brachland, Friche - Incolto (Superficie abbandonata) - Fallow land
Von der Landwirtschaft aufgegebenes Kulturland.
Brusthöhendurchmesser [BHD], Diamètre à hauteur de la poitrine - Diametro a altura del petto - Diametre at breast height [DBH]
Stammdurchmesser in 1.3 m ab Boden; am Hang immer bergseits gemessen.
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Dauerwald, Forêt permanente - Foresta permanente - Continuous cover forest
Strukturreiches Waldökosystem mit ständiger Überschirmung des Standortes, Einzelbaumwirtschaft und Verzicht auf flächiges Vorgehen; die verschiedenen Entwicklungsstadien sind in derselben Wirtschaftseinheit zeitlich und räumlich neben- und locker übereinander angeordnet. Der Begriff wurde von Möller (1922) geprägt.
Deckungsgrad, Degré de recouvrement - Grado d'insidenza, grado di copertura - Canopy density
Anteil der durch einen Baumbestand im Grundriss beschirmten Fläche (mehrfach überschirmte Flächen werden einfach gezählt, Synonym: Beschirmungsgrad). Im Gegensatz zum Beschirmungsgrad kann der Deckungsgrad 100% nicht überschreiten.
Dendrologie die, Baum- und Gehölzkunde
Dendrochronologie, Jahrringchronologie, Altersbestimmung archäologischer Holzfunde durch Vergleich der Jahrringmuster mit einem Baumringkalender
Dendrometrie, Messen von Baummerkmalen, Bäumen und Beständen (Zustände und Veränderungen)
Derbholz, bois fort (commercialisable) - legname commerciabile
Holz (oberirdische Baumteile) mit mehr als 7 cm Durchmesser über der Rinde. Verwertbares Derbholz: Derbholz nach Abzug natürlicher Abgänge.
Dickung [Entwicklungsstufe], Fourré [Etat de d‚veloppement] - Spessina [Stadio di sviluppo] - Saplings [Dev. stage] (Thicket)
Bestände mit Oberhöhe 1.5 m bis Oberdurchmesser 8 cm.
Drehwuchs [Entwicklungsstufe], Fibre torse T- orsione della fibra (F. torta) - Spiral grain (S. growth)
In Bezug auf die Stammachse spiralige Anordnung der Kambiumzellen sowie der daraus gebildeten Holz- und Rindenzellen. Man unterscheidet Rechts- und Links-Drehwuchs sowie bei periodischem Wechsel der Drehrichtung Wechsel-Drehwuchs.
Durchforstung [Entwicklungsstufe], Eclaircie - Diradamento - Thinning
Waldbaulicher Eingriff, bei welchem die Auslesebäume (i.d.R. Zukunftsbäume) direkt oder indirekt begünstigt und der Waldaufbau verbessert werden (Struktur, Stabilität und/oder Qualität des verbleibenden Bestandes).
Niederdurchforstung, Eclaircie par le bas - Diradamento basso - Th. from below (Low thinning)
Durchforstung, bei welcher hauptsächlich im Nebenbestand eingegriffen wird.
Hochdurchforstung, Eclaircie par le haut -- Diradamento alto - Th. from above (High thinning)
Durchforstung, bei welcher hauptsächlich im Hauptbestand eingegriffen wird.
Lichtwuchsdurchforstung, Eclaircie de mise en lumière - Diradamento fotoincrementale - Increment th. (Crown thinning)
Durchforstung, welche durch dauernde Unterbrechung des Kronenschlusses die Endausformung der Zukunftsbäume und die Einleitung der Verjüngung bezweckt.
Plenterdurchforstung, Eclaircie jardinatoire - Diradamento saltuario - Selection thinning
Durchforstung, welche durch Förderung der Stufigkeit die Überführung eines gleichförmigen Bestandes in einen Plenterwaldbestand bezweckt.
Durchforstungsstärke, Intensité de l'éclaircie - Intensità del diradamento - Strength of thinning
Anteil des bei einem Durchforstungseingriff ausscheidenden Bestandes; Mass für die Intensität des Eingriffs.
Durchmesser in 7 m Höhe (D7), diamètre à 7 m de hauteur - diametro a 7 m di altezza
Zur Bestimmung der Schaftform gemessener Durchmesser des Stammes oder Schaftes in 7 m Höhe.
Dürrständer (D7), arbre sec sur pied - albero morto in piedi
Stehender toter Baum.
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Edellaubhölzer, Feuillus nobles (F. pr‚cieux) - Latifoglie nobili - Broadleaves of high value
Wertvolle Laubholzarten.
Eingriff, intervention - intervento
Waldbaulich-forstliche Tätigkeit im Bestand, v.a. Massnahmen der Pflege, Durchforstung oder Verjüngung.
Eingriffsart, genre de la dernière/prochaine intervention - tipo del ultimo/prossimo intervento
Art der waldbaulichen Massnahme. Im LFI Art des nächsten waldbaulich angezeigten Eingriffs, unabhängig von den wirtschaftlichen, rechtlichen und betrieblichen Möglichkeiten. Folgende Eingriffsarten werden unterschieden: Pflege, Durchforstung, Lichtung, Räumung, Plenterung und Gebirgswalddurchforstung.
Eingriffsstärke, Intensité de l'intervention - Intensità dell'intervento - Strength of interference
Anteil des bei einem waldbaulichen Eingriff ausscheidenden Bestandes; Mass für die Intensität des Eingriffs.
Einwuchs, passage à la futaie - passaggio alla soglia di cavallettamento
Gesamtheit der Stammzahl oder des Volumens jener Bäume, deren Brusthöhendurchmesser zwischen zwei aufeinanderfolgenden Inventuren die Kluppierungsschwelle überschritten hat (nach SAFE).
Endabstand, Distance finale - Distanza finale - Final distance
Abstand, den die dominierenden Bäume einer bestimmten Baumart ab dem mittleren Baumholz zueinander benötigen.
Entastung (liegende E., Abastung), Ebranchage - Sramatura - Lopping off (Trimming out)
Entfernung der Äste am gefällten Stamm.
Entwässerung, Drainage - Drenaggio - Drainage
Entfernung des Wassers aus vernässten Böden durch Anlegen von Entwässerungsgräben.
Entwicklungsphase, Phase de développement - Fase di sviluppo (F. evolutiva) - Phase of development
Bestimmte Etappe der Entwicklung eines Waldbestandes definiert nach deren Funktion (Jungwald-, Optimal-, Alters-, Zerfalls-, Verjüngungsphase).
Entwicklungsstufe, Etat (stade) de développement - Stadio di sviluppo - Developmental stage
Bestimmte Etappe der Entwicklung eines Waldbestandes charakterisiert durch dessen Grösse.
Entwicklungsstufen des Jungwaldes:
  • Jungwuchs: bis Oberhöhe 1.5m
  • Dickung: Oberhöhe 1.5m bis Oberdurchmesser 8cm (LFI: <12 cm)
  • Stangenholz: Oberdurchmesser 8 bis 30cm (LFI: 12­30 cm)
Entwicklungsstufen des Baumholzes:
  • schwaches Baumholz: Oberdurchmesser 31 bis 40cm
  • mittleres Baumholz: Oberdurchmesser 41 bis 50cm
  • starkes Baumholz: Oberdurchmesser von 51cm und mehr.
Entwicklungstendenz, Tendance évolutive - Tendenza evolutiva - Developmental tendency
Vor allem aus der relativen Grösse des Höhenwachstums ersichtliche Tendenz eines Baumes zur Veränderung seiner soziologischen Stellung innerhalb eines Bestandes.
Erschliessung, Desserte - Accessibilité - Accessibility
Zur Pflege und Nutzung des Waldes angelegtes Wegnetz bestehend aus Groberschliessung (lastwagenbefahrbare Wege) und Feinerschliessung (Pflege- und Rückegassen).
Erschliessungsdichte, densité de desserte - densità della viabilità
Quotient aus der lastwagenbefahrbaren Strassenlänge und der Waldfläche. Die Erschliessungsdichte ist eine gebräuchliche Kennziffer, um die Intensität der Walderschliessung eines Gebietes zu beschreiben (nach BÜRGI 1997).
Feinerschliessung, Desserte de détail (D. fine) - Allaciamento capillare - Dense access network
Als Ergänzung zur Groberschliessung (lastwagenbefahrbare Wege) für die Jungwaldpflege angelegte Pflege- und Rückegassen.
Erschliessungsnetz, Cloisonnement d'exploitation - Allaciamento - Access network
Gesamtheit aller Erschliessungsanlagen eines Waldes, die zu dessen Bewirtschaftung dienen.
Ertragsfähigkeit, Capacité de production - Produttività potenziale - Site capacity (Yield potential)
Theoretisch auf einem Standort bei optimaler Baumartenzusammensetzung nachhaltig zu höchstmöglicher durchschnittlicher jährlicher Wertertrag (Einheit: Fr./ha und J.).
Ertragstafel, table de production - tavola alsometrica
Darstellung des modellmässigen Verlaufes von Oberhöhe, Stammzahl, Vorrat, Zuwachs und Nutzung definierter Bestände mit bestimmter waldbaulicher Behandlung in Abhängigkeit des Bestandesalters und der Bonität.
Ertragsvermögen, Potentiel de production, Capacité - produttiva - Stand productivity (Y. capac.)
Durch einen vorhandenen Bestand tatsächlich zu leistender durchschnittlicher jährlicher Wertertrag (Einheit: Fr./ha und J.).
Erziehung, Education - Allevamento - Training
Waldpflegemassnahme mit welcher erwünschte Baum- und Bestandeseigenschaften gefördert und unerwünschte unterdrückt werden sollen.
Exote (Fremdländische Baumart), Exotique (Essence étrangère) - Specie esotica - Exotic tree species
Aussereuropäische Baumarten (z.B. Douglasie, Roteiche).
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Fegeschaden, Frayure (dégât de) - Fregone (danni da) - Fraying damage by deer
Rindenverletzung an Bäumen und Sträuchern, die durch das Fegen (Entfernung des Bastes am fertigen Geweih) oder Schlagen (Markierung des Reviers mit dem neugebildeten Geweih) von Rehbock, Rot- und Damhirsch verursacht wird.
Femelschlag, Régéneration en coupe progressive par groupes et bouquets - Rinnovazione a tagli successivi a gruppi - Regeneration by group selection
Verjüngungsverfahren, dessen hauptsächliche Hiebsart der Femelhieb ist (unter Berücksichtigung einer räumlichen und zeitlichen Ordnung, unterschiedlich grosse Flächen durch Kombination verschiedener Hiebsarten wie Schirmhieb, Femelhieb, Saumhieb).
Femelschlagbetrieb, Régime de la coupe progressive - Trattamento a tagli successivi - Femel system
Waldbauliches System, bei welchem jeder Bestand seine entwicklungsstufengerechte Pflege erhält und die Verjüngung unter Beachtung der räumlichen Ordnung kleinflächig eingeleitet und erweitert wird (ab Transportgrenze am Hang und gegen die Hauptwindrichtung in der Ebene).
Forsteinrichtung, Integrale forstliche Planung als Synthese verschiedener Teilbereichsplanungen, gestützt auf eine Zielhierarchie und mit ausgebautem Kontrollteil
Flurholzanbau, Culture d'arbres hors forêt - Arboricultura - Tree planting outside forest
Anlage von Baumkulturen ausserhalb des Waldareals (Weihnachtsbaumkulturen, Kulturen mit raschwüchsigen Baumarten).
