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Thomas Kiebacher - Persönliche Homepage

Kiebacher
Organisationseinheit: Biodiversität u Naturschutzbiologie
Lebensraumdynamik
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Doktorarbeit



                                         



Bergahornweiden im Alpenraum: Biodiversität, Kulturgeschichte und Rudolphs Trompetenmoos


                                         

Bergahornweiden sind ein landschaftsprägender, alter Kulturlebensraum auf welchem nebst den Grünlandflächen auch die Bergahornbäume in vielfältiger Weise genutzt wurden.



                                         

Bezüglich Biodiversität werden die Organismengruppen Moose, Flechten und Gefässpflanzen erhoben.

Die Zielart, das Rudolphs Trompetenmoos (Tayloria rudolphiana; Splachnaceae) ist eine gefährdete und geschützte Art (National prioritäre Art der Prioritätsstufe 1, Anhang I der Berner Konvention, FFH-Richtlinie der EU). Die Art wächst beinahe ausschliesslich auf alten Bergahornen in der montanen Stufe. In Europa kommt T. rudolphiana nur in den nördlichen Alpen, in den Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz vor.



                                         

Forschungsschwerpunkte:

Biodiversität der epiphytischen Arten auf den Bergahornen in Abhängigkeit von Vernetzung, Umweltparametern, klimatischen Faktoren und Baumeigenschaften.

Auswirkungen der Bergahornbäume auf die Biodiversität der Bodenvegetation, Einfluss der Bewirtschaftungsintensität.

Autökologie, Populationsstruktur und Synökologie des Rudolphs Trompetenmooses.

Vorkommen und Verbreitung der Bergahornweiden in den Alpen und in angrenzenden Gebieten. Historische Flächenentwicklung. Regionale Unterschiede bezüglich Nutzung der Bergahornweiden, insbesondere der Bäume.

Das Projekt wird finanziert von der Bristol Stiftung (Ruth und Herbert Uhl-Forschungsstelle für Natur- und Umweltschutz).

Forschungsinteressen

Biodiversität, Gebirgsökosysteme, Bryologie





                                         


Ausbildung und beruflicher Werdegang

2000-2006  Biologiestudium an der Leopold Franzens Universität, Innsbruck; Studienzweig Botanik
2006-2011 Projektmitarbeiter am Institut für Botanik der Leopold Franzens Universität Innsbruck und selbständiger Biologe
2011 Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der naturhistorischen Sammlung des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum, Innsbruck
seit 2011    

Doktorand an der eidgenössischen Forschungsanstalt WSL. Betreuung durch Ariel Bergamini, Matthias Bürgi und Christoph Scheidegger

Projekte

2003-2005 Mitarbeit an der `Floristischen Kartierung Mitteleuropas´ in Südtirol. Naturmuseum Bozen
2005 Mitarbeit an der Biotopkartierung in Südtirol. Naturmuseum Bozen
2006 Mitarbeit bei: `GLORIA - Global Observation Research Initiative in Alpine Environments´. TWF-Projekt: Auswirkungen der Klimaänderung auf die Diversität im Hochgebirge. Institut für Botanik, Leopold-Franzens Universität Innsbruck
2006-2007
`Intra- and Interspecific Changes in Stomatal Density along an Altitudinal Gradient in the Córdoba Mountains, Central Argentina´. Institut für Botanik, Universität Innsbruck
2007-2010 Mitarbeit am EU Interreg IIIa-Projekt `Netzwald´ und IVa-Projekt WINALP: Potentielle Waldvegetation von Tirol. Amt der Tiroler Landesregierung, Gruppe Forst, Abteilung Forstplanung
2007-2008 Biotopkartierung Tirol: Gemeinde Fließ. Umweltabteilung des Landes Tirol
2007-2011
`Changes in bryophyte vegetation on abandoned mountain meadows and its relation to the ecosystem water balance´. Institut für Botanik, Universität Innsbruck

Publikationen

Kiebacher, T. (2013): The effects of land-use abandonment on bryophyte and vascular plant vegetation of mountain grasslands. A case study from the Stubai Valley, Tyrol, Austria. Sauteria 20, 243-264. PDF

Erschbamer, B., Kiebacher, T., Mallaun, M. & Unterluggauer, P. (2009): Short-term signals of climate change along an anltitudinal gradient in the South Alps. Plant Ecology 202/1, 79 – 89.

Kiebacher, T. (2008): Plant Functional Traits along altitudinal Gradients: New Insights from the Córdoba Mountains (Argentina). VDM Verlag, Saarbrücken.