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Wie viele verschiedene essbare Pilze gibt es in Schweizer Wäldern, und wie viele giftige?

Kaiserlinge
Die äusserst feinen Kaiserlinge wurden bereits auf dem Tisch von römischen Kaisern und Adligen serviert. In der Schweiz sind sie sehr selten. Foto: Beatrice Senn, WSL
Verbreitungskarte Kaiserling
Der online Verbreitungsatlas der Pilze der Schweiz zeigt, wo, wann und sogar von wem welche Pilze gefunden wurden. Klicke auf die Karte zum Vergrössern.

Bisher sind in der Schweiz über 7000 Pilzarten bekannt, und jedes Jahr werden Dutzende weitere Arten neu dokumentiert. Vermutlich gibt es ungefähr 15 000 Pilzarten in unserem Land.

Von den einheimischen Pilzarten sind 300 Arten essbar und weitere 200 Arten für den Menschen giftig, nur wenige von ihnen sind tödlich.

Da viele kleinere Pilzarten noch nicht ausreichend untersucht wurden, gibt es wahrscheinlich noch viele unentdeckte, darunter möglicherweise auch giftige Pilze. 

Arten, die weder essbar noch giftig sind, schmecken einfach nicht gut. Achtung: einige giftige Pilze schmecken sehr gut!

An der WSL...

Seit 1992 melden Forstleute, Feldmitarbeiter vom LFI, und vor allem viele freiwillige Sammler Pilze bei der WSL. Bis heute sind über 480 000 solche Meldungen eingetroffen! Mit diesen Daten können WSL-Forschende die Rote Liste der gefährdeten Grosspilzarten der Schweiz erstellen.

Ausserdem wird für jede bekannte Pilzart auf einer Karte automatisch gezeigt, wo dieser Pilz gefunden wurde - z.B. der Kaiserling. Man kann mit diesen Nachweisen auch abschätzen, wo die Pilzart eventuell auch noch gefunden werden könnte.

Im online Verbreitungsatlas der Pilze der Schweiz können die schwarzen, blauen und roten Vierecke auf der Karte angeklickt werden, um genauer herauszufinden, in welcher Gemeinde, wann und sogar von wem der Pilz gefunden wurde.


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