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Sumpfschrecke (Stethophyma grossum). Foto: Daniela Keller |
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Reh (Capreolus capreolus). Foto: Josef Senn |
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Laubfrosch-Paar (Hyla arborea). Foto: Sonia Angelone |
Landschaftsgenetik verbindet Landschaftsökologie mit Populationsgenetik. Sie ermöglicht es, die Ausbreitung von Tieren und Pflanzen mit Landschaftselementen, z.B. Barrieren und Korridoren, in Verbindung zu bringen. Damit liefert Landschaftsgenetik wichtige Grundlagen für die Planung und Umsetzung im Naturschutz.
Landschaftsgenetik ist ein neues Forschungsgebiet, das die Methoden der Populationsgenetik mit jenen der Landschaftsökologie verbindet. Sie ermöglicht es Prozesse zu untersuchen, die eher im Verborgenen ablaufen und deshalb für uns Menschen schwer erkennbar sind. Beispielsweise lässt sich die Vernetzung von Populationen in einer fragmentierten Landschaft untersuchen:
Mit herkömmlichen Methoden ist die Untersuchung solcher Fragen oft schwierig, weil diese die Ausbreitung von Tieren und Pflanzen nur indirekt messen. Beispielsweise kann die Ausbreitung von Tieren mit der Fang-Wiederfang-Methode untersucht werden. Dabei werden Tiere gefangen, markiert und nach einer gewissen Zeit wieder gefangen. Daraus können Forschende schliessen, wie weit und wohin ein Tier gewandert ist. Meist kann man das aber nur für ein kleines Gebiet machen. Mit genetischen Methoden hingegen lässt sich die Ausbreitung über eine ganze Landschaft hinweg messen, also dort wo Planung und Umsetzung im Naturschutz erfolgen.
Die Landschaftsgenetik gewinnt zunehmend an Bedeutung in der Forschung, aber auch im angewandten Naturschutz: