| Borkenkäfer sind ein wesentlicher Bestandteil eines jeden Waldökosystems (-> Bedeutung). Der Buchdrucker (lat. Ips typographus) ist eine - die wirtschaftlich wichtigste - der über hundert in der Schweiz vorkommenden Borkenkäferarten. Der erwachsene Käfer ist rund 5 mm lang und dunkelbraun gefärbt. Er brütet in der Rinde, hinterlässt also keine Frassgänge im Holz (höchstens Abdrücke). Er ist einer der wenigen Borkenkäfer, die bei günstigen Bedingungen ausgeprägt zu Massenvermehrungen neigen und zu ausgedehntem Absterben von Bäumen führen können. |
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WirtsbäumeDer Buchdrucker befällt praktisch ausschliesslich Fichten, in Ausnahmefällen auch Föhren (Kiefern). Normalerweise besiedelt er kranke, gestresste oder frisch gefallene Bäume. Man spricht von attraktiven oder bruttauglichen Fichten. Pioniermännchen suchen fliegend nach geeigneten Brutbäumen. Sie werden von Duftstoffen (Kairomone) der Bäume und Lockstoffen (Pheromone) von Artgenossen angelockt. -> Entwicklung Eine gesunde Fichte kann anfliegende Borkenkäfer durch Harzfluss (Bild) abwehren. Sind aber die Käferdichten extrem hoch, können die Tiere auch anscheinend gesunde oder nur vorübergehend geschwächte Bäume besiedeln. Der intensive Frass der Larven und Jungkäfer unter der Rinde unterbricht den Saftstrom in der Rinde und die befallenen Bäume sterben ab. |
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Bevorzugtes Brutmaterial
Im Sturmholz ist die Rinde meist nach einem Jahr (Mittelland), spätestens nach zwei bis drei Jahren (Gebirgswald) zu trocken für eine Besiedlung durch den Buchdrucker. |
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RegulationDie Dichte von Borkenkäferpopulationen wird durch verschiedene natürliche Begrenzungsfaktoren geregelt. Die wichtigsten sind die Witterung, das Angebot an Brutmaterial, die Widerstandskraft der Wirtsbäume (Disposition) und die natürlichen Feinde, wie verschiedene räuberische und parasitische Insekten oder auch Spechte. |
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