|
Biodiversität
Landschaftsentwicklung
Management von Naturgefahren
Nachhaltige Ressourcennutzung
Waldökosysteme
Forschungseinheiten
Forschungsprogramme
Im Fokus
Mitarbeitende
Organisation
Aufgaben
Geschichte
Jobs und Karriere
Kontakt und Anfahrt
Skulpturale SchneedatenmodellierungIm Rahmen des Programms „artists in labs“ arbeitete die Künstlerin Yvonne Weber von März bis November 2010 am SLF. Sie beschäftigte sich dabei mit den Daten und Modellen der Schneeforschung und interpretierte diese aus dem Blickwinkel der Kunst. So berechnete sie anhand von Schnee- und Wetterdaten der automatischen Messstationen in Davos die Form von Schneekristallen und setzte diese künstlerisch in dreidimensionale Schneedeckenskulpturen um. In Form der Computerdaten
ist der Schnee aus Sicht der Künstlerin unfassbar und unsichtbar, also nicht
mit den Händen zu greifen oder mit den Augen zu sehen. Aber die Daten lassen
sich umrechnen und können deshalb als Skulptur dargestellt werden. In dieser
Form ist der virtuell gewordene Schnee wieder sichtbar und begreifbar. Als Grundlage für ihre Skulpturen
verwendete die Künstlerin ein Raster aus Sechsecken, der Grundform der
Schneekristalle. Sie berechnete anhand der Modelle der Forscher aus den Wetterdaten
die Geometrien der Schneekristalle – denn je nach genauen Temperatur- und
Feuchtigkeitsverhältnissen haben diese eine unterschiedliche Form – und
fügte diese in das Raster ein. Aus dem Raster entstand eine Grafik mit unterschiedlichen
Schneestrukturen. Mit Hilfe eines Lasers schnitt sie die Schneekristalle aus den
Materialien Papier, Stoff oder Metall und formte sie zu Skulpturen. Die Werke
von Yvonne Weber verkörpern die Umwandlung des digitalen Schnees in eine
fassbare, künstlich-künstlerische Schneedecke.
Die KünstlerinYvonne Weber studierte von 2002 bis 2007 Industrial Design mit dem Schwerpunkt Neue Medien an der Universität der Künste Berlin. Kern ihrer Arbeit bildet die Weiterentwicklung von Interaktionsmöglichkeiten mit Computern im realen Raum und alltäglichen Situationen, bzw. die Transformation des Digitalen in den realen Raum und alltäglichen Kontext. Im Rahmen ihres Projektes am SLF arbeitete sie mit Hilfe wissenschaftlicher Methoden weiter an der Fragestellung: Wie kann das Digitale wieder in die konkrete Erlebniswelt zurückgeführt werden?
|