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Prävention und Schutz als Forschungsziel

Naturgefahren WSL/SLF

Das Hochwasser vom August 2005 oder das Lawinenunglück Anfang Januar 2010 im Diemtigtal haben gezeigt: Naturereignisse können in der Schweiz nach wie vor grossen Schaden anrichten. Mit ihrer Forschung und ihren Dienstleistungen trägt die WSL massgeblich dazu bei, die Bevölkerung vor Naturereignissen zu schützen. Schutzkonzepte sind nur möglich, wenn wir wissen, wie Naturgefahren entstehen und wie sie sich im Gelände auswirken. Die WSL betreibt deshalb weltweit einzigartige Versuchsanlagen, wo die Forschenden Lawinen, Murgänge, Steinschlag und Hangrutschungen unter realitätsnahen Bedingungen erzeugen und beobachten. Die so erhobenen Daten dienen dazu, die Prozesse der einzelnen Naturgefahren besser zu verstehen. Ausserdem fliessen sie direkt in verschiedene Computermodelle wie RAMMS und Alpine3D ein, die Praktiker und Forschende bei der Analyse und Beurteilung von Naturgefahren unterstützen.

Entwicklung und Prüfung von Schutzsystemen

Die Bevölkerung schützt sich am effizientesten vor Naturgefahren, wenn sie den Gefahren durch eine sinnvolle Raumplanung ausweicht. Ist dies nicht möglich, werden bauliche Schutzmassnahmen eingesetzt. Die WSL entwickelt und prüft gemeinsam mit Industriepartnern Schutzsysteme wie Lawinendämme oder Steinschlagnetze und berät die Anwender im In- und Ausland über deren Einsatz.

Gut vorbereitet dank Warnung und Information

Rechzeitige Warnung vor drohenden Naturereignissen kann Menschen und Sachwerte vor grossen Schäden bewahren. Mit seinen im Winter zweimal täglich herausgegebenen Lawinenbulletins erfüllt der Lawinenwarndienst des SLF diesbezüglich eine wichtige nationale Aufgabe. Das SLF und die WSL haben ausserdem für Lawinen und hydrologische Naturgefahren zwei internetbasierte Informationsplattformen entwickelt: IFKIS und IFKIS-Hydro. Diese stellen den lokalen Sicherheitsverantwortlichen Mess- und Beobachtungsdaten, Vorhersagen, Warnungen sowie Modelle zur Verfügung und ermöglichen ihnen, bei Krisensituationen rasch entscheiden und handeln zu können. So sind zum Beispiel die Sicherheitsverantwortlichen des Kantons Zürich jederzeit über die zu erwartenden Wassermengen der Sihl informiert und können rechtzeitig Massnahmen ergreifen, die eine Überflutung des Hauptbahnhofs Zürich verhindern. Zusammen mit dem Bundesamt für Umwelt, Meteoschweiz und dem Schweizerischen Erdbebendienst entwickelt das SLF die Plattformen IFKIS und IFKIS-Hydro weiter zu GIN, einer gemeinsamen Informationsplattform für Naturgefahren. Ressourcen des Landes sinnvoll nutzt und langfristig erhält.

 
 
 
 
 

 

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