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Topics for Master theses supervised by Matthias Bürgi / Urs Gimmi

Biodiversität-Hotspots und ihre Entstehung

Eine wichtige Grundlage für den Artenschutz ist die Ausscheidung und der Schutz von Lebensräumen mit besonders hoher Artenvielfalt, den sogenannten Biodiversitäts-Hotspots. Obschon diese Hotspots vielfach als Relikte einer ehemals naturnahen und artenreichen Landschaft wahrgenommen und interpretiert werden, sind viele durchaus stark durch den Menschen geprägt. Informationen zur Nutzungsgeschichte in diesen Hotspots sind wertvoll nicht nur für die Öffentlichkeit, sondern auch für das Management solcher Flächen. Das Projekt kann an einem Objekt (z.B. Feuchtgebiet) durchgeführt werden, das dem Ausführenden besonders gut bekannt oder sonstwie von Interesse ist.

Referent & Betreuung: Matthias Bürgi

Kulturlandschaft Ballenberg

Der Ausbau des Freilichtmuseums Ballenberg (FLM) ist praktisch abgeschlossen, was die Häuser betrifft. Nun rückt die Umgebung der Häuser, die Kulturlandschaft ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Diese entspricht oft überhaupt nicht der historischen Kulturlandschaft. Dies wirft eine Reihe von Fragen auf: In welcher Kulturlandschaft standen die Ballenberg-Häuser an ihrem originalen Standort? Wie hat sich diese Entwickelt? Welchen Zeitpunkt soll das Ensemble von Haus/Gebäudegruppe und Landschaft zeigen? Was lässt sich davon in Brienz umsetzen? Das Freilichtmuseum Ballenberg wird jährlich von ca. 250’000 Personen besucht. Es bietet sich daher für Öffentlichkeitsarbeit an. Referent: Matthias Bürgi, Betreuung: Matthias Bürgi, Katrin Rieder (FLM)

Umfrage Grossmann 1929

1929 führte Heinrich Grossmann eine Umfrage unter schweizerischen Forstleuten durch, um systematisch Informationen zur Verwendung der verschiedenen Holzarten aber auch zur Waldnutzung zu erheben. Die (teilweise handschriftlich ausgefüllten) Erhebungsbögen sind am WSL vorliegend. Die Fülle der darin enthaltenen Information wurde bis heute nicht systematisch untersucht. Es soll ein Überblick über die darin enthaltenen Informationen und die geographische Verbreitung der Rückmeldung zusammengestellt werden. Ausgewählte Aspekte sollen ausgewertet und mit dem aktuellen Forschungsstand verglichen werden.

Referent: Matthias Bürgi, Betreuung: Matthias Bürgi, Anton Schuler (ehem. ETH)

Historische Baumartenzusammensetzung Schweiz

Aufgrund historischer Kartenwerke lässt sich die Waldflächenveränderung in der Schweiz ab ca. 1850 rekonstruieren. Selten sind allerdings Informationen zur damaligen Baumartenzusammensetzung. Für drei Kantone liegen unterschiedliche Informationen dazu vor: Zürich: Visitationsberichte 1823 / Bern: Forststatistik 1867 / TG: Kantonskarten mit Baumsignaturen. Je nach Interesse sollen beispielhaft Auszüge aus diesen drei Quellenbeständen ausgewertet werden oder es wird die historische Baumartenzusammensetzung für einen der Kantone vollständig rekonstruiert.

Referent: Matthias Bürgi; Betreuung: Matthias Bürgi, Urs Gimmi

Nutzungsgeschichte UNESCO Biosphäre Entlebuch (UBE)

Im Perimeter des UBE wurden einige Moore stark genutzt, andere kaum. Die heutige Moorlandschaft ist das Ergebnis dieser Nutzungsgeschichte. In dieser Arbeit sollen die Flächenentwicklung und die Nutzungsgeschichte der Moore im Perimeter des UBE rekonstruiert werden um so die heutige Moorlandschaft somit in ihrem historischen Kontext zu analysieren.
Weitere Fragestellungen zur Nutzungsgeschichte des UBE (z.B. Entwicklung der Streusiedlungsstruktur, Agrargeschichte und marktfähige regionale Spezialitäten, etc.) können in Absprache mit den Betreuern gewählt werden.

Referent: Matthias Bürgi, Betreuung: Matthias Bürgi, Florian Knaus (UBE)

Geschichte der Grünräume der Stadt Bern

In wachsenden Siedlungen steigt die Bedeutung der „grünen Resträume“, die eine Umdeutung von landwirtschaftlichen Reliktflächen zu städtischen Erholungsräumen erfahren. Am Beispiel der Stadt Bern soll die Dynamik und Persistenz von Grünräumen im Stadtgebiet rekonstruiert werden. Es besteht sowohl seitens der Burgergemeinde, deren Geschichte gegenwärtig aufgearbeitet wird, als auch seitens der Stadt Bern (Fachstelle Natur und Ökologie) ein grosses Interesse an dieser Thematik.

Referent: Matthias Bürgi, Betreuung: Matthias Bürgi, Martin Stuber (Historiker, Bern)