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Was passiert in der Schneedecke?

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Einzelnen Schichten und deren Härte werden bestimmt. Wichtig zu wissen: Schneeprofile erlauben nur einen punktuellen Einblick in die Schneedecke. Einige Meter entfernt kann der Schneedeckenaufbau ganz anders aussehen. Klicke das Bild an, um es zu vergrössern.
 
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Die SLF-Mitarbeiterin untersucht die Schneekristalle mit einer Lupe. Ihr Kollege notiert die Kornform und Korngrösse. (Foto: Mallaun Photography).
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Schneedecke-Video
Animation: So entstehen verschiedene Schichten in der Schneedecke (aus www.whiterisk.ch). Klicke das Bild an, um das Video anzuschauen.
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Die Entstehung von Lawinen hängt wesentlich von den Eigenschaften der Schneedecke ab. Je unterschiedlicher die Schichten (Härte, Kornform und Korngrösse) sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass es zu Schneebrettlawinen kommen kann. Bei diesem Bild siehst du die verschiedenen Schichten sehr gut. Klicke das Bild an, um es zu vergrössern.
 

Es ist Winter. Es schneit die ganze Nacht. Am nächsten Morgen ist alles eingebettet in eine winterliche Decke aus Schnee. Die Oberfläche ist ganz weich und locker. Aber hast du dich schon einmal gefragt, wie die Schneedecke von Innen aussieht?

Verschiedene Schichten

Die Schneedecke ist aufgebaut wie eine Crèmeschnitte. Wenn es schneit, kommen die Schneeflocken am Boden an und schichten sich übereinander. Jeder einzelne Schneefall bildet eine neue Schicht. Die Schneekristalle in der Schneedecke wandeln sich ständig um und so verändern sich die Schichten während des ganzen Winters. Verantwortlich für diese Umwandlungen sind vor allem die Temperaturunterschiede in der Schneedecke.

Einfaches Schneeprofil selber machen

Schneeforscher untersuchen die unterschiedlichen Schichten mit einem sogenannten Schneeprofil. So kannst du selber die Schneedecke erforschen:

  1. Grabe ein Loch bis zum Boden. Stich mit der Schaufel eine saubere und senkrechte Schneewand ab. Bereits beim Graben wirst du wahrscheinlich einzelne Schichten feststellen. Miss nun wie viel Schnee liegt. Dazu nimmst du am besten einen Doppelmeter.

  2. Für den nächsten Schritt brauchst du deine Hand, einen Bleistift und ein Messer:
    • - Fühlt sich der Schnee durch das ganze Profil hindurch gleich an? Wie viele Schichten findest du?
      - Wie hart sind die Schichten? Stelle fest, wie viel Kraft du brauchst, um in die einzelnen Schneeschichten einzudringen. Es gibt 6 Härtestufen:
    •  Faust (sehr weich)
    •  Vier Finger (weich)
    •  Ein Finger (mittelhart)
    •  Bleistift (hart)
    •  Messer (sehr hart)
    •  Messer (nicht einstossbar, Eis)

  3. Bestimme die Kornformen und –grössen. Du brauchst eine Lupe und eine kleine Metallplatte. Stell die Platte kurz in den Schnee, damit sie kalt ist. Nimm mit der Platte aus den verschiedenen Schichten Schneekörner heraus und untersuche sie mit der Lupe.

Warum ist es so wichtig, die Schneedecke zu untersuchen?

Um eine Lawinenprognose zu erstellen, müssen die Lawinenprognostiker wissen, wie die Schneedecke aufgebaut ist. Rund 200 ausgebildete Beobachter, verteilt über die Schweizer Alpen, liefern täglich Daten für die Arbeit des Lawinenwarndienstes. Alle zwei Wochen erstellen die Beobachter ausserdem an zahlreichen Messorten Schneeprofile.

Diese Daten sind sowohl für die Lawinenwarnung als auch für die Forschung, z.B. die Schneeklimatologie wichtig. Schneeklimatologen untersuchen beispielsweise den Einfluss der Klimaerwärmung auf die Schneedecke.

Und was meinst du?

Ist viel Schnee gefährlicher oder besser als wenig Schnee? Sind dicke und ähnliche Schichten günstiger als dünne und unterschiedliche Schichten?

Die Antworte und Erklärungen der SLF-Schneeforscher findest du hier und hier. Viel Spass beim Schneeforschen!

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