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WSL-Magazin DIAGONAL

Diagonal Trockenheit

Die 2. Ausgabe des WSL-Magazins DIAGONAL widmet sich dem Schwerpunktthema "Trockenheit im Wasserschloss Schweiz".

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Trockenheit im Wasserschloss Schweiz

Wie schon 2015 war auch der Dezember 2016 ausserordentlich trocken. Auf der Alpennordseite und in den Alpen war es verbreitet der niederschlagsärmste Dezember seit Messbeginn 1864. Zahlreiche Projekte an der WSL widmen sich deshalb der Früherkennung solcher Ereignisse und ihren Auswirkungen auf den Wald und andere Ökosysteme.

Brandfläche bei Leuk
Trockenheitsforschung

In der westlichen Hälfte der Schweiz gab es nach Angaben von MeteoSchweiz gebietsweise gar keinen Dezemberniederschlag. In höheren Lagen der Alpennordseite und regional auf der Alpensüdseite war es der viertwärmste Dezember in der 153-jährigen Messperiode. Der Bund plant nun, Trockenheit ins nationale Naturgefahren-Warnsystem aufnehmen, das bisher auf Hochwasser, Lawinen, Erdbeben und Stürme ausgerichtet war. Die WSL erarbeitet die Prognoseinstrumente dafür.

Die Trockenheit liess die Waldbrandgefahr gefährlich ansteigen. Grosse Waldbrände wüteten in der letzten Dezemberwoche im Misox und im Calancatal und zerstörten über 100 Hektaren Schutzwald. Die WSL sammelt zu solchen Ereignissen Daten und entwickelt Methoden und Konzepte zur Waldbrandvorbeugung. Die Forscher verfolgen zudem langfristig die Vegetation auf Waldbrandflächen und erkundet ihre Auswirkungen auf die Biodiversität. (Dossier Waldbrand)

Die Trockenheit führte im Dezember ausserdem zu rekordverdächtig geringen Schneemengen: Schweizweit gesehen war der Heiligabend 2016 der schneeärmste seit Messbeginn, so das Fazit des WSL-Instituts für Schnee- und Lawinenforschung SLF für die letzte Jahreswoche. Nur im Simplongebiet und im nordwestlichen Tessin fiel im Dezember nenneswerter Neuschnee.

Informationsportal trockenheit.ch

Informationen zur Trockenheit in der Schweiz sind auf der Informationsplattform trockenheit.ch zusammengefasst, die Forschende von der Gruppe Hydrologische Vorhersagen mit Unterstützung der Bundesämter BAFU und MeteoSchweiz betreiben. Sie ist im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms NFP 61 Nachhaltige Wassernutzung entstanden und bietet für Wassernutzer ein breites Spektrum an Informationen, Daten und Prognosen zur Trockenheit.

Wald und Klimawandel

Was Trockenheit und weitere mögliche Folgen des Klimawandels für den Wald bedeuten, untersuchen WSL-Forschende im Forschungsprogramm Wald und Klimawandel, das WSL und BAFU gemeinsam durchführen. Das gewonnene Grundlagenwissen soll die Akteure – Forstdienste, Betriebsleiter, Waldeigentümer, politische Entscheidungsträger – darin unterstützen, Klimarisiken und Anpassungsfähigkeit der Wälder richtig einzuschätzen und wirksame Anpassungsmassnahmen treffen zu können.

Beim Thema Trockenheit arbeitet die WSL mit Meteoschweiz, Bundesamt für Umwelt BAFU, Eawag, Agroscope, ETH Zürich und anderen Forschungsinstitutionen im In- und Ausland zusammen.

     
     
     

 

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