Forstpflanzenzüchtung, Amélioration des arbres forest. - Miglioramento degli alberi for. - Breeding of forest plants
Verbesserung des Erbgutes von Waldbäumen mittels Auslese, Kreuzung und Mutation mit dem Ziel, deren Holzmassenertrag, Qualität und Resistenz zu steigern.
Frost, Gel - Gelo - Frost
Das Sinken der Temperatur des Erdbodens oder der Luft unter den Gefrierpunkt (0 Grad Celsius).
Früh-/Spätfrost , Gel précoce/tardif - Gelo precoce/tardivo - Early (autumnal)/late (spring) frost
Frost, der frühzeitig im Herbst beziehungsweise spätzeitig im Frühjahr auftritt und an unverholzten Baumteilen Schäden verursachen kann.
Winterfrost , Gel hivernal - Gelo invernale - Winter frost
Frost, der während der Winterzeit auftritt.
Frostriss, Gélivure - Cretto (Fenditura) da gelo - Frost crack
Oft bis ins Mark vordringende Längsrisse, die bei grosser Kälte im untersten Stammteil besonders an Eiche, Ulme, Esche und Tanne entstehen und oft mehrere Meter stammaufwärts reichen. Durch Überwallung und fortwährendes Nachreissen entstehen dann die sogenannten Frostleisten.
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Gastbaumart, Essence hôte - Specie ospite - Naturalized species
Baumart, die natürlicherweise nicht auf einem bestimmten Standort vorkommt, aber durchaus dorthin passt und den Standort nicht verschlechtert (z. B. Fichte und Lärche im Mittelland).
Gebirgsplenterwald, forêt jardinée de montagne - bosco disetaneo di montagna
Ungleichaltriger und stufig aufgebauter oder in Rotten gruppierter Wald der oberen montanen und der subalpinen Stufe, in dem die Eingriffe einzelstamm- oder gruppenweise und mit dem Ziel steter Verjüngung und Förderung der Stabilität erfolgen.
Gebirgswald, forêt de montagne - bosco di montagna
Wald in Hochlagen (obere montane und subalpine Vegetationshöhenstufe).
Gebirgswalddurchforstung, éclaircie de forêt de montagne - diradamento nei boschi di montagna
Eingriff im Gebirgswald mit dem Ziel, eine dauernd stabile Bestandesstruktur (Plenter- oder Rottenstruktur) zu erreichen und die Verjüngung sicherzustellen.
Gebüschwald, forêt buissonnante - arbusteto
Zu mehr als zwei Dritteln des massgebenden Bestandes mit Sträuchern bedeckte Waldfläche. Als Gebüschwald gelten insbesondere die Grünerlen- und die Legföhrenwälder, aber auch Haselniederwälder und ähnliche Bestockungen.
Gehölz, bosquet - formazione legnosa
Vorwiegend aus Bäumen bestehende Pflanzengemeinschaft mit einem Deckungsgrad von mehr als 30% und einer Endhöhe von mindestens 5 m. Gehölztypen Hecken/landwirtschaftliches Gehölz, Bach-/Ufergehölz, Windschutzstreifen, Hochlagengehölz, Parkgehölz und Waldstreifen.
Gehölzarten, espèces ligneuses - specie legnose
Pflanzenarten mit verholzter Sprossachse, d.h. Baum- und Straucharten.
Gehölzartenvielfalt, diversité des espèces ligneuses - molteplicità delle specie legnose
Gehölzartenvielfalt am Waldrand: Masszahl zur ökologischen Beurteilung von Waldrändern, abgeleitet aus der Gehölzartenzahl, dem gewichteten Anteil der Dornensträucher und dem gewichteten Anteil von kurzlebigen, lichtbedürftigen Weichhölzern (Birken, Erlen, Pappeln, Weiden) und anderen ökologisch wertvollen Gehölzarten (z. B. Eichen, Vogelbeere).
Gehölzartenvielfalt im Waldbestand: Masszahl zur ökologischen Beurteilung von Waldbeständen, abgeleitet aus der Gehölzartenzahl und dem Vorkommen von Gehölzarten mit spezieller ökologischer Bedeutung (Weiden, Birken, Erlen, einheimische Pappeln, Eiche, Kastanie, Kirschbaum, Wildobst und Sorbusarten) in der Bestandesoberschicht.
Gesamtwuchsleistung (GWL), production totale (PT) - produzione totale (PT)
Summe der ab Bestandesbegründung produzierten Holzmenge, entspricht der Summe der Vornutzungen und des Ist-Vorrates. Als maximale durchschnittliche GWL an Trockensubstanz (kg/ha & Jahr) ist sie ein von der aktuellen Bestockung (Baumarten) weitgehend unabhängiges Mass für die Leistungsfähigkeit eines Standorts.
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Hallenbestand, - -
Bestand mit krass einschichtiger Struktur.
Hauptbaumart, essence principale - specie arborea principale
Bezeichnung für die zehn wichtigsten einheimischen Baumarten oder Baumgattungen: Fichte (Picea abies), Tanne (Abies alba), Föhren (Pinus sylvestris, P. nigra, P. mugo), Lärchen (Larix decidua, L. kaempferi), Arve (Pinus cembra), Buche (Fagus sylvatica), Ahorne (Acer pseudoplatanus, A. platanoides, A. campestre, A. opalus), Eschen (Fraxinus excelsior, F. ornus), Eichen (Quercus robur, Q. petraea, Q. cerris, Q. pubescens) und Kastanie (Castanea sativa). Alle übrigen Baumarten werden als übrige Nadelbäume bzw. übrige Laubbäume zusammengefasst.
Hauptbestand, peuplement principale - popolamento principale
Bestandesschicht, auf der das Hauptgewicht der Holzproduktion liegt, d.h. alle herrschenden und mitherrschenden Bäume, siehe auch Bestand, Nebenbestand.
Hauschicht [Mittelwald], Taillis [T. sous futaie] - Ceduo [Ceduo composto] - Coppice [Coppice with standards]
Von wenigen Kernwüchsen überschirmte Schicht aus Stockausschlägen im Mittelwald, die in kurzen Zeitabständen von maximal 30 Jahren zur Brennholzgewinnung auf den Stock gesetzt wird.
Hiebsart, Genre de coupe - Tipo di taglio - Type of felling (T. of cut)
Eingriffsart zur Einleitung und Durchführung der Bestandesverjüngung (Femel-, Kahl-, Plenter-, Saum-, Schirmhieb).
Besamungshieb, C. d'ensemencement - T. di sementazione - Seeding felling
Eingriffsart des Schirmhiebs, bei welcher nach reichlicher Samenbildung der Mutterbäume das Kronendach geöffnet und unter dem gleichmässigen Schirm des Ausgangsbestandes die Verjüngung eingeleitet wird.
Durchforstungshieb, C. d'éclaircie - T. di diradamento - Thinning
Ausleseeingriff zur Pflege von Stangen- und Baumhölzern.
Erneuerungshieb [Mittelwald], C. de rénovation [Taillis s.f.] - T. di avviamento alla rin. - Renovation felling
Auf den Stock setzen der Bäume der Hauschicht im Mittelwald, die sich anschliessend selbsttätig durch Stockausschläge und Wurzelbrut vermehren.
Femelhieb (Löcherhieb), C. progressive - T. successivo - Group selection (Femel) f.
Hiebsart mit kleinflächiger, räumlich verteilter Einleitung und anschliessende Erweiterung der Verjüngung unter Beachtung der räumlichen Ordnung (ab Transportgrenze am Hang und gegen die Hauptwindrichtung in der Ebene).
Freihieb, C. de libération - T. di isolamento - Severance felling
Schmaler Aushieb zwischen zwei annähernd gleichen Waldteilen ohne anschliessende Aufforstung, um den einen auf die Freistellung durch die nachfolgende Entfernung des anderen vorzubereiten.
Kahlhieb, C. rase - T. raso - Clear felling (C. cutting)
Hiebsart mit grossflächiger Räumung eines Waldteiles ohne ausreichende Verjüngung, durch welche auf der Schlagfläche freilandähnliche ökologische Verhältnisse entstehen. Da mit einem wirksamen Seitenschutz auf einem Randstreifen von durchschnittlich der halben Bestandeshöhe gerechnet werden darf, entsteht eine Kahlfläche dann, wenn der grösste Durchmesser der Schlagfläche mehr als die Bestandeshöhe beträgt.
Lichtungshieb, C. secondaire - T. secondario (T.di preparaz., di sementazione) - Secondary felling (Light f.)
Waldbaulicher Eingriff zur Freistellung der Verjüngung im Schirmschlagbetrieb.
Loshieb, C. de détachement - Severance felling
Waldbauliche Massnahme im Zusammenhang mit notwendiger Räumung von Bestandesteilen. Die verbleibenden Bestandesteile werden durch vorsichtige streifenweise Auflichtung auf die Entblössung vorbereitet.
Pflegehiebe, C. d'éducation - T. d'allevamento - Improvement f. (Tending cuts)
Alle waldbaulichen Eingriffe, welche die Verbesserung der Bestände durch Erziehung und Auslese zum Ziel haben.
Plenterhieb, C. de jardinage - T. di curazione - Selection (Plenter) felling
Hiebsart mit einzelstammweisen Verjüngungshieben, die gleichzeitig auch Ernte- und Pflegehiebe sind. Die Verjüngung erfolgt einzeln, trupp- oder gruppenweise im dauernden Schutz des Mutterbestandes. Es werden keine eigentliche Verjüngungsflächen geschaffen.
Räumungshieb, C. de réalisation - T. di sgombero (T. finale) - Final felling
Endnutzungshieb mit dem Ziel, Reste des Altbestandes zu räumen, im allgemeinen um die Verjüngung freizustellen.
Saumhieb, C. en lisière - T. ad orlo - Strip felling
Hiebsart mit bandförmiger Räumung des Altholzes (Innensaum: überschirmter Randstreifen; Aussensaum: nicht überschirmter, seitlich durch den Ausgangsbestand geschützter Randstreifen). Wird häufig auch in Kombination mit einem vorbereitenden Schirmhieb angewendet. Da mit einem wirksamen Seitenschutz auf einer Breite von durchschnittlich etwa der halben Oberhöhe des Ausgangsbestandes gerechnet werden kann, wird die Bezeichnung Saumhieb verwendet, wenn der zu verjüngende kahle Randstreifen diese Breite nicht überschreitet (breitere Streifen: Streifenkahlhieb).
Schirmhieb, C. d'abri - T. schermato - Shelterwood felling
Hiebsart mit flächiger Einleitung der Verjüngung durch Auflockerung der Oberschicht (Besamungshieb), eventuell verbunden mit teilweiser oder gänzlicher Entfernung des Nebenbestandes, und anschliessender allmählicher Freistellung des Jungwuchses.
Verjüngungshieb, C. de régénération - T. di rinnovazione - Regeneration felling
Eingriff, welcher der Bestandesverjüngung dient (z.B. Vorbereitungs-, Besamungs-, Lichtungs-, Räumungshieb).

Hiebsfortschritt, Avancement des coupes - Progressione dei tagli - Progress of felling
Geschwindigkeit, mit welcher ein Bestand mit einer bestimmten Hiebsart behandelt wird.
Hiebsreife (Ernte-, Nutzungsalter), Maturité - Maturità - Maturity (Exploitability)
Wirtschaftlich bester Zeitpunkt für die Endnutzung (Räumung) eines Bestandes.
Hochstauden, Macrophorbiées (Mégaphorbiées) - Megaforbie - High herbac. plants (Tall forbs)
Über 1 m hohe Stauden, d.h. ausdauernde (mehrjährige, perennierende) Kräuter, deren in der Erde befindlichen Wurzelstöcke, Knollen oder Zwiebeln im Winter fortleben und alljährlich neue oberirdische Triebe bilden, die nach einmaliger Fruchtbildung absterben.
Hochwald, Haute futaie - Fustaia - High forest
Ein aus Samen hervorgegangener oder durch Pflanzung entstandener Wald (gleichförmiger und stufiger Hochwald).
gleichförmiger, futaie régulière - fustaia regolare
Hochwald aus homogenen, flächenmässig abgrenzbaren Beständen mit schichtiger Struktur, in denen die bestandesbildenden Bäume (Hauptbestand) ähnliche Brusthöhendurchmesser aufweisen und somit einer Entwicklungsstufe zugeordnet werden können.
plenterartiger, futaie d'aspect jardiné - fustaia a struttura disetanea
Hochwald mit stufigem Bestandesaufbau ohne dominierende Entwicklungsstufe (Entwicklungsstufe gemischt) oder mit ein- bis mehrschichtigem Aufbau mit Rottenstruktur.
schichtiger, futaie uniforme - fustaia pluriplana
Gleich- und ungleichförmiger Hochwald.
schlagweiser, futaie traitée par coupes - fustaia per tagli successivi
Flächenweise verjüngter Hochwald.
ungleichförmiger, futaie irrégulière - fustaia irregolare
Ein- oder mehrschichtiger Hochwald mit gemischter Entwicklungsstufe. Er steht zwischen dem gleichförmigen und dem plenterartigen Hochwald.
Höhenklasse [schichtiger Bestand], Etage [Peuplement étagé] - Piano [Soprassuolo stratificato] - Layer(Storey)[stratificated st.]
Mass für die soziale Stellung von Einzelbäumen im Bestand, ausgedrückt durch deren Zugehörigkeit zur Ober-, Mittel- und Unterschicht.
obere/mittlere/untere Höhenkl. , E. supérieur/interméd./infér. - P. superiore/intermedio/infer. - L. upper/middle/lower l. (st.)
Die Bäume können folgenden Höhenklassen zugeteilt werden:
- obere Höhenklasse (Bestandteil der Oberschicht): Baumhöhe mehr als zwei Drittel der Oberhöhe
- mittlere Höhenklasse (Bestandteil der Mittelschicht): Baumhöhe ein bis zwei Drittel der Oberhöhe
- untere Höhenklasse (Bestandteil der Unterschicht): Baumhöhe weniger als ein Drittel der Oberhöhe.

Höhenstufe, Etage altitudinal - Orizzonte altitudinale (Piano a.) - Altitudinal zone
In Abhängigkeit von der Höhe über Meer definierte Vegetationszonen. Für die Alpennordseite können folgende Höhenstufen unterschieden werden:
Bezeichnung

Höhe in m über Meer

Natürliche Vegetation

Nivale Stufe (Schneeregion): über 2500 Fels- und Geröllpflanzen
Alpine Stufe: von 1800 bis 2500 Alpine Matten und Weiden
Subalpine Stufe: von 1200 bis 1800 Fichten-, Bergföhren-, Lärchen- und Arven-Wälder
Montane Stufe (Bergstufe): von 600 bis 1200 Tannen-Buchenwälder
Kolline Stufe (Hügelstufe): von 200 bis 600 Laub- und Laubmischwälder
Holzanzeichnen, Martelage - Martellata - Marking
Markierung der im Rahmen eines waldbaulichen Eingriffs zu fällenden Bäume.
Holzvorrat (Vorrat), volume (de bois) - provvigione (legnosa)
Stehendes Holzvolumen einer Fläche (Schaftholzvolumen z.T. inkl. dürre und liegende Bäume).
Horst [Mischungsform], Bouquet [Forme de mélange] - Boschetto [Forma della mescol.] - Large group (Groves)
Bestandesteil von 10 bis 50 a, der sich vom übrigen Bestand unterscheidet.
Hydrologie die, Wissenschaft vom Wasser und seinen Erscheinungsformen über, auf und unter der Erdoberfläche
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Indikator, indicateur - indicatore
Einfache, messbare Kenngrösse (Prüfgrösse, Zeiger) für komplexe Sachverhalte, Systeme oder Prozesse, Merkmale mit besonderem Informationsgehalt bezüglich jener Kriterien, die zur Kontrolle der Nachhaltigkeit verwendet werden.
Jahrring, Cerne - Anello annuale - Tree Ring
Zuwachsschicht im Holz oder Bast, welche während einer Vegetationszeit gebildet wird (Früh- und Spätholz) und sich deutlich vom nächsten Ring abgrenzt (Vegetations-, Winterruhe).
Johannistrieb, Pousse de la Saint-Jean - Getto di S. Giovanni - Proleptic shoot
Um den 24. Juni (Johannistag) gebildeter zweiter Höhentrieb in Analogie zum > Augusttrieb.
Jungwald, jeune forêt, rajeunissement - bosco giovane
Bestände der Entwicklungsstufen Jungwuchs, Dickung und schwaches Stangenholz (Bestände mit dominantem Brusthöhendurchmesser von weniger als 12 cm).
Jungwuchs [Entwicklungsstufe], Recrû /fourré [Etat de d‚veloppement] - Novelleto[nat.]/Posticcia[art.] /spessina - Seedlings [Dev.stage] (Young-gr.)
Bestände mit Oberhöhe 1.5 m (LFI: Ddom <12 cm).
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Kandidat, Candidat - Candidato - Candidate
Anwärter auf spätere Auswahl als Auslese- oder Zukunftsbaum.
Keimfähigkeit, Pouvoir germinatif - Facoltà germinativa - Germination capacity
Prozentsatz keimfähiger Samen eines Samenloses.
Kernholz, Duramen (Bois de coeur) - Durame - Heartwood
Die inneren Zonen im Holz, die im stehenden Stamm keine lebenden Zellen enthalten und in denen die Reservestoffe (z.B. Stärke) i.d.R. abgebaut oder in Kernholzsubstanzen umgebaut worden sind. Je nach Baumart hat das Kernholz dieselbe Farbe wie der Splint (heller Kern) oder eine dunklere Farbe als der Splint (Farbkern). Je nachdem ob der Farbkern bei allen oder nur bei einem Teil der Individuen einer Art auftritt, wird er als obligatorischer oder als fakultativer Farbkern bezeichnet.
Kernwuchs, Franc-pied (Brin de semence) - Pianta da seme (Piede franco) - Standard
Stamm, der aus einem Samenkorn entstanden ist.
Klebast [mehrjährig], Branche gourmande [pluriannuel] - Pollone (ramo) epicormico (Succhione) - Epicormic branch
Mehrjähriger Ast, der aus einer schlafenden Knospe entstanden ist. Klebäste entstehen oft als Reaktion auf plötzlichen zusätzlichen Lichtgenuss, auf Verletzungen oder auf starke seitliche Einengung der Baumkrone. Eichen, Pappeln, Ulmen, Ahorne, Eschen, Lärchen und Tannen neigen zur Bildung von Sprossen (Wasserreis), welche vereinzelt zu Klebästen durchwachsen.
Klimax, Climax - Climax - Climax
Endstadium der ungestörten natürlichen Entwicklung von Pflanzengesellschaften auf einem bestimmten Standort.
Kluppschwelle (Kluppierungsschwelle), seuil d'inventaire - soglia di cavallettamento
Minimaler Brusthöhendurchmesser, den Bäume aufweisen müssen, damit sie bei der Kluppierung erfasst werden (LFI: bei 12 cm BHD).
Knospensucht, Prolifération du bourgeonnement - Prolificazione delle gemme - Prolification of buds
Starke Knospenvermehrung, was zu sogenannten Maserköpfen führen kann.
Konkurrent, Concurrent - Concorrente - Competitor
Baum, der einen Auslesebaum im Kronenraum beziehungsweise im obersten Drittel der Baumhöhe bedrängt.
Kontrollaufnahme, relevé de contrôle - rilievo di controllo
Von der Erstaufnahme unabhängige Zweitaufnahme eines Teils der Stichprobe zur Überprüfung der Datenqualität.
Köpfen, Ecimage (Etêtage) - Capitozzare (Svettare) - Decapitate (Top pruning)
Pflegeeingriff bei der Dickungspflege bei welchem lediglich die Krone eines vorwüchsigen Bäumchens entfernt wird, um Grobastigkeit der begünstigten Bäume zu verhindern.
Krautsaum, ourlet herbeux - orlo erbaceo (orlo delle erbe)
Dem Waldmantel und Strauchgürtel vorgelagerte, nicht oder nur extensiv genutzte Pufferzone zum intensiv bewirtschafteten Kulturland.
Krone, Houppier (Couronne) - Chioma - Crown
Aus belaubten oder benadelten Ästen gebildeter Baumteil, welcher der Transpiration und der Assimilation dient, zwischen Kronenansatz (erster grüner Ast, ohne Berücksichtigung der Klebäste) und Baumwipfel (oberster Trieb des Baumes).
Kronenpflege, Soins des couronnes - Cura delle chiome - Crown-tending
Entfernung von Konkurrenten bis zum Stangenholz, um eine gleichmässige, symmetrisch aufgebaute Krone zu erzielen.
Kronenschluss, Fermeture des couronnes - Chiusura delle chiome - Closure (Crown density)
Art und Weise wie sich die Baumkronen eines Bestandes berühren.
Kronenschnitt [Achskorrektur], Taille de forme (T. en cime) - Correzione della chioma - Crown correction
Beiläufige Pflegemassnahme, mit welcher bis zur Dickungsstufe durch äussere Ursachen bedingte Mängel in der Kronenform korrigiert werden (z.B. Verhinderung der Zwieselbildung bei Verlust der Endknospe).
Kultur (Pflanzung, Pflanzbestand), Plantation (Culture) - Piantagione (Coltura) - Forest planting (Plantation)
Künstliche Begründung eines Bestandes.
Kurztrieb, Brachiblaste (?) - Brachiblasto - Short shoot (?)
Trieb, der sich kaum in die Länge entwickelt (wenige mm pro Jahr).
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Langtrieb, - -
Trieb, der sich stark in die Länge entwickelt (mehrere dm pro Jahr).
Langholz, bois long - legname lungo
Nadelholz-Sortiment von mindestens 10 m Länge, vgl. Trämel.
Lichtbaumart, Essence de lumière (E. hélioph.) - Specie eliofila - Light demanding tree species
Baumart, welche für ein gutes Gedeihen keinen Schatten erträgt.
Loreyhöhe, arithmetisches Mittel der Höhen aller Bäume je ha
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Maserknollen (Rose, Auswuchs), Broussin (Loupe) - Escrescenza (Congrone) - Burl (Burr, Excrescence)
Knollen, der aus einer Anhäufung von schlafenden Knospen besteht.
