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Energy Change Impact

Das Forschungsprogramm «Energy Change Impact» der WSL unterstützt Entscheidungen über mögliche Varianten der neuen Energiestrategie 2050 mit wissenschaftlich fundierten Informationen und Szenarien. Dazu arbeitet das Programm eng mit Partnern in der Umwelt- und Energieforschung im In- und Ausland und der Politik zusammen.

Gletschervorfeld Riedbach, Wallis

Die von der Politik beschlossene Energiewende (Energy Change) erfordert einen massiven Umbau des Energiesystems, sowohl auf der Produktionsseite und bei der Energieverteilung als auch beim Energiekonsum. Dieser Umbau wird sowohl positive wie auch negative Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft haben. Die nötigen Entscheidungen für den Umbau des Energiesystems sollten in Kenntnis der zu erwartenden Auswirkungen (Impact) gefällt werden. Dies bedingt bestmögliche Kenntnisse über die Vielzahl von Auswirkungen, welche der Umbau des Energiesystems mit sich bringen kann.

Ziele

Zusammen mit ihren Partnern kann die WSL dank ihrer interdisziplinären Forschung Grundlagen, Methoden und Instrumente entwickeln, die es erlauben,

  • die in der Schweiz nutzbaren Standorte und Mengen an natürlichen Ressourcen für die erneuerbare Energieerzeugung zu ermitteln und die Potenziale zu bewerten (z.B. für Wind- und Photovoltaikanlagen, Holznutzung),
  • detaillierte Prognosen über die zukünftige Verfügbarkeit der natürlichen Ressourcen zu formulieren (z.B. veränderte Wasserverfügbarkeit für Wasserkraftproduktion),
  • Prozesse für die Bereitstellung der natürlichen Ressourcen zu optimieren (z.B. Erhalt der Biodiversität bei intensiver Holznutzung).

Mit der Energiewende sind Risiken und Konflikte in den Bereichen Natur-, Klima-, Gewässer und Landschaftsschutz sowie der Raumplanung verknüpft. Hierzu kann die WSL-Forschung helfen,

  • Risiken und Konflikte zu identifizieren, die bei der Ressourcennutzung mit der Umwelt entstehen und entsprechende Varianten aufzuzeigen,
  • Risiken aufgrund der Energieproduktion und dem Energietransport für die Landschaft zu erkennen und eventuelle Konflikte zu minimieren.
  • sozio-ökonomische und rechtliche Rahmenbedingungen für eine verstärkte Nutzung der erneuerbaren Energien zu entwickeln.

Nutzen

Erkenntnisse über die Risiken für Umwelt und Landschaft sowie über die Akzeptanz der Gesellschaft sind in der Planungsphase des Ausbaus der erneuerbaren Energien hochrelevant. Auch können so mögliche Konfliktfelder frühzeitig erkannt und verhindert werden. Dies verkürzt die Umsetzungszeiträume und spart Kosten.

Arbeitsgruppen

Zur thematischen Weiterentwicklung und verbesserten Koordination hat das Forschungsprogramm Energy Change Impact Arbeitsgruppen in den Bereichen „Wissens- und Technologietransfer“, „oikose“„Akzeptanzforschung in der Energiewende“ und „Energieforschung Alpen“ angestossen. Mehr

Veranstaltungen

Das "Energy Change Impact" Forschungsprogramm fördert den Austausch zwischen verschiedenen Akteuren in der Energieforschung und führt inter- und transdisziplinäre Tagungen durch. Mehr

Publikationen 2016

Björnsen Gurung A, Borsdorf A, Füreder L, Kienast F, Matt P, Scheidegger C, Schmocker L, Zappa M, Volkart K (2016). Rethinking Pumped Storage Hydropower in the European Alps. Mountain Research and Development 36(2):222-232. Link

Björnsen Gurung A, Borsdorf A, Füreder L, Kienast F, Matt P, Scheidegger C, Schmocker L, Zappa M, Volkart K (2016). Alpine Pumpspeicherung – Quo vadis? Wasser Energie Luft 108:195-201. PDF

Egli T, Bolliger J, Kienast F (2017). Evaluating ecosystem service trade-offs with wind electricity production in Switzerland. Renewable and Sustainable Energy Reviews 67:863-875. PDF

Eidg. Forschungsanstalt WSL (2016). WSL-Magazin Diagonal ‘Strom ohne Atom: Wie kriegen wir die Kurve?’ 2/2016. 36 S. PDF

Eidg. Forschungsanstalt WSL (2016). Energieholz und Waldbiodiversität: Synergien suchen und Konflikte meiden. WSL Bericht 41. 52 S. PDF

Kienast F, Huber N, Hergert N, Bolliger J, Segura Moran L, Hersperger AM (2016). Conflicts between decentralized renewable electricity production and landscape services. Renewable and Sustainable Energy Reviews 67:397-407. Link

Müller G, Holderegger R, Bürgi M (2016). Energie aus Landschaftspflegegrün. WSL Bericht 38. 56 S. PDF

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