Gestreifter Nutzholzborkenkäfer

Trypodendron lineatum (=Xyloterus lineatus)

Baumarten

Nadelbäume; v.a Fichte und Tanne, seltener Föhre und Lärche

Baumarten (lat.)

Picea, Abies, Pinus, Larix

Symptome

  • Weisse Bohrmehlhäufchen auf liegenden Stämmen
  • im Splint liegendes, leiterförmiges Brutbild

Ursache, Zusammenhang

Der ca. 3.5 mm grosse Holzbrüter mit den längsgestreiften Flügeldecken ist ein ausgesprochener Frühschwärmer (schon ab Anfang März). Das befruchtete Weibchen dringt bis zu 7 cm tief radial in den Stamm ein und legt senkrecht dazu meist zwei den Jahrringen folgende Muttergänge an, wo die Eier abgelegt werden. Die ausschlüpfenden Larven fressen in 4-5 mm langen, in der Faserrichtung liegenden Gängen, die sich abwechselnd gegenüber liegen. Sie ernähren sich nicht vom Holz, sondern vom eingebrachten Pilz (s. Bemerkungen). Die Verpuppung erfolgt ebenfalls in den stollenartigen Larvengängen und die geschlüpften Jungkäfer machen hier an den Pilzen auch ihren Reifungsfrass. Im Sommer verlassen die Käfer den Brutbaum und überwintern in der Bodenstreu. Es gibt pro Jahr eine Generation, die Weibchen können aber nach der ersten Eiablage Geschwisterbruten erzeugen. Der Käferflug kann darum bis in den Herbst andauern.

Der Gestreifte Nutzholzborkenkäfer neigt zu Massenvermehrungen und kann zur Entwertung von im Wald gelagertem Fichtenholz führen. Er befällt auch entrindete Stämme.

Verwechslungsmöglichkeiten

Die Frassgänge können mit denen des Amerikanischen Nutzholzborkenkäfers (Gnathotrichus materiarius) verwechselt werden. Dessen Gänge sind etwas geschwungener und länger und dringen bis 15 cm in das Holz ein.
Auch der Sägehörnige Werftkäfer (Hylecoetus dermestoides) stösst weisses Bohrmehl aus, aber in grösseren Mengen.

Gegenmassnahmen

  • Abtransport der Stämme vor dem Flug
  • Nasslagerung
  • rechtzeitige chemische Behandlung von Holzlagern (Fachbewilligung!)

Bemerkungen

Die Nutzholzborkenkäfer ernähren sich nicht direkt vom Holz, sondern von einem vom Weibchen übertragenen Pilz. Sie werden deshalb Ambrosiakäfer genannt. Die Larven ernähren sich von den Pilzgeweben, die in den Gängen wachsen und diese dunkel färben. Die Muttertiere pflegen die Pilzrasen laufend.
Sie spielen auch eine wichtige Rolle als Pioniere beim Recycling von abgestorbenen Bäumen.


Beat Wermelinger, letzte Änderung 04-FEB-09
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Der braun-schwarze, längsgestreifte Käfer

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Befall kann an berindetem wie unberindeten Stämmen erfolgen und verrät sich durch die weissen Bohrmehlhäufchen.

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Leiterförmiges Brutbild entlang einer Jahringschicht mit Muttergang (längs) und Larvengängen (kurze Stummel quer).

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Gut sichtbarer Ablauf der Brutbildung an einem Stammquerschnitt: radiale Einbohrröhre (senkrecht), davon 2 abzweigende Muttergänge entlang der Jahrringe.