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Wann gab es "Lawinenwinter"?

Lawinenwinter 1950/51
Lawinen haben das Dorf Vals im Jahre 1951 verschüttet. Rettungskräfte suchen nach überlebenden.
 
Lawinenwinter 1998/99
Das Dorf Walliser Evolène hat es im Lawinenwinter sehr hart getroffen.
 

Die Winter der Jahre 1950/1951 und 1998/99 werden als die "Lawinenwinter" bezeichnet. Rund 1000 Lawinen, die Schäden anrichteten, gingen im Februar 1999 in den Schweizer Alpen nieder.

Der Lawinenwinter 1950/51

In diesem Winter fielen in den schweizerischen Alpen bis zu vier Mal mehr Schnee als in einem normalen Winter. Besonders schneereich war der Januar 1951, in dem sich auch die meisten Lawinenunglücke ereigneten. Grosse Probleme machten zudem die starken Temperaturschwankungen. In diesem Winter regnete es teilweise bis auf 1500 m Höhe hinauf. Diese problematische Wettersituation führte dazu, dass sich vom 19. bis zum 22. Januar 1951 in der Schweiz über 1000 schadenbringende Lawinen ereigneten.

Am schwersten betroffen waren die Regionen Andermatt, Davos, mittleres Engadin, Surselva und das Lötschental. Insgesamt kamen in diesem Winter 98 Menschen ums Leben. Allein 19 davon in einer Lawine in Vals im Kanton Graubünden.

Der Lawinenwinter 1998/99

Im Februar 1999 herrschte in vielen Regionen der Schweiz der Ausnahmezustand. Innerhalb von fünf Wochen waren in den nördlichen Alpen über fünf Meter Schnee gefallen. Der starke Sturm, der dabei wehte, hatte zusätzlich zu Triebschneeansammlungen geführt. Unsere Lawinenwarner meldeten erstmals seit Jahren wieder die Gefahrenstufe "sehr gross".

In der zweiten Februarhälfte gingen mehrere hundert Lawinen nieder, welche zum Teil ganze Orte von der Aussenwelt abschlossen. Im dem Walliser Ort Evolène kamen zwölf Menschen durch eine grosse Staublawine ums Leben.

Insgesamt starben in der Schweiz 17 Menschen. Am stärksten betroffen waren die Kantone Wallis, Bern, Uri, Glarus und Graubünden. Hier blieben zahlreiche Orte und Täler tagelang abgeschnitten. Viele Gäste mussten aus ihren Ferienwohnungen in lawinengefährdeten Gebieten evakuiert und in sicherere Notunterkünfte gebracht werden.

Auch in Österreich gingen in diesem Winter überdurchschnittlich grosse Lawinen ab. Besonders getroffen hat es den Ort Galtür.

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