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Raumansprüche von Mensch und Natur

Das Forschungsprogramm "Raumansprüche von Mensch und Natur" der WSL untersucht die zukünftige Entwicklung intensiv genutzter Regionen und erarbeitet Grundlagen für deren nachhaltiges Management. Es wird in enger Zusammenarbeit mit der Praxis aufgebaut und durchgeführt.

Gaswerk Schlieren Dietikon2
Blick Richtung Schlieren und Dietikon. Foto: Silvia Tobias.

Der Druck auf die Landschaft nimmt zu, insbesondere auch ausserhalb der heutigen Agglomerationen. Einerseits findet dort zurzeit die stärkste Siedlungsentwicklung statt, andererseits gibt es in diesen Gebieten noch offene Landschaften, die sowohl als Naherholungsgebiete als auch als Refugien für bedrohte Pflanzen- und Tierarten dienen. Der anhaltende Trend zur Freizeit- und Mobilitätsgesellschaft sowie die Klimaänderung werden den Druck auf die Landschaft weiter verstärken. In Zukunft wird es schwieriger sein, die Ansprüche des Menschen nach Wohn- und Erholungsraum mit dem Raumbedarf natürlicher Lebensräume in Einklang zu bringen.

Ziele

Das Programm untersucht, wie die Siedlungsentwicklung wichtige Landschaftsqualitäten für die Lebensqualität des Menschen und für die Biodiversität beeinflusst und welche Konflikte daraus entstehen können.

Die drei wichtigsten Ziele sind

  • Herleitung und Bewertung von Szenarien der Landschaftsentwicklung
  • Erfassung des Werts der Landschaft für Biodiversität und Lebensqualität
  • Entwicklung von Strategien zur Beilegung räumlicher Konflikte zwischen Siedlungsentwicklung sowie Natur- und Landschaftsschutz.

Das Programm hat zwei Fallstudiengebiete: 1) Luzerner Seetal und Aargauer Freiamt, 2) Linthgebiet, Toggenburg und Glarner Hinterland. Beides sind grossräumige, kantonsübergreifende Gebiete, die intensiv genutzt werden und unter einem starken Siedlungsdruck stehen.

Nutzen

Was bringt das Programm der Praxis? Dem regionalen Ansatz entsprechend werden die Resultate des Programms vor allem den Fallstudiengebieten nützen. Einzelne Projekte stützen sich auf nationale Datengrundlagen und werden für die Schweiz allgemein gültige Aussagen machen können. Das Programm verbindet die Indikatoren für die Umweltbeobachtung mit der Planung. Zudem lokalisiert es Gebiete, in denen Konflikte zwischen den Raumansprüchen verschiedener Landnutzungsformen zu erwarten sind. Weiter liefert es der Planung Szenarien der Landschaftsentwicklung und deren Visualisierung. Die Synthese wird die Resultate aus den Teilprojekten verbinden und daraus Entscheidungsgrundlagen für die zukünftige Entwicklung von Siedlung und Landschaft in den beiden Fallstudiengebieten erarbeiten.

Aufbau

Das Programm besteht aus vier Arbeitspaketen (blau). Diese werden von vier Forschungsprojekten (orange) und der Programmsynthese umgesetzt.

 
 
 
 

 

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