Massnahmen [waldbauliche], Mesures - Misuras - Measures
Massnahmen, die zur rationellen Erreichung der waldbaulichen Ziele dienen (Auslese-, Erziehungs-, Schutz-, beiläufige und organisatorische Massnahmen).
Massnahme, beiläufige , Mesure culturale accessoire - Misura colturale accessoria - Additional tending measures
Pflegemassnahme, die wenn nötig gleichzeitig mit dem im Vordergrund stehenden, konsequent angewendeten Ausleseeingriff erfolgt (z.B. Steilrandbehandlung, Kronenschnitt, Aufastung, Eingriffe im Füllbestand).
Mast, Fructification - Pasciona - Mast
Reichliche Produktion von Samen bei schwersamigen Baumarten, z.B. Eiche, Buche.
Mischung, Mélange - Mescolanza - Mixture
Die Art und Weise wie die Baumarten in einem Bestand oder in einer Bestandesschicht gemischt sind.
Zeitmischung , Mélange transitoire - Mescolanza transitoria - Temporary mixture
Zeitlich begrenztes Nebeneinander verschiedener Baumarten in einem Waldbestand.
Mischbestand, Peuplement mélangé (P. mixte) - Soprassuolo misto - Mixed stand
Aus verschiedenen Baumarten zusammengesetzter Bestand (mindestens zwei, welche beide einen ökologisch wesentlichen Anteil aufweisen, LFI: von je mindestens 10% der Basalfläche).
Mischungsart, Genre de mélange - Genere (tipo) della mescolanza - Kind of mixture
In einem Bestand oder in einer Bestandesschicht vorhandene Baumarten.
Mischungsform, Forme de mélange - Forma della mescolanza - Mixture distrubution
Verteilungsform (horizontale Ausdehnung und Verteilung) der in einem Bestand oder in einer Bestandesschicht vorhandenen Baumarten. Es wird unterschieden zwischen einzelbaum-, trupp-, gruppen-, horst- und bestandesweisen Mischungen.
Mischungsgrad, Degré du mélange - Grado di mescolanza - Grade of mixture (Degree of m.)
Anteile des Deckungsgrades der in einem Bestand oder in einer Bestandesschicht vorhandenen Baumarten.
Mischungsregulierung, Réglage du mélange - Regolazione della mescolanza - Regulation of mixture
Pflegeeingriff in Naturverjüngungen zu Beginn der Dickungsstufe, bei welchem die Konkurrenz zwischen den verschiedenen Baumarten durch räumliche Trennung bzw. trupp- bis gruppenweise Beimischung derselben reduziert wird.
Mitteldurchmesser, diamètre moyen - diametro medio
Mittelwert der Brusthöhendurchmesser aller gemessenen Bäume eines Bestandes. Bei der Berechnung des Bestandesdichteindex (SDI) wird der Durchmesser des Grundflächen-Mittelstammes (dg) verwendet.
Mittelhöhe, arithmetisches Mittel der nach Grundfläche gewichteten Höhen aller Bäume je ha.
Mittelschicht, strate intermédiaire - strato intermedio
Gesamtheit der Bäume, die in einer Höhe von ein bis zwei Drittel der Oberhöhe eine gegen unten und oben klar abgrenzbare Kronenschicht mit einem Deckungsgrad von mindestens 20% bilden.br> Mittelstamm, arbre moyen - albero medio
Mittleres Volumen der kluppierten Bäume einer Bezugsfläche (Bestand, Abteilung, Betrieb, Region): Summe des Vorrates geteilt durch die Stammzahl.br> Mittelwald, Taillis sous futaie - Ceduo composto - Coppice with standards
Zweischichtiger Wald (mit Elementen des Niederwaldes und des Hochwaldes) mit starkem Oberholz aus vorwiegend Kernwüchsen und einer Hauschicht aus Stockausschlägen (Unterholz).
Mortalität, mortalité - mortalità
(Sterbeziffer) Zahl der Individuen einer Population, die innerhalb einer bestimmten Periode absterben.
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Nachhaltigkeit, Rendement soutenu / gestion durable - Continuità (Prod. sostenuta) - Principle of sustained yield
Dauernde Erfüllung aller Waldfunktionen (Nutz-, Schutz- und Wohlfahrtsfunktionen), einschliesslich seiner Bedeutung als Lebensraum für Pflanzen und Tiere.
Nachwuchs, Rajeunissement - Rinnovazione - Second growth
Jungwald im Plenterwald (LFI: alle Gehölzpflanzen unterhalb der Kluppierungsschwelle von 12 cm BHD).
Nachwuchspflege [Plenterwald], Petit jardinage - Cura della rinnovazione [B.dise.] - Second growth managment
Pflege des Nachwuchses im Plenterwald (Trupps und Gruppen mit Bäumen unter 16 cm Brusthöhendurchmesser).
Naturgefahren, dangers naturels - pericoli naturali
Gefährdung von Menschen oder Sachwerten durch natürlich ablaufende Prozesse wie Schnee- und Eislawinen, Murgänge, Hochwasser, Überschwemmungen sowie Rutsch- und Sturzbewegungen von Erd- und Felsmassen (nach KIENHOLZ 1994). Der Gesetzgeber versteht darunter die Naturereignisse Lawinen, Hangrutsch, Erosion, Steinschlag und Übermurungen, sofern sie Menschenleben oder erhebliche Sachwerte gefährden (nach Art. 19 WaG, Art. 42 WaV), siehe Waldgesetz, Schutzwald.
Naturnaher Waldbau, Silviculture proche de la nature - Selvicoltura perto della natura - Silviculture close to nature
Arbeitet mit einem hohen Anteil an standortsheimischen Baumarten und nutzt die natürlichen Waldentwicklungsvorgänge bestmöglich aus. Er ist eine Voraussetzung zur Erfüllung der Nachhaltigkeit.
Naturwald, forêt naturelle - bosco prossimo allo stato naturale
Wald, der nur so weit beeinflusst ist, dass sich Baumartenmischung und Bestandesstruktur innerhalb einer Baumgeneration in den ursprünglichen Zustand zurückentwickeln können (WASSER und FREHNER 1996).
Nebenbaumart, Essence accessoire - Specie secondaria (S.accessoria) - Secondary tree species
Baumart, die in einem Bestand nur in geringen Anteilen beigemischt vorkommt (Flächenanteil aller Nebenbaumarten zusammen maximal 20 %).
Nebenbestand, peuplement accessoire - popolamento accessorio
Gesamtheit der beherrschten und unterständigen Bäume (WT). Die Hauptaufgaben des Nebenbestandes sind die Bodenverbesserung und das Einfassen der Bäume des Hauptbestandes zur besseren Astreinigung und zum Schutz des Stammes vor starker Sonneneinstrahlung.
Niederdurchforstung, entfernt vor allem schwache Bäume
Niederwald (Stockausschlagwald), Taillis - Ceduo - Coppice (Low forest)
Wald aus Stockauschlägen oder Wurzelbrut, mit kurzer Umtriebszeit (10­30 Jahre).
Normalwaldmodell, modello di bosco normale
Modell eines nachhaltigen Forstbetriebes auf homogenem Standort, bestehend aus gleichaltrigen Beständen einer Baumart oder einer homogenen Baumartenmischung, bei dem die einzelnen Entwicklungsstufen proportional zu ihrer Durchwuchszeit vertreten sind, d.h. wo die Altersklassen ausgeglichen vertreten sind und wo sich die Bestände entsprechend der Ertragstafel entwickeln. Das N. wird zur Prüfung des gegenwärtigen Altersaufbaus und zur Berechnung der nachhaltigen Verjüngungsfläche verwendet.
Nutzung (Nutzungsmenge), Exploitation - Utilizzazione - Yield
Genutzte oder zu nutzende Holzmenge (Schaftholz in Rinde).
Nutzungsanfall (Holzanfall), Produit (Quotité) de la coupe - Prodotto della tagliata - Yield produce
Holzmenge, die bei einem waldbaulichen Eingriff anfällt.
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Oberdurchmesser, Diamètre dominant - Diametro dominante - Dominant diameter
Oberdurchmesser Mittlerer Brusthöhendurchmesser der 100 stärksten Bäume pro Hektare (BHDdom.).
Oberhöhe hdom, Hauteur dominante - Altezza dominante - Dominant height
arithmetisches Mittel der Höhe der 100 stärksten Bäume je ha. (In Deutschland auch als Spitzenhöhe h100 oder h200 bezeichnet; die WEISE’sche Oberhöhe [ho] entspricht der Höhe des Grundflächen-Mittelstammes der 20 % stärksten Bäume eines Bestandes).Wichtig: Die Art der Oberhöhe muss jeweils definiert werden.
Oberholz [Mittelwald], Réserve [Taillis sous futaie] - Riserva [Ceduo composto] - Overwood (O. standards) [C.w.s.]
Aus Kernwüchsen gebildete obere Schicht im Mittelwald.
Oberschicht, strate supérieure (dominante) - strato superiore
Gesamtheit der Bäume, die in einer Höhe von mehr als zwei Drittel der Oberhöhe eine gegen unten klar abgrenzbare Kronenschicht mit einem Deckungsgrad von mindestens 20% bilden.
Oekologie, Ecologie - Ecologia - Ecology
Lehre der Beziehung der Lebewesen zu ihrer biotischen und abiotischen Umwelt (Lehre des Lebenshaushaltes).
Oekosystem, Système écologique - Sistema ecologico - Ecological system
Oekologisch funktionale Beziehung innerhalb einer Lebensgemeinschaft aus Pflanzen und Tieren (Biocoenose) und zwischen dieser Lebensgemeinschaft und dem Lebensraum (Biotop).
Oekoton, écotone - ecotono (ecotone)
Grenzbereich zwischen verschiedenen Pflanzengesellschaften oder Biotopen (Saum- oder Übergangsbiotop). Ökotone sind Lebensräume für Lebewesen der Nachbarbiotope und für Lebewesen, die sich auf das Ökoton selbst spezialisiert haben.
Oekotyp, Ecotype - Ecotipo - Ecotype
Teilpopulation, die sich in bestimmten (näher zu definierenden) Merkmalen von der Gesamtpopulation einer Art unterscheidet, wobei die Ursachen für den oder die Unterschiede selektiven Kräften einer besonderen Umwelt zuschreibbar sind.
Ordnung, räumliche, Agencement spatial - Ordinamento spaziale - Spatial order (S. arrangment)
Planmäßige horizontale und vertikale Gliederung des Waldes und der Waldbestände.
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Peitscher, Fouet - Frusta - Whip
Labiler, meist hängender Baum, der bei starkem Wind Nachbarbäume schädigen kann (scheuern von Rinde, Abbrechen von Ästen).
Pfahlwurzel, Racine pivotante (Pivot) - Radice fittonante - Tap-root
Wurzel, die vertikal in den Boden eindringt.
Pflanzengesellschaft, association végétale - associazione vegetale
(Assoziation) Floristisch definierte Einheit der Vegetationsgliederung, welche durch das Vorkommen bestimmter Pflanzenarten gekennzeichnet ist.
