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Wiesenpflege

Entstehung
Unsere Wiesen sind durch jahrhundertelange landwirtschaftliche Bewirtschaftung entstanden und geprägt worden. Je nach Standortfaktoren (Klima, Boden, Gelände) und Wachstums-faktoren (Wasser, Wärme, Licht, Nährstoffe) und Nutzungs-intensität, sind Wiesen verschieden ausgeprägt, z.B. fett odermager, feucht oder trocken. Jeder dieser Standorte trägt sein spezielles Pflanzenkleid und dieses wiederum hat grossen Einflussauf den Tierreichtum vor allem Insekten

Zielsetzung

Ein Mosaik von standortgerechten Wiesentypen soll das WSL Gelände prägen. Aus Sicht der Biodiversität haben artenreiche Magerwiesen den höchsten Stellenwert. Mit abgestufterBewirtschaftungsintensität soll jede Wiese entsprechend ihrem Standort, ihrem Nutzungspotenzial, der Lage und dem Ver-wendungszweck des Futters, verschieden intensiv bewirtschaftet werden. So ergibt sich ein Nutzungsmosaik. Das Schnittgut soll landwirtschaftlich genutzt werden

Abschnittsweiser Unterhalt
Mit der gestaffelten Wiesenmahd bleiben vielen Tieren v.a. Insekten, Nahrungsquellen und Versteckmöglichkeiten erhalten. Pro Mahd nicht mehr als ein 1/3 der Bewirtschaftungsfläche mähen.Die Wiesen werden ab dem 15. Juni und nicht mehr als zweimal Naturwiesen geschnitten. Die mageren Wiesen werden jeweils nur einmal im Juli/August geschnitten. Bei sehr nährstoffreichen artenarmenStandorten wird empfohlen, den ersten Schnitt im Mai durch-zuführen, sowie mehrere Schnitte pro Jahr (Ausmagerung). Diedafür nötigen Bewilligungen sind frühzeitig bei angemeldeten Ökoflächen einzuholen. Die Flächen werden vorgängig bestimmt.

Kurzgeschnittene Wiesen

Die KG-Wiesen um Kulturflächen und in Versuchsanlagen werden zur Verhinderung des Absamens 4-6 mal mit Rasen oder Balkenmäher geschnitten und das Schnittgut kompostiert.

Brachflächen
Brachstrukturen bilden sich heraus, wenn Wiesenstreifen nur unregelmässig gemäht werden und z.B. im Abstand von 1-2 Jahren. Die Streifen sind meist schmal. Ihr Flächenanteil sollte 5-15% betragen. Wichtig ist, dass sie in einem 5-10jährigen Turnus jeweils an einem anderen Standort angelegt werden.

Kleinstrukturen
Kleinstrukturen wie Lesesteinhaufen, Wurzelstöcke, Asthaufen, Holzbeigen, Altgrashaufen, Hecken, Einzelbüsche sind wertvolle Biotopelemente der Wiesen und für zahleiche Tiere sehr wichtig. Die Kleinstrukturen werden je an geeigneten Stellen platziert. Sie sollten periodisch auf ihre Wirksamkeit neu überprüft werden.


 

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