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Forschungsprogramm Wald und Klimawandel
Projektcall
15. März 2012 Aufgrund des 3. Calls des Forschungsprogramms „Wald und Klimawandel“ wurden 28 Anträge eingereicht. Der Steuerungsausschuss hat die Projekte evaluiert und an seiner Sitzung vom 3. Juli 2012 beschlossen, zehn davon ganz oder teilweise zu fördern und acht Projektteams zu einer Neueingabe einzuladen. Hintergrund des ForschungsprogrammsDer Klimawandel und die damit verbundenen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt stellen eine zentrale gesellschaftliche Herausforderung des 21. Jahrhunderts dar. Im Wald stehen wir vor der Aufgabe, die Waldleistungen nachhaltig zu sichern. Dazu ist es nötig, die mit dem Klimawandel verbundenen Risiken und die Anpassungsfähigkeit der Wälder richtig einzuschätzen und soweit erforderlich wirksame Anpassungsmassnahmen zu treffen. Die Akteure brauchen fundiertes Grundlagenwissen und praxistaugliche Entscheidungshilfen. Vor diesem Hintergrund haben das Bundesamt für Umwelt (BAFU) und die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL 2009 das Forschungsprogramm «Wald und Klimawandel» lanciert. Die in der ersten Programmphase (2009-2011) geförderten Projekte haben Grundlagen erarbeitet, um die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald und die Waldleistungen abschätzen zu können. Ende 2011 wurden die Ergebnisse der ersten Phase in einer Zwischensynthese zusammengefasst. In der zweiten Programmphase (2012-2015) sollen wichtige verbleibende Wissenslücken geschlossen, die Abschätzung der Risiken des Klimawandels verfeinert und Anpassungsstrategien entwickelt werden. Auch soll damit begonnen werden, Entscheidungshilfen zu erarbeiten, in enger Zusammenarbeit mit den Anwendern und Entscheidungsträgern in der Forstpraxis. Die Erkenntnisse des Forschungsprogramms bilden zudem eine wichtige Grundlage für die «Teilstrategie Wald und Waldwirtschaft» des Bundes im Rahmen der «Nationalen Adaptationsstrategie an den Klimawandel» und sollen die politische Umsetzung der Ziele der «Waldpolitik 2020» unterstützen. Für das 21.
Jahrhundert ist mit einer Zunahme der globalen Mitteltemperatur von 2.0 - 4.5
°C zu rechnen (IPCC 2007). Nach den neuesten Szenarien zur Klimaänderung in der
Schweiz (CH2011) geht der Niederschlag in den Sommermonaten bis in die Periode 2070-2099 voraussichtlich um 18-24% zurück. Extreme Witterungsereignisse dürften häufiger werden, insbesondere sommerliche Hitzewellen und Trockenperioden. Solche Extremereignisse dürften sich stark auf die Wälder auswirken, wobei die Bestände und Standorte darauf unterschiedlich anfällig sind. Auf gut mit Wasser versorgten Standorten dürften höhere Temperaturen zwar das Baumwachstum fördern; auf trockenen Standorten hingegen könnten heute noch gut gedeihende, standortsgerechte Baumarten in wenigen Jahrzehnten unter starkem Stress stehen. Da sich der Klimawandel auf Verjüngung, Wachstum und Mortalität der Bäume auswirkt, dürfte sich die Zusammensetzung des Waldes langfristig ändern. Die Veränderungen könnten dabei so rasch ablaufen, dass die natürliche Anpassungsfähigkeit der Baumarten nicht ausreicht. Hinzu kommen wahrscheinlich vermehrte Störungsereignisse wie Stürme, Sommertrockenheit, Waldbrände und biotische Kalamitäten. Diese Entwicklungen stellen langfristig die Waldleistungen in Frage. Massnahmen zur Anpassung an den Klimawandel sind daher erforderlich. Diese zu erarbeiten und wissenschaftlich abzustützen ist das langfristige Ziel des Forschungsprogramms. |