Pflanzennachzucht, Reproduction de plants - Allevamento di piante in vivaio - Plant production
Produktion von Pflanzen im Pflanzgarten.
Pflanzenzahl (Jungwald), nombre de plants (jeune forêt) - numero di piantine (bosco giovane)
Anzahl Jungpflanzen.
Pflanzgarten (Forstgarten), Pépinière - Vivaio forestale (Orto f.) - Nursery
Produktionsstätte für junge Baumpflanzen.
Pflanzverband, Espacement (Ecartement de plant.) - Spaziatura (Sesto di impianto) - Spacing
Abstände zwischen den Bäumchen einer Pflanzung.
Pflanzverfahren (-technik), Mode (Méthode) de plantation - Metodo (Tecnica) di piantagione - Method of planting
Methode mit welcher Jungbäume gesetzt werden (Loch-, Spalt-, Winkelpflanzung).
Pflege (Jungwaldpflege), Soins (Soins culturaux) - Allevamento (Cure colturali) - Tending (Forest tending)
Pflege von Jungwaldbeständen (Jungwuchs, Dickung, Stangenholz). Durch die Jungwuchs- und Dickungspflege (Ausleseeingriffe, Mischungsregulierung, Erziehung) werden die entscheidenden Voraussetzungen für die ganze weitere Entwicklung des Bestandes geschaffen.
Dickungspflege, Soins aux fourrés - Sfollamento - T. of sapling (Juvenile spacing)
Pflege von Dickungsbeständen durch Anlage der Pflegegassen, Ausleseeingriffe innerhalb von Zellen im Endabstand (Zellenpflege) sowie nötigenfalls Mischungsregulierung und beiläufige Massnahmen (Förderung der Stufigkeit, Erdünnern des Füllbestandes etc.).
Jungwuchspflege, Soins aux recrûs - Cura della posticcia (Ripulit.) - Tending of seedlings (Y. growth t.)
Pflege von Jungwuchsbeständen durch Austrichtern sowie nötigenfalls Mischungsregulierung und Erdünnern innerhalb von Zellen im Endabstand (vorzeitiger Beginn der Zellenpflege).
Kulturpflege, Soins aux plantations - Cura della piantagione - Tending of young plantation
Pflege von Kulturen in erster Linie durch Austrichtern.

Pflegeeinheit, Unité d'intervention - Unità d'intervento - Unit of tending (Tending unit)
Zusammenhängende Bestockungen, für welche das gleiche Pflegeziel gilt.
Pflegegassen, Piste de soins culturaux - Pista de trattamento colturale - Tending path
Anfangs Dickung zur Erleichterung der Dickungspflege im Abstand von 15 bis 20 m zueinander angelegte 1 - 2 m breite Gassen.
Pflegerückstand, Retard cultural - Ritardo negli interventi colt. - Tending arrears
Entsteht bei Nichteinhalten des richtigen Eingriffszeitpunktes.
Pflegeziel, But cultural - Obiettivo colturale - Tending objective
Legt den angestrebten Bestockungsaufbau zu Beginn der nächsten Entwicklungsstufe fest.
Plantage, culture d'arbres, ligniculture - arboricoltura, impianto di
Baumbestockung aus einer einzigen Baumart (Monokultur), die mit landwirtschaftlichen Methoden (Bodenbearbeitung, maschinelle Pflanzung, Düngung) begründet, mit schematischen Durchforstungen gepflegt und in relativ kurzem Produktionszeitraum bewirtschaftet wird.
Photosynthese, (Assimilation) in Blättern und Nadeln wird mit Hilfe der Lichtenergie aus CO2 und Wasser Zucker gebildet
Pionierbaumart, Essence pionnière - Specie pioniera - Pioneer species
Baumart, die bei Neubildung von Wald oder auf Kahlflächen zuerst auftritt.
Planung, waldbauliche, Planification sylvicole - Pianificazione selvicolturale - Silvicultural planning
Klare Festlegung und zeitliche Einordnung von allen auf die rationelle Erfüllung der waldbaulichen Ziele gerichteten Massnahmen.
Plenterbestand, Im Plenterbestand sind auf kleinen Flächen Bäume jeden Alters vertreten. Es gibt viele kleine und mit zunehmendem BHD immer weniger Bäume. Im nachhaltig aufgebauten, regelmässig bewirtschafteten Plenterwald gibt es keine dauernde Veränderung der Stammzahlverteilung. Die Stammzahlverteilung nach BHD entspricht in der Form einem seitenverkehrten J mit starker Abnahme bei kleinen und mit geringer Abnahme bei grossen BHD. Diese Kurve gilt im gleichförmigen Wald für den Durchschnitt über alle Altersklassen (Normalwaldmodell).
Plenterung, Jardinage - Trattamento a scelta / taglio saltuario - Selection system (Plenter s.)
Betriebsform, welche die Massnahmen der Verjüngung, der Ernte und der Pflege in einem Pflegeeingriff vereinigt, dem Plenterhieb.
Einzelplenterung, J. par pied d'arbre - T. a scelta a piede d'albero - Single-tree selection
Art der Plenterung, bei welcher die einzelstammweise Zielstärkennutzung angewendet und die innige Mischung aller Höhen- und Stärkeklassen auf kleiner Fläche (20 - 30 a) angestrebt wird.
Gruppenplenterung, Jardinage par groupes - T. a scelta a gruppi - Group selection
Art der Plenterung, bei welcher die Verjüngung in Gruppen ohne räumliche Ordnung erfolgt.
Plenterwald, Forêt jardinée - Bosco disetaneo - Selection forest
Stufiger Hochwald, in dem alle Entwicklungsstufen auf kleiner Fläche (ca. 30 a) vertreten sind.
Probefläche, placette d'échantillonnage - area di saggio
Zufällig oder systematisch ausgewählter Teil der Waldfläche, auf der die Baum-, Bestandes- und Flächenmerkmale erhoben werden.
permanente, placette permanente - area di saggio permanente
Für periodisch wiederholte Aufnahmen eingerichtete Probefläche, im Gegensatz zu einer für eine einmalige Erhebung bestimmten, temporären Probefläche.
Produktionsregion, région de production - regione di produzione
Gliederung der Schweiz aufgrund von unterschiedlichen Wuchs- und Holzproduktionsbedingungen in die Regionen Jura, Mittelland, Voralpen, Alpen und Alpensüdseite.
Produktionsziel, But de production - Obiettivo di produzione - Objective of production
Ziel, das für einen Waldbestand bezüglich Holzproduktion festgelegt wird (z.B. Anteil Stammholz bestimmter Baumarten, Dimensionen und Qualitäten).
Protz, Loup - Albero lupo - Wolf tree
Baum in einem Waldbestand, der viel Wuchsraum beansprucht und daher weitringig und astig aufwächst. Sie behindern meist qualitativ bessere Bäume beim Wachstum. Synonym: Vorwuchs.
Provenienz (Herkunft) [Samenernte], Provenance [Lieu de récolte] - Provenienza (P. artificiale) - Provenance
Geografische und standörtliche Herkunft von Samen und der daraus produzierten Pflanzen.
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Räumung, réalisation - taglio di sgombero
Flächige Nutzung des verbleibenden Bestandes. Die Räumung dient der Holzernte und der Freistellung bereits vorhandener Verjüngung oder der Begründung von Jungwald.
Rasse, Race - Razza - Race
Gruppe innerhalb einer Art bzw. Unterart, deren Individuen sich genetisch in bestimmten Eigenschaften von denjenigen andererer Gruppen der Art bzw. Unterart unterscheiden.
Reinbestand, Peuplement pur - Soprassuolo puro(monospecifico) - Pure stand
Aus einer einzigen Baumart zusammengesetzter Bestand. Je nach Vereinbarung werden bis zu 20 % Mischungsanteil toleriert.
Reisten, châblage - strascico a mano
Rücken des Holzes mit Handwerkzeugen und unter Ausnützung der Schwerkraft.
Respiration, (Atmung) wird ein Teil der so gebundenen Energie durch Oxydation wieder freigesetzt
Ringelung, Annélation - Cercinatura - Girdling
Entfernung der Rinde rings um den Stamm. Kann bei schwierig zu fällenden sperrigen Vorwüchsen in der Stangenholzstufe angewendet werden, wenn dadurch keine Borkenkäfergefahr entsteht.
Rodung, Défrichement - Dissodamento - Grubbing (Uprooting, Deforest.)
Als Rodung gilt die dauernde oder vorübergehende Zweckentfremdung von Waldboden. Sie ist verboten. Unter bestimmten Voraussetzungen werden Ausnahmebewilligungen erteilt.
Rotfäule, Pourriture rouge - Rosato (Marciume rosso, Carie) - Heart rot (Red heart rot)
In erster Linie durch den Wurzelschwamm (Fomes annosus) verursachte Fäule, welcher über Verletzungen oder durch Verwachsung mit befallenen Wurzeln den Stamm befällt und in der Regel von der Wurzel her das Kern- und Splintholz von Nadel- und Laubholzarten zerstört. Synonym: Wurzelfäule.
Rotkern, Coeur rouge - Cuore rosso - Red heart
Farbkern von Buche.
Rotte, Petit collectif - Piccolo collettivo (Biogruppo) - Group structure (Small group)
Unter standörtlich harten Bedingungen der subalpinen Stufe natürlich entstandenes oder künstlich angelegtes, trupp- bis gruppengrosses, rundliches bis ovales Kollektiv aus Waldbäumen (z.B. Fichten, Lärchen, Bergföhren), das sich von der Umgebung strukturell abhebt und am Rand kleinere Bäume mit tiefreichenden grünen Kronen aufweist.
Rottenstruktur, structure par collectifs - struttura a collettivi
Räumliche Verteilung von Bäumen zu gedrängt stehenden, voneinander abgrenzbaren Baumkollektiven (Rotten). Rottenstrukturen kommen hauptsächlich in der subalpinen Vegetationshöhenstufe als Folge von kleinflächig wechselnden Standortsbedingungen vor.
Rückedistanz, distance de débardage - distanza di esbosco
Gesamtdistanz, über die das geschlagene Holz mit einem oder mehreren Rückemitteln von der Probefläche bis zur lastwagenbefahrbaren Strasse gebracht wird.
Rückegasse, Layon de débardage - Sentiero da esbosco - Extraction line (Skidding l.)
Im Stangenholz durch Erweiterung jeder zweiten Pflegegasse angelegte Gassen, die das Holzrücken ermöglichen (Breite = Maschinenbreite + 1 m).
Rücken, débardage - esbosco
Transport des Baumstammes vom Fällungsort bis zum Lagerplatz an der nächsten lastwagenbefahrbaren Strasse (GRAMMEL 1988).
Rückeschaden, Dégât de débardage - Danno d'esbosco - Hauling damage (Skidding d.)
Schaden, der beim Rücken des Holzes an Bestand und > Verjüngung entsteht (Verletzungen an Wurzeln, Stammfüssen und Baumschäften bzw. Ausriß und Niederdrücken von Jungpflanzen).
Rundholz, bois rond - tondame
Nach den «Schweizerischen Holzhandels-Gebräuchen» sortierbares Holz ohne Rinde.
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Säbelwuchs, Sabre - Tronco a sciabola - Sweep of the bole
Säbelförmiges krummes Stammwachstum, das infolge ungünstiger Umweltbedingen entsteht (z.B. durch Niederdrücken von Jungbäumen durch Kriechschnee).
