Hinweise zu Zwangsnutzung, Entrinden und Abführen
 

 

  • Kleine Befallsherde:

Entrinden im Bestand ist am effizientesten. Handentrindungsmaschinen (z.B. Eder) töten über 90% der Bruten ab. Ein Verbrennen der Rindenschnitzel ist nicht nötig. Ist die Rinde durch den Reifungsfrass bereits teilweise gelockert, muss von Hand entrindet werden. Bei der Verwendung von Schäleisen ist die Überlebensquote deutlich höher. Sind hellbraune Jungkäfer vorhanden, so müssen die Rindenstreifen verbrannt, gehäckselt oder abgeführt werden. Sind hingegen erst Larven und Puppen (weisse Stadien) vorhanden, so trocknen diese mit den Rindenstreifen aus und müssen nicht vernichtet werden.

  • Grosse Befallsherde:

Vorgehen wie in kleinen Käfernestern. Wird der Befall aber frühzeitig entdeckt (noch keine Jungkäfer vorhanden), so können die Stämme auch in Rinde gerückt und zentral entrindet oder sofort abgeführt werden. Auch grosse Entrindungsmaschinen (z.B. Lochrotor) zerstören die Käferbruten ausreichend. Werden Käferbäume mit Jungkäfern gerückt (Bodenzug, Heli), so ist das Risiko gross, das Rindenstücke mitsamt den Käfern abfallen.

  • Verlassene Käferbäume

sollen möglichst nicht gefällt werden. Natürliche Feinde der Borkenkäfer verlassen die Stämme einige Wochen später. Zudem schützen die toten Bäume den dahinter stehenden Bestand.

  • Kritische Bestandesränder

nicht vorsorglich "nachputzen". Ein Befall der einzelnen Bäume kann nicht unbedingt vorhergesagt werden. Es besteht die Möglichkeit zur Erholung.

 

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