Baumarten Laub- und Nadelholz Symptome Geschlängelte Frassgänge unter der Rinde, Bohrmehl z.T. wolkenartig angeordnet, Verpuppungsgang im Holz. Ovale Ausfluglöcher. Ursache, Zusammenhang Die Familie der Prachtkäfer umfasst meist bunte, metallisch glänzende Arten. Sie sind bei Sonnenschein während des ganzen Sommers zu beobachten. Die meisten entwickeln sich im Holz, einige auch in krautigen Pflanzen.
Die Eier werden in kleinen Gruppen unter der Rinde oder unter Borkenschuppen abgelegt. Die weisslichen, beinlosen Larven bohren sich unmittelbar unter dem Ei in die Rinde. Die Larven haben entweder ein stark abgeflachtes, verbreitertes Brustsegment ("Kopf") oder sind walzig und weisen am Ende zwei verhornte Spitzen auf.
Die Larven fressen in häufig geschlängelten Gängen in Rinde, Bast oder Kambium. Dadurch kann u.U. die Saftleitung eines noch lebenden Baumes unterbrochen werden. Die flachen Gänge werden mit dem Wachstum der Larve immer breiter und sind mit fest gepresstem Bohrmehl ausgefüllt. Häufig wechseln sich helle und dunkle Lagen wolkenförmig ab. Die Entwicklung der verschiedenen Arten dauert ein bis zwei Jahre. Die Verpuppung findet in der Rinde oder in einem Hakengang im Holz statt.
Die ovalen Ausfluglöcher der Prachtkäfer unterscheiden sich von denjenigen der Bockkäfer dadurch, dass sie häufig auf der einen Seite flacher und auf der anderen Seite stärker gewölbt sind, und sich die beiden Seiten in einem Winkel vereinen. Verwechslungsmöglichkeiten Die Larven ähneln denjenigen von Bockkäfern. "Kochlöffelförmige" Larven und wolkiges Bohrmehl deuten jedoch immer auf Prachtkäfer hin. Gegenmassnahmen Ein Befall von vitalen Bäumen ist in der Schweiz selten. Sollen gefährdete Nachbarbäume geschützt werden, müssen stark befallene Bäume vor Ausflug der Käfer gefällt und entrindet werden. Bemerkungen Etliche Prachtkäferarten sind geschützt. Beat Wermelinger, letzte Änderung 19-JAN-09 © 2003-2007 WSL - Waldschutz Schweiz email: Waldschutz Schweiz
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Prachtkäfer sind flinke, oft metallisch schillernde und sonnenhungrige Tiere

Larve mit typischer "Kochlöffelform" in Gang mit wolkenförmig angeordnetem Bohrmehl

Geschlängelte Gänge von Prachtkäferlarven

Ovales Ausflugloch mit zugespitzten Schmalseiten
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