Samenbaum, Semencier - Portaseme - Seed tree
Baum, der sich von der Standortstauglichkeit, Qualität und Vitalität her als Samenlieferant für die natürliche Verjüngung eignet.
Samenerntebestand, Peuplement porte-graines(semenc.) - Bosco da seme - Seed stand
Bestand, der sich von der Qualität und Vitalität her zur Gewinnung von Samen für die Pflanzennachzucht eignet.
Schälschaden, dégât d¹écorçage - danni da scortecciamento
Durch das Abreissen von Rinde durch Rotwild verursachte Freilegung des Holzkörpers an Bäumen.
Schaft, tige - fusto
Hauptachse des Baumes von der Bodenoberfläche bis zum Baumwipfel,Schaftholz ohne Astholz.
Schattenbaumart, Essence d'ombre (E. sciaphile) - Specie sciafila (S. ombrivaga) - Shade-tolerant tree species
Schatten ertragende Baumart.
Schicht [gleichförmiger Bestand], Strate [Peuplement régulier] - Strato (Piano) [Sopr. uniforme] - Stratum [uniform stand]
Aus Einzelbäumen mit annähernd gleicher soziologischer Stellung gebildete horizontale Schicht von Baumkronen.
Ober-/Mittel-/Unterschicht , S. sup‚rieure/interm‚d./inf‚r. - S.dominante/intermedio/dominato - S., upper/middle/lower
Der Bestandesraum von gleichförmigen Beständen kann in folgende 3 Schichten eingeteilt werden:
- Oberschicht: Höhe mehr als zwei Drittel der Oberhöhe
- Mittelschicht: Höhe ein bis zwei Drittel der Oberhöhe
- Unterschicht: Höhe weniger als ein Drittel der Oberhöhe.
Schlag, Coupe - Taglio - Coup
In Verbindung mit der angewendeten Hiebsart verwendet zur Bezeichnung der Verfahren flächenweiser Verjüngung des Waldes (z.B. Schirmschlag).
Schlankheitsgrad, Coefficient d'élancement - Grado di rastremazione (Coeff.di) /rapporto di snellezza - Grade of slenderness
Verhältnis der Höhe eines Baumes zu dessen Brusthöhendurchmesser (h/d1.3). Der Schlankheitsgrad gibt Auskunft über den Pflegezustand und die Stabilität gegenüber Wind- und Schneebruch. Bäume mit einem Schlankheitsgrad unter 80 gelten als stabil. Zur Beurteilung der Stabilität gegenüber Wind und Schnee muss jedoch auch die Bewurzelung mitberücksichtigt werden.
Schlitzöffnung, Ouverture en jalousie (en fente) - Apertura a fessura
Zur Förderung der Naturverjüngung im subalpinen Fichtenwald schräg zur Falllinie angelegte, schlitzförmige Öffnung des Kronendaches, die parallel zur Schlitzrichtung das Eindringen des Sonnenlichts auf den Waldboden ermöglicht (Grösse ca. 10-15 x 50-70 m am Nordhang und 10-15 x 15-30 m am Südhang).
Schlussart, Genre de fermeture - Genere di chiusura - Type of crown closure
Art wie sich die Baumkronen gegenseitig berühren. Es wird unterschieden zwischen horizontalem Kronenschluss in gleichförmigen Beständen und vertikalem Kronenschluss in stufigen Beständen.
Schlussgrad, Degré de fermeture - Grado di chiusura - Crown closure class
Ist ein Mass für für die Intensität der Kronenberührungen innerhalb eines Bestandes. Es wird zwischen gedrängtem, normalem, lichtem, lockerem, räumigem und aufgelöstem horizontalem Schlussgrad unterschieden.
Schlusswald, Forêt définitive - Foresta climax - Climax forest
Wald, der sich im Klimaxstadium befindet.
Schneise, tranchée (laie) - striscia aperta nel soprassuolo
Waldstreifen mit Niederhaltegebot, z. B. wegen Freileitungen oder Luftseilbahnen. Die maximalen Baumhöhen und damit die forstliche Produktion sind eingeschränkt.
Schneebruch, Bris de neige - Schianti da neve - Snow break
Schaden, der besonders in jungen und mittelalten Beständen durch Bruch von Bäumen, Kronen und Schäften infolge von Nassschnee entsteht.
Schutzwald, Forêt protectrice - Bosco di protezione - Protection forest
Wald, der in erster Linie Schutzfunktionen erfüllt. Die Schutzleistungen umfassen allgemein den Schutz vor Naturgefahren, den Trinkwasser- und Bodenschutz sowie den Wind-, Lärm- und Sichtschutz.
Schutzwirkung, effet protecteur - effetto protettivo
Fähigkeit einer Bestockung, die Entstehung einzelner oder mehrerer Naturgefahren zu verhindern oder deren Wirkung zu vermindern, siehe auch Waldwirkung.
Schwachholz, petits bois - legname di piccole dimensioni
Nach den «Schweizerischen Holzhandels-Gebräuchen» nicht sortierbarer Derbholzrest.
Sekundärschädlinge, Ravageurs secondaires - Parassiti secondari - Secondary pests
Waldbaulich bedeutendste Schädlinge (die meisten Borkenkäfer), welche geschwächte, kränkelnde Bäume befallen. Wogegen Primärschädlinge gesunde Bäume und Tertiärschädlinge abgestorbene Bäume befallen.
Selve, selve - selva (castagneto da frutto)
Parkartige, mit Edelkastanien oder Nussbäumen bestockte Weide, die sowohl der Nutzung von Holz und Früchten als auch der Heugewinnung oder als Weide dient, in der Schweiz vor allem auf der Alpensüdseite verbreitet.
Sonnenbrand, Coup de soleil - Colpo di sole - Sunscald
Absterben der Rinde durch zu starke Sonneneinstrahlung nach plötzlicher Freistellung (z.B. bei Buche, Fichte, Tanne).
Sortiment (Holzsortiment), assortiment (de bois) - assortimento (legnoso)
Holzprodukt bestimmter Dimension und/oder Qualität aufgrund von Vereinbarungen im Holzhandel (nach SAFE).
Spannrückigkeit, Cannelure - Scanalature - Fluting
Grosswelliges Jahrringwachstum mit Ein- und Ausbuchtungen im Zentimeter-Bereich (z.B. bei Eibe, Hagebuche).
Spezialstandort, stations particulières - stazione particolare
In der Schweiz seltene Trocken- und Feuchtstandorte: trockene, vernässte oder gelegentlich überflutete Böden, wie zum Beispiel Flaumeichenwald, Quellsumpf, Hangried, Hochmoor, Bruchwald, Auenwald.
Splint, Aubier - Alburno - Sapwood
Der an der Saftleitung beteiligte äussere Teil des Holzes im stehenden Stamm, der lebende Zellen und Reservematerial (z.B. Stärke) enthält.
Stabilität, stabilité (du peuplement) - stabilità (del popolamento)
Beständigkeit eines Bestandes gegenüber störenden Einflüssen, mechanische Stabilität gegen Belastungen überwiegend durch abiotische Faktoren (Wind, Schnee usw.). Stabilitätsanforderungen: Waldbauliche Minimalziele im Schutzwald zur ausreichenden Reduktion der Wirkung von Naturgefahren, mittel- bis langfristigen Erhaltung der Schutzwirkung, basierend auf den Vorstellungen über den Naturwald, differenziert nach Waldgesellschaften (vgl. BUWAL 1996).
Stabilitätspflege, Soins stabilisateurs(Interv.st.) - Cura della stabilità - Stand stability tending (T.f.s.)
Pflegeeingriff, der in erster Linie der Erhaltung und Förderung der Stabilität eines Bestandes dient.
Stamm, tronc - tronco
(Baumstamm) Verholzte Hauptachse von Bäumen, LFI: Stammabschnitt zwischen 0,5 m Höhe und dem untersten grünen Ast (ohne Klebäste).
Stammanlauf, empattement - piede dell'albero
(Stammfuss) Stammabschnitt eines Baumes von der Bodenoberfläche bis 0,5 m.
Stammzahl, Nombre de tiges - Numero di alberi - Stem number
Kennzahl aus der Forsteinrichtung; im allgemeinen die Anzahl Stämme eines Bestandes pro ha.
Standort, Station - Stazione - Site
Wuchsort eines Baumes, der durch die dort wirkenden Standortsfaktoren der belebten und unbelebten Umwelt charakterisiert wird.
Standortsansprüche, Exigences écologiques - Esigenze ecologiche - Site requirements
Ansprüche der Baumarten an den Standort bzw. an die Standortsfaktoren.
Standortsfaktoren, Facteurs de station (F. écolog.) - Fattori stazionali (F. ambien.) - Site factors
Faktoren, durch die ein Standort charakterisiert wird (Boden, Klima, Lage, Lebewelt).
Standortsfremde Baumart, Essence étrange à la station - Specie straniero alla stazione - Species strange to the site
Baumart, die auf einem bestimmten Standort nicht von Natur aus vorkommt.
Standortsgerechte Baumart, Essence conforme à la station - Specie conforme alla stazione - Species corresponding to the site
Baumart, welche auf einen bestimmten Standort passt und diesen nicht verschlechtert.
Standortsgüte, fertilité de la station - fertilità della stazione
Von der vorhandenen Bestockung unabhängige Produktionsfähigkeit des Standortes (Gesamtwuchsleistung, Bonität).
Standortsheimische Baumart, Essence native de la station - Specie nativa della stazione - Species native to the site
Baumart, die auf einem bestimmten Standort von Natur aus vorkommt.
Stangenholz, Perchis - Perticaia - Pole stage forest
Bestände mit Oberdurchmesser 12 bis 30 cm (LFI).
Starkholz, gros bois - alberi di grandi dimensioni
Bäume mit einem BHD über 50 cm.
Steilrand, Front de coupe - Margine brusco - Abrupt (Steep) edge (border)
Absätze, die beim Aneinandergrenzen von deutlich ungleich hohen Beständen entstehen, was bei den höheren Randbäumen des einen Bestandes zu einseitiger Kronenbildung, Windwurf sowie Schneedruck und bei den kleineren Randbäumen des Nachbarbestandes zu Unterdrückung führt.
Stichprobe, échantillon - campione
Teil der Grundgesamtheit, der systematisch oder zufällig ausgewählt und erfasst wird. Die Stichprobe erlaubt die Schätzung von metrischen oder kategorialen Merkmalen der Grundgesamtheit.
Stock, souche - ceppaia (ceppo)
(Stockholz) Teil des Baumes unterhalb des Fällschnittes, d.h. das gesamte Wurzelholz und der beim Fällen am Wurzelstock verbleibende Teil des Stammes.
Stockausschlag, Rejet de souche - Pollone (di ceppaia) - Coppice shoot (Stump sucker)
Aus dem Stock von gefällten Bäumen ausschlagende Triebe.Stockausschläge können bei einigen Baumarten zur Verjüngung des Bestandes verwendet werden.
Strauch, buisson (arbuste) - arbusto
Ausdauerndes Holzgewächs, das von Grund auf verzweigt ist und nicht über 5 m hoch wird.
