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Energiewende - Der Beitrag der WSL-Forschung 

Die Schweiz hat den Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen. Gleichzeitig will sie den CO2-Ausstoss reduzieren, um die Klimaziele zu erreichen. Beides bedingt einen grundlegenden Umbau des Energiesystems, mit Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft. Die WSL untersucht die für die Energiewende notwendige Ressourcenverfügbarkeit sowie mögliche Auswirkungen von neuen und veränderten Nutzungsansprüchen. Das gemeinsam mit der Eawag lancierte Forschungsprogramm Energy Change Impact bündelt diese Aktivitäten.

Die Energiewende und die Förderung erneuerbarer Energien stellen eine technische als auch eine gesellschaftliche Herausforderung dar. Um diesen Umbau nachhaltig zu gestalten, benötigen Entscheidungsträger Informationen darüber, welche und wie viele Ressourcen zur Verfügung stehen und wie gross die Nachfrage danach ist – heute wie auch in Zukunft.

Durch das im Herbst 2014 lancierte Forschungsprogramm Energy Change Impact koordinieren WissenschaftlerInnen der WSL und der Eawag Forschungsaktivitäten zur gegenwärtigen Nutzung und zum zukünftigen Potenzial verschiedener Energieträger. Ferner untersuchen sie mögliche Risiken und Auswirkungen der Energiewende auf die Bereiche Natur-, Klima-, Gewässer- und Landschaftsschutz sowie auf die Raumplanung. Diese Erkenntnisse sollen dazu beitragen, Risiken und Konflikte zu erkennen und zu vermindern, welche bei der Ressourcennutzung oder dem Energietransport entstehen.

SCCER2

WSL-Forschung zu Energie-Ressourcen

Der Bau von Energieproduktionsanlagen ist teuer. Die Wirtschaftlichkeit hängt zudem unmittelbar von der Ressourcenverfügbarkeit ab. Der Blick in die Zukunft lohnt sich. Verschiedene WSL-Projekte befassen sich mit der Vorhersage der Wasserverfügbarkeit für Betreiber von alpinen (Pump-) Speicherkraftwerken. Ebenso relevant sind Zahlen zur Entwicklung der Energieholzpotenziale in den Schweizer Wäldern unter verschiedenen Bewirtschaftungsszenarien. Neben der verholzten Biomasse werden auch sämtliche nicht verholzten Biomassen ausserhalb des Waldes analysiert, welche im zukünftigen Energiesystem eine Rolle spielen.

Energieholz und Biodiversität

WSL-Forschung zu Impacts

Die Energiewende kann auch positive Folgen haben, z.B. für die ländliche Entwicklung. Ein WSL-Projekt widmet sich u.a. der Frage, wie sich die Nutzung von erneuerbaren Energien positiv auf die regionale Wirtschaft auswirken kann. Unbestritten ist die oft negative Wirkung der Energiewende auf Umwelt und Landschaftsbild. Die WSL-Forschung unterstützt Entscheidungsträger z.B. mit Informationen zum Geschiebetransport, zum Einfluss von künstlichen Abflussregimes auf Flussrenaturierungen und zu den Auswirkungen einer intensivierten Holznutzung auf die Käfervielfalt unserer Wälder.

Windkraftwerk

WSL-Forschung zu Energiekonflikten

Das Projekt "Energie- und Ressourcennutzung im Gebirge" entwickelt neue, hydrologische Modelle, welche die Interessen der Wintertourismusindustrie und der Wasserkraft koppelt und anhand derer Wasser, Energie und Kosten eingespart werden können. Für die dicht besiedelte Schweiz höchst relevant sind Studien zu den potenziellen Nutzungskonflikten zwischen Energieproduktion (z.B. Windparks, Photovoltaikanlagen, Speicherseen) und Landschaft. Durch eine kluge Standortwahl und den frühzeitigen Einbezug der Bevölkerung können Konflikte und unnötige Kosten oft vermieden werden.

Die WSL und die Schweizer Energieforschung

Mit dem Aufbau von sieben Kompetenzzentren durch den Aktionsplan "Koordinierte Energieforschung Schweiz" will der Bundesrat die Energieforschung stärken. Forschende der WSL sind an drei Kompetenzzentren beteiligt.

  • Strombereitstellung: Swiss Competence Center on Supply of Electricity, SCCER-SoE,
  • Biomasse: Swiss Competence Center on Biomass for Swiss Energy Future, SCCER-BIOSWEET,
  • Gesellschaft und Energiewende: Swiss Competence Center for Research in Energy, Society and Transition, SCCER-CREST.

 

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