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Rudolf

Forschungsinteresse

Sowohl die Schönheit der natürlichen Landschaften als auch die kulturelle Vielfalt der Städte faszinieren mich. Daher interessiere ich mich vor allem für die Verknüpfung von Siedlungsentwicklung und Landschaftsschutz. Die Raumplanung und das Management natürlicher Ressourcen bilden meine Forschungsschwerpunkte. Mir ist es besonders wichtig, interdisziplinär zu arbeiten und den Kontakt zu lokalen Akteuren zu pflegen.

 

Weitere Informationen finden Sie auf meiner persönlichen Homepage (LinkedIn).

 

Ausbildung und praktische Erfahrung

Seit 03/2017:
Wissenschaftliche Assistentin an der WSL Birmensdorf
 06/2013 - 02/2017:
Doktorarbeit an der ETH Zürich und WSL Birmensdorf
10/2012 – 03/2013: Praktikum beim kantonalen Amt für Raumplanung, Kanton Thurgau, Abteilung Natur und Landschaft, Frauenfeld
09/2011 – 01/2012: Hilfsassistentin beim Institut für terrestrische Ökosysteme, ETH Zürich
09/2010 – 04/2013: Master of Science (MSc) ETH in Umweltnaturwissenschaften, Vertiefung im Wald- und Landschaftsmanagement, ETH Zürich
10/2006 – 06/2009: Bachelor of Science (BSc) in Geo- und Umweltnaturwissenschaften, Universität Lausanne
   

Sprachen

 
   
Französisch: Muttersprache
Englisch: Fliessend, Certificate in Advanced English C1, 2009
Deutsch: Fliessend, Goethe-Zertifikat C1, 2013
Schweizerdeutsch: Gute Kenntnisse (B1)
   
   

Forschungsprojekte

 
1. Dissertation: Local spatial planning in the face of urban growth: Policies and plans in Swiss municipalities
 
Die Problematik der Zersiedelung wird seit mehreren Jahren in den Medien und in der Bevölkerung intensiv diskutiert. Um dieses Phänomen einzudämmen fördert der Bund eine Siedlungsentwicklung nach innen. Raumplanerische Fragen stellen jedoch für die Gemeinden grosse Herausforderungen dar. Bisher haben wenig quantitative Studien die Massnahmen und Prozesse untersucht, welche von den Gemeinden eingesetzt werden, um eine Verdichtung mit Qualität zu erreichen.
Photo: S. Wild, 2013
  Siedlungsentwicklung im Schweizer Mittelland: Sina Wild, 2013

In diesem Zusammenhang verfolgte mein Forschungsprojekt zwei Hauptziele:

  • Identifizierung und Analyse der raumplanerischen Massnahmen, welche von den Gemeinden eingesetzt werden, um ihre Siedlungsentwicklung nach innen zu lenken
  • Identifizierung der Treibkräfte, welche die Einsetzung solcher Massnahmen fördern oder hindern
 

Um diese Ziele zu erreichen verwendete ich mehrere Datenquellen und kombinierte ergänzende Methoden:

  • Schweizweite Gemeindebefragung (Jan Berli, Anna Hersperger, Sophie Rudolf, Tobias Schulz (2014). Organisation und Instrumente der Raumplanung in Gemeinden. Eine empirische Erhebung bei den Schweizer Gemeinden. Eidgenössische Forschungsanstalt WSL, Birmensdorf)
  • Deskriptive und statistische Analyse von kommunalen Richtplänen ("content analysis")
  • Multivariate Statistik ("multiple regression analysis", "multidimensional scaling")
  • Interviews mit kommunalen und kantonalen Planungsbehörden
 

Mein Forschungsprojekt hat folgende Ergebnisse geliefert:

  • Repräsentative Übersicht der raumplanerischen Massnahmen, welche von den Gemeinden eingesetzt werden, um die Siedlungsentwicklung nach innen zu lenken
  • Entwicklung einer Methode zur systematischen Auswertung kommunaler Richtpläne
  • Analyse der kantonalen Unterschiede hinsichtlich kommunaler Richtplanung
  • Besseres Verständnis bezüglich der Vollzugshinderungen und Kapazitätsprobleme, an welche Gemeinden stiessen
 

Meine Doktorarbeit war Teil des NFP 68 Forschungsprojekt SPROIL und wurde durch Anna Hersperger und Felix Kienast betreut.

 
 
2. Masterarbeit: The use of rivers as recreational areas and restorative settings: Linking GIS-based modelling to local context analyses
 
Die Förderung von naturnahen Grünzonen inmitten menschlich gestalteter Umgebungen hat einen positiven Einfluss auf das Wohlergehen und bietet geschätzte Naherholungsgebiete, vor allem in verdichteten Ortsteilen. Fliessgewässer sind in Schweizer Städten weit verbreitet und stellen besonders wertvolle Landschaftselemente dar. Jedoch existieren wenige Ansätze, um ihr Erholungspotenzial systematisch zu erfassen und in die städtebauliche Planung effizient zu integrieren.

Rivières_Aarau
  Die Aare bei Aarau: Sophie Rudolf, 2012

In meiner Masterarbeit habe ich daher die Stadt Aarau als Testgebiet ausgewählt und bin wie folgt vorgegangen:

  • Analyse der Zugänglichkeit der Fliessgewässer, sowie deren landschaftliche Eignung und Infrastrukturangebot
  • Entwicklung eines GIS-basierten Tools, welches die drei oben genannten Analysen kombiniert und Karten des Erholungspotenzials der Fliessgewässer erstellt (mittels Software ArcGIS)
  • Analyse des lokalhistorischen Kontexts
  • Feldbeobachtungen (Analyse der effektiven Benutzung der Fliessgewässer mittels Zählung von Erholungssuchenden)
  • Integration der Expertise von lokalen Experten und Bewohnern
 

Die Kombination dieser verschiedenen Analysen hat zu folgenden Ergebnissen geführt:

  • Entwicklung einer Methode und eines GIS-basierten Tools, welche die systematische Analyse des Erholungspotenzials von Fliessgewässern ermöglicht
  • Identifizierung der Flussabschnitte, welche im Rahmen der städtebaulichen Planung prioritär aufzuwerten sind
  • Diskussion konkreter Massnahmen, welche zur Aufwertung von urbanen Fliessgewässern beitragen können

 

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