Streu, Fane (Litière) - Lettiera - Litter
Bodenauflage aus abgefallenen Nadeln und Blättern (Nadel- bzw. Blattstreu).
Struktur (Bestandesstruktur), structure (du peuplement) - struttura (del popolamento)
Vertikaler Aufbau eines Bestandes, es werden einschichtige, mehrschichtige, stufige und rottenförmige Strukturen unterschieden.
Strukturvielfalt des Bestandes: Kenngrösse zur Charakterisierung des Bestandes als Lebensraum, abgeleitet aus den Parametern Entwicklungsstufe, Schlussgrad, Bestandesstruktur, Starkholzanteil, Schädigungsgrad des Bestandes, Vorhandensein von Wald- oder Bestandesrand, Vorkommen und Art von Lücken im Bestand, Deckungsgrad der Strauchschicht, Deckungsgrad der Beerensträucher sowie aus dem Vorkommen von Stöcken, liegendem Totholz, Dürrständern und Asthaufen.
Strukturvielfalt des Waldrandes: Kenngrösse zur Charakterisierung des vertikalen und horizontalen Aufbaus des Waldrandes, abgeleitet aus den Merkmalen Aufbau, Verlauf und Dichte des Waldrandes und je der Breite von Waldmantel, Strauchgürtel und Krautsaum.
Stufigkeit, Etagement - Stratificazione - Stratification
Ist ein Mass für die Durchmischung der Höhenklassen. Je stärker die Durchmischung der Höhenklassen in einem Bestand ist, desto grösser ist dessen Stufigkeit.
Sukzession, Succession - Successione - Succession
Natürliche Abfolge von floristisch abgrenzbaren Stadien bei der Entwicklung einer Pflanzengesellschaft. Man unterscheidet das Anfangsstadium, die Übergangsstadien und das Endstadium.
Sukzessionsphase, Phase de succession - Fase di successione - Successional phase
Natürliche Abfolge von strukturell abgrenzbaren Phasen bei der Entwicklung eines Urwaldes. Man unterscheidet Jungwald-, Optimal-, Alters-, Zerfalls- und Verjüngungsphase.
Sukzessionsstadium, Stade de succession - Stadio di successione - Successional stage
Floristisch abgrenzbarer Abschnitt innerhalb der Entwicklung einer Pflanzengesellschaft. Man unterscheidet das Anfangsstadium, die Übergangsstadien und das Endstadium.
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Tarif (-funktion), tarif - funzione di calcolo della tariffa
Funktion zur Volumenbestimmung eines Baumes mit einer einzigen Messgrösse, meist des Brusthöhendurchmessers.
Totholz, bois mort - legno morto
Liegende und stehende tote Bäume (Dürrständer).
Trämel, (Nadelholz-), billon (résineux) - toppo (di conifere)
Kurzes Holzsortiment (meist 4 bis 6 m lang). Trämel werden vorwiegend dort produziert, wo infolge der topographischen Verhältnisse oder der Bestandesstruktur der Abtransport von Langholz nicht möglich ist.
Transportgrenze, Limite de transport (de débard.) - Limite di trasporto - Limit for extraction
Grenze, die zwei Holzbringungsrichtungen voneinander trennt.
Trieb, rameau (pousse) - getto
(Spross) Beblätterte Stamm- oder Astachse.
Trittschäden, dégâts de piétinement - danni da costipamento
Schädigende Einwirkungen auf den Boden und die Vegetation von Wald- oder Weideflächen durch das Begehen durch Schalenwild oder Weidetiere.
Trupp [Mischungsform], Touffe [Forme de mélange] - Ciuffo [Forma della mescolanza] - Small group (S. cluster)
Baumkollektiv von bis zu 5 Aren, der sich durch Baumartenmischung, Alter, Aufbau usw. wesentlich von der Umgebung unterscheidet.
Turnus (Pflegeturnus, Hiebst.), Rotation (R. des coupes) - Periodo di ritorno - Cutting cycle (Felling cycle)
Zeitlicher Abstand in Jahren, in dem Pflegeeingriffe oder Hiebe im selben Bestand wiederholt werden.
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Ueberführung, Conversion - Conversione (C. indiretta) - Conversion
Änderung einer > Betriebsart oder > Betriebsform durch Benützung der vorhandenen Bestockungselemente. Der Begriff impliziert, daß es sich um einen allmählichen Prozeß handeln muss, der mehrere Jahrzehnte, zumeist eine ganze Waldgeneration dauern sollte; z.B. Überführung von einem > Niederwald in einen > Mittelwald oder von einem > Mittelwald bzw. schlagweisen Hochwald in einen > Dauerwald.
Ueberhalt, Réserve sur coupe définitive - Riserva dopo il taglio definit. / rilascio - Reservation of standards
Baum der Vorgeneration, der zwecks Wertproduktion, natürlicher Verjüngung oder als Teil eines Schirmes über einer Folgebestockung belassen wird.
Umlaufzeit [Plenterwald], Périodicité (Rotation) [F. jard.] - Periodo di curazione [B. diset.] - Cutting cycle (Felling cycle)
Zeitintervall zwischen 2 Plentereingriffen in einer Plenterwaldabteilung.
Umsetzung, soziale, Modification du statut social - Transizione sociale - Change in development
Änderung der sozialen Stellung eines Baumes innerhalb eines Bestandes.
Umtriebszeit, Révolution - Turno (Ciclo produttivo) - Rotation (Production period)
Zeitraum zwischen Begründung und Räumung eines Bestandes oder Bestandesteils (im schlagweisen Hochwald).
Umwandlung, Transformation - Trasformazione (Conv. diretta) - Transformation
Wechsel von einem Bestandestyp zu einem anderen durch Neubegründung.
Unterdrückung, Compression (Attente sous couv.) - Aduggiamento - Suppression
Behinderung des Wachstums von Bäumen, die unter Schirm von anderen Bäumen stehen.
Unterpflanzung (Unterbau), Sous-plantation - Piantagione sotto copertura - Underplanting (Pl. under cover)
Ausnahmsweise im mittelalten Bestand bzw. Altbestand praktizierte künstliche Verjüngung mit dem Ziel der Steigerung der Wertleistung (des Altbestandes), der Steigerung des Zuwachses (durch Ober- und Unterschicht), der Vermeidung von Steilrändern zu Nachbarbeständen bzw. zur Einbringung von Mischbaumarten für den Folgebestand.
Unterschicht, strate inférieure (sous-étage) - strato inferiore
Gesamtheit der Bäume, die höchstens ein Drittel der Oberhöhe erreichen und eine gegen oben klar abgrenzbare Kronenschicht mit einem Deckungsgrad von mindestens 20% bilden.
Unterwuchs (Unterholz), Sous-étage - Sottobosco - Underwood
Der Stockausschlagnebenbestand des Mittelwaldes, der im allgemeinen zur Brennholzerzeugung dient. Synonym: Hauschicht.
Ursprung (autochthone Provenienz), Origine (Provenance autochtone) - Origine (Provenienza autochtona) - Origin
Ursprüngliche, natürliche Herkunft von Baumrassen.
Urwald, Forêt vierge - Foresta vergine - Virgin forest (Primary forest)
Ursprünglicher, vom Menschen unberührter und unbeeinflusster Wald. In den Tropen ist die Bezeichnung "Primärwald" verbreitet. Die nach Eingriffen in den Primärwald spontan sich einfindende Waldbestockung wird als "Sekundärwald" bezeichnet. In Mitteleuropa gibt es heute bis auf wenige unzugängliche Extremstandorte keinen Urwald mehr.
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Vegetation, potentielle natürliche, végétation naturelle potentielle - vegetazione potenziale naturale
Gedachter natürlicher Zustand der Vegetation, der sich für heute entwerfen lässt, wenn die menschliche Wirkung auf die Vegetation unter den heute vorhandenen Lebensbedingungen beseitigt und die natürliche Vegetation sozusagen schlagartig in das neue Gleichgewicht eingeschaltet gedacht würde (TÜXEN 1956).
Vegetationshöhenstufe (Höhenstufe), étage de végétation - piano vegetazionale
Gesamtheit der Standorte mit ähnlichen pflanzensoziologischen Verhältnissen unter Berücksichtigung der massgebenden Standortsfaktoren, insbesondere der Höhenlage.
Verbiss, Abroutissement (Broûtage) - Morsicatura /brucatura - Browsing
Abfressen von Knospen, Trieben und Blättern durch Schalenwild, Hase und Haustiere. Verbissschäden: verursachter Ausfall von Jungbäumen, welcher die natürliche Verjüngung standortgerechter Baumarten (Verjüngungsziel) ohne Schutzmassnahmen verunmöglicht.
Verjüngung, Rajeunissement [Action] / régénération - Rinnovazione - Regeneration
Ablösung eines in der Regel hiebsreifen alten Waldbestandes durch einen jungen.
Kunstverjüngung , Rajeunissement artificiel - Rinnovazione artificiale - artificial regeneration
Verjüngung, bei welcher die Begründung des Folgebestandes durch Pflanzung, Saat oder Stecklinge erfolgt.
Naturverjüngung, Rajeunissement naturel - Rinnovazione naturale - natural regeneration
Verjüngung, bei welcher die Begründung des Folgebestandes durch natürliche Ansamung aus dem Altbestand oder aus benachbarten Beständen erfolgt.
Vorverjüngung, Rajeunissement préétabli - Rinnovazione anticipata - advanced regeneration
Verjüngungsanteil, der aufgrund des Schutzbedürfnisses der betreffenden Baumart vor Beginn der ganzflächigen Verjüngung eingeleitet oder abgeschlossen werden muss, z.B. Einbringen der Schattenbaumarten Tanne und Buche in einen Fichtenbestand.
unter Schirm, régénération sous abri - rinnovazione sotto copertura
Unter dem Kronenschirm eines Altbestandes stehende Verjüngung, welche den zukünftigen Hauptbestand bilden soll.
Verjüngungsdringlichkeit, Urgence du rajeunissement - Urgenza della rinnovazione - Urgency of regeneration
Dringlichkeit für die Vejüngung eines Bestandes aufgrund von ökonomischen, ökologischen und waldbaulichen Gesichtspunkten.
Verjüngungseinheit, Unité de rajeunissement - Unità di rinnovazione - Unit of regeneration
Planungseinheit mit verschiedenen Beständen oder Bestandesteilen, für die der Verjüngungsablauf zweckmässig aufeinander abgestimmt wird.
Verjüngungsfläche, surface de régénération - superficie di rinnovazione
Im Normalwaldmodell zur Erhaltung einer ausgeglichenen Vertretung der Altersklassen erforderliche jährliche Verjüngungsfläche. Sie entspricht dem Quotienten von Waldfläche und mittlerer Umtriebszeit.
Verjüngungszeitpunkt, Echéance du rajeunissement - Inizio della rinnovazione - Starting point of regeneration
Moment, in welchem die Verjüngung eingeleitet wird.
Verjüngungsraum, Durée du rajeunissement - Periodo di rinnovazione - Regeneration period
Die geplante oder effektive Zeitdauer, die von der Einleitung bis zum Abschluss der Verjüngung eines Waldteils benötigt wird.
Verjüngungsziel, But du rajeunissement - Obiettivo di rinnovazione - Regeneration aim
Das Ziel der Waldverjüngung bezüglich der Baumartenzusammensetzung und der Stufigkeit, welches das Erreichen des > Bestockungsziels erlauben soll.
