Föhrensterben Wallis |
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Die Waldföhrenwälder im Raume Visp zeigen seit einigen Jahren auffallende Absterbeerscheinungen. Im interdisziplinären Projekt 'Die Waldföhrenwälder im Alpenraum – Ein Landschaftselement im Umbruch' (Projektleitung: Andreas Rigling) werden die Ursachen dieses Absterbens untersucht. Mit dem Projekt 'Phytopathogene Pilze und Nematoden in absterbenden Waldföhrenbeständen des Wallis' wird die Rolle von Pilzen und Nematoden an diesen Absterbeprozessen untersucht. siehe Bläuepilze |
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Mit den laufenden Untersuchungen im Wallis wurden eine Vielzahl von Faktoren, die zum Absterben der Waldföhre im Wallis führen könnten, indentifiziert. Auffällig sind auf absterbenden und toten Föhren (Pinus sylvestris) die vielen Frassspuren von Insekten und damit verbunden das starke Auftreten von Bläuepilze. Deren Rolle beim Absterben ist jedoch nicht geklärt. Die meisten Bläuepilze der Gattungen Ophiostoma, Leptographium und Graphium, die durch Insekten übertragen werden, entwicklen sich meist nur auf totem Holz. Wenige der Bläuepilze sind jedoch pathogen: z. B. O. minus, L. procerum, L. wagneri (in Europa bisher nicht gefunden). |
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Ziel des Projektes Folgende Fragen sollen beantwortet werden:
Methoden Jährliche werden Stamm- und Wurzelproben von unterschiedlich geschädigten Waldföhren untersucht und daraus Bläupilze isoliert und identifiziert. Mit Tests an Waldföhren im WSL-Gewächshaus wird die Pathogenität dieser Pilze ermittelt. Erste Resultate Bläuepilze der Gattungen Ophistoma, Leptographium und Graphium konnten sowohl aus Stamm als auch aus Wurzelproben isoliert werden. Bläuepilze wurden nicht nur aus verblautem Stammholz sondern auch aus unverblautem Holz der Bäume in den Schadklassen 3 und 4 isoliert (Abb.1).
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Abb. 1: Bläue in den verschiedenen Schadklassen (Mai 2002). Pro Schadklasse wurden die Anzahl Bäume ohne Bläue, mit Bläuepilzen und mit sichtbarer Bläue ermittelt. |
| Kontakt: Ursula Heiniger | |
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Mit den laufenden Untersuchungen im Wallis wurden eine Vielzahl von Faktoren, die zum Absterben der Waldföhre im Wallis führen könnten, indentifiziert. Auffällig sind auf absterbenden und toten Föhren (Pinus sylvestris) die vielen Frassspuren von Insekten. Aus dem Holz von abgestorbenen Föhren (Pinus sylvestris) konnten Nematoden isoliert werden. Einige Arten der Nematoden-Gattung Bursaphelenchus gelten als pathogen. Die gefährlichste Art B. xylophylus wurde ausser in einem neuen ausgedehnten Herd in Portuagl im übrigen Europa bis jetzt noch nicht festgestellt. Ziel des Projektes Folgende Fragen sollen beantwortet werden: Welche Nematoden-Arten sind vorhanden? Sind pathogene Nematodenarten am Absterben der Waldföhre im Wallis beteiligt? Welche Insekten übertragen die Nematoden? Gibt es einen Zusammenhang zwischen Insektenbefall und Nematoden? Welche Rolle spielen diese Organismen bei den Absterbeerscheinungen der Waldföhre im Wallis? Methoden Jährliche werden Stamm- und Astproben von unterschiedlich geschädigten Waldföhren untersucht und daraus Nematoden isoliert und identifiziert. Mit Tests an Waldföhren im WSL-Gewächshaus wird die Pathogenität dieser Nematoden ermittelt. Erste Resultate In den Bäumen der Schadklasse 4 (kürzlich abgestorben) konnten in Zusammenarbeit mit Dr. Ute Schönfeld, LVL-Pflanzenschutz, Brandenburg, Nematoden der Gattung Bursaphelenchus nachgewiesen werden. B. xylophilus wurde nicht gefunden. Frassspuren von Monochamus sp., dem Vektor von Bursaphelenchus-Arten, konnten an jungen Trieben (Abb. 1) festgestellt werden. Holzraspel (Abb. 2) zeigen, dass das Insekt auf liegendem Holz brütet. |
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| Abb. 1. Reifungsfrass von Monochamus sp. an jungen Trieben von Pinus sylvestris |
Abb. 2. Holzraspel, von Monochamus sp. aus den Brutgängen ausgestossen. |
| Kontakt: Janina Polomski | |
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U. Heiniger, 21.3.2002 |
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