Verschulung, Repiquage - Trapianto - Linig out (Transplanting)
Pflanzgartenarbeit, bei welcher die einjährigen Sämlinge mit grösseren Abständen ins Verschulbeet versetzt werden.
Verunkrautung, Envahissement p.l. mauv. herbes - Invasione di malerbe - Weed
Konkurrenzierung der Bäumchen im Jungwuchsstadium durch Unkraut.
Volumenfunktion, fonction du volume - funzione volumetrica
Formel zur Ermittlung des Baumvolumens mit mehreren Messgrössen. Als Messgrössen werden im LFI der Brusthöhendurchmesser, der Durchmesser in 7 m Höhe und die Baumhöhe verwendet.
Vorbau, Plant. préparat. (Ecran protect.) - Piantagione preparatoria - Preliminary cultivation
Auf Kahlfläche in weiten Pflanzverbänden gepflanzte Baumschicht, die der Verbesserung von Boden und Bestandesklima sowie dem Schutz der darunter wachsenden Wertbaumarten dienen (als Vorbauarten geeignet sind v.a. Er, Pa, Bi).
Vorrat (Derbholz-), Matériel sur pied - Provvigione - Growing stock
Verwertbares Holzvolumen des stehenden Bestandes inklusive Rinde (in der Regel mit mindestens 8 cm Durchmesser; Einheit: Tariffestmeter pro ha).
Vorwald, Forêt pionnière - Foresta pioniera - Nurse crop (Pioneer crop)
Ein auf Kahlfläche natürlich entstandener oder durch Kultur in weiten Pflanzverbänden angelegter Wald aus Baumarten, die der Verbesserung von Boden und Bestandesklima sowie dem Schutz der darunter wachsenden Wertbaumarten dienen (als Vorwaldarten geeignet sind v.a. Er, Pa, Bi).
Vorwuchs, Prédominant - Pianta predominante - Wolf tree (Advanced growth)
Einzelner, i.d.R. sperriger Baum mit Wachstumsvorsprung.
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Wachstum, (croissance, crescita) bezeichnet die Grössenzunahme in einem organischen System (Dimensionen und Masse) bis zu einem bestimmten Zeitpunkt
Wachstumseigenschaften, Propriétés de croissance - Propriete di accrescimento - Groth properties
Entwicklungsablauf der verschiedenen Waldbaumarten unter gegebenen Umweltbedingungen, schematisch darstellbar in Wachstums- und Zuwachskurven.
Wachstumsgeschwindigkeit, (vitesse de croissance absolue, velocità di crescita assoluta) gibt den Zuwachs pro Zeiteinheit an
Wachstumsgesetz, (loi de croissance, leggi dell'auxonomia) beschreibt die Entwicklung einer Grösse mit einer Funktion in der allgemeinen Form y = f (t)
Waldbau, Sylviculture - Selvicoltura - Silviculture
Die Technik, welche zur wirtschaftlichen Erreichung des Waldbauziels dient. Sie beinhaltet Begründung, Verjüngung, Pflege und Nutzung des Waldes.
naturnaher Waldbau, S. naturaliste (proche d.l.nature) - S. naturalistica - Naturalistic silviculture
Arbeitet mit einem hohen Anteil an standortsheimischen Baumarten und nutzt die natürlichen Waldentwicklungsvorgänge bestmöglich aus. Er ist eine Voraussetzung zur Erfüllung der Nachhaltigkeit.
Waldbauziel, But sylvicole - Obiettivo selvicolturale - Aim (Objective) of silvic.
Behandlungsziel für die Waldungen eines Betriebes, das auf Grund der natürlichen Grundlagen, der vorhandenen Waldbestände und der menschlichen Bedürfnisse festgelegt wird.
Waldfunktion, fonction de forêt - funzione del bosco
Aufgaben, die vom Wald gegenwärtig ganz oder teilweise erfüllt werden (Waldwirkungen) oder erfüllt werden können (potentielle Waldwirkung) und erfüllt werden sollen (gesellschaftlicher Anspruch). Die wichtigsten Waldfunktionen sind Schutz vor Naturgefahren, Holzproduktion und Wohlfahrt (Naturschutz, Erholung) (BUWAL 1996).
Waldgesellschaft [pfl.soz.], Association (v‚g‚tale) forestière - Associazione forestale - Forest community
Standortspezifische Pflanzengesellschaften des Waldes.
Waldgrenze obere, Limite supérieure de la forêt - Limite superiore del bosco - Forest limit (Timberline)
Grenze bis zu welcher die Vegetationsform Wald gedeihen kann. Oberhalb der Waldgrenze kommen verholzte Pflanzen nur noch vereinzelt und nicht mehr flächig dominierend vor.
Waldökologie, Verstehen und erklären der Wachstumsvorgänge
Waldpflege, Soins sylvicoles - Cure selvicolturali - Forest tending
Gezielte Beeinflussung der Wachstumsvorgänge; Auslesende und pflegliche waldbauliche Eingriffe in den Wald mit dem Ziel, die Lebensabläufe von Einzelbäumen wie des Waldes so zu lenken, dass die von den Menschen an den Wald gestellten Ansprüche dauernd befriedigt werden. Waldpflege umfasst, angestrebt durch die gleichen Massnahmen: Bodenpflege, Binnenklima-Pflege, Pflege der gegenseitigen Lebensbeziehungen im Wald.
Waldrand, lisière - margine boschivo (margine del bosco
Grenz- oder Übergangsbereich der Vegetationsform Wald zu anderen Elementen der Landschaft. Der Waldrand umfasst Waldmantel, Strauchgürtel und Krautsaum.
Waldwachstumslehre, Wachstumsvorgänge beschreiben und quantifizieren sowie Gesetzmässigkeiten erkennen
Waldweide, pacage en forêt - pascolo in bosco
Beweidung des Waldes durch Vieh (Kühe, Rinder, Pferde, Schweine, Schafe oder Ziegen). Die Waldweide stellt eine kombinierte land- und forstwirtschaftliche Nutzung dar.
Waldwirkung, effets de la forêt - effetti del bosco
Wirkungen des Waldes als Vegetationsform auf die abiotische (Boden, Luft, usw.) und biotische (Fauna, Flora, Mensch) Umwelt. Die Wirkungen des Waldes sind abhängig von dessen Ausdehnung, Verteilung, Baumartenzusammensetzung und Struktur.
Wasserreiser (Wasserschoss) [einj.], Gourmand [annuel] - Pollone epicormico - Water sprout (Epicormic shoot)
Aus schlafender Knospe entstandener bis einjähriger Trieb.
Wasserversorgung, Approvisionnement en eau - Approvvigionamento idrico - Water supply
Versorgung der Bäume mit Wasser.
Weichhölzer, Bois tendres - Specie a legno molle - Weed trees
Speziell weiche Laubholzarten wie Weide und Pappel.
Wiederaufforstung, Reboisement - Rimboschimento - Reforestation
Künstliche Wiederbewaldung von vorgängig geräumten Waldflächen.
Wiederherstellung, Reconstitution - Ricostituzione - Reconstitution
Wiederbestockung von Waldungen, die durch Naturereignisse oder Schädlingsbefall geschädigt sind.
Wildschaden, Dégâts de gibier - Danni della selvaggina - Game damage
Durch Wild an Bäumen verursachte Schäden (Verbiss-, Feg-, Schälschäden).
Windbruch, Bris de vent - Schianti da vento - Windbreak
Durch Wind gebrochene Bäume.
Windwurf, Volis - Sradicamento da vento - Windthrow (Windfall)
Durch Wind zu Boden umgeworfene Bäume.
Wirtschaftsplan, plan d'aménagement/ de gestion - piano di assestamento
Forstbetriebliches Planungswerk, welches für einen mittelfristigen Zeitraum (10­20 Jahre) die allgemeinen Bewirtschaftungsgrundsätze und alle Tätigkeiten in ihrem räumlichen und zeitlichen Ablauf festlegt.
Wurzelanläufe, Empattement (des racines) - Base delle radici - Root-swelling
Unregelmässige Verdickung des Stammes im Stammfussbereich, welche die Stabilität des Baumes erhöht.
Wurzelbrut, Drageon - Pollone radicale - Root sucker
Trieb einer neuen Pflanze aus der Wurzel einer Mutterpflanze.
Wytweide (Weidewald), pâturage boisé - pascolo alberato
Mit Waldbäumen bestockte Weide, die der eidgenössischen Waldgesetzgebung unterstellt ist.
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Zäunung, Clôturage (Engrillagement) - Recinzione - Game exclosure (G. fencing)
Zaun, der zum Schutze von Jungwald vor Wildschäden angebracht wird.
Zeigerpflanze (Weiserpflanze), Plante indicatrice - Pianta indicatrice - Indicator plant
Bodenpflanze, welche Hinweise auf Standortseigenschaften gibt.
Zellenpflege, Traitement en cellules - Trattamento in cellulas - Treatment in cells
Zellenpflege In der Dickungsstufe angewendete Pflegemethode, bei der sich die positiven Ausleseeingriffe auf im Endabstand angeordnete Zellen von 4 - 6 m Durchmesser mit je 1 - 4 Auslesebäumen beschränken.
Zielstärkennutzung, Exploitation selon diamètre d'exploitabilité - Utilizzazione secondo diametro di recidibilità - Utilization after target diameter
Entnahme der Bäume, die einen bestimmten Zieldurchmesser erreicht haben.
Zopfdurchmesser, diamètre au petit bout - diametro in punta
Durchmesser des dünneren (oberen) Endes eines Trämels oder eines Langholzstückes.
Zukunftsbäume (Z-Bäume), Arbres de place - Alberi d'avvenire - Crop trees
Auslesebäume im Endabstand, die bis zum Ende der Umtriebszeit stehen bleiben sollen.
Zuwachs, Accroissement - Incremento - Increment
bezeichnet die Grössenzunahme in einem bestimmten Zeitintervall; z.B. Zunahme des Holzvolumens pro Zeiteinheit (Einheit: Tariffestmester pro Jahr).
Zwangsnutzung, Chablis (Exploitation forcé) - Utilizzazione forzata (obbligata) - Compulsary (Extraordinary) yield
Geschädigte Bäume, die infolge von Krankheiten oder Verletzungen vorzeitig genutzt werden müssen; aufgrund von abiotisch (Schnee, Sturm) oder biotisch (z. B. Borkenkäfer) bedingten Schäden.
Zwiesel, Fourche - Forca - Forked tree (Twin tree)
Durch genetische Veranlagung oder Verlust der Endknospe entstandene Verzweigung des Stammes.
Z-Baum-Methode, Méthode d'arbre de place - Metodo d'albero d'avvenire - Method of the crop tree
Definitive Festlegung der Z-Bäume in der Stangenholzstufe und anschliessende Begünstigung derselben bis zur Räumung des Bestandes.
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Affiliation:
Swiss Federal Institute for Forest, Snow and Landscape Research
Section for Silvicultural strategies
WSL/FNP CH-8903 Birmensdorf - Phone: +41 1 739 22 74 - Fax: +41 1 739 22 15 - E-mail: ulrich.braeker@wsl.ch
internet: www.wsl.ch/forest/waldman/fgrowth